Montag, 29. Mai 2017

Meditation der Woche - 2


Das Konzept der Meditation der Woche:

Jede Woche wird eine Meditationsform vorgestellt, die sich gut in den Alltag integrieren lässt.
Jeden Tag kann man diese über den Tag verteilt zwischen zehn- und zwanzigmal nach Belieben durchführen, z.B. in Verbindung mit den Reality Checks. Bereits eine Minute oder auch nur ein kurzer Moment hat schon eine beachtliche Wirkung.

Woche 2:

Wenn sich ein Begehren meldet, betrachte es.
Kehr dich dann plötzlich ab.




Diese Übung ist wohl DIE Meditation für die Generation Smartphone bzw. Generation Facebook. Wenn sich ein Begehren meldet, betrachte es. Viele Apps und Messenger sind so designt, dass sie das Bedürfnis verstärken, immer wieder sein Telefon zu checken. Und hier setzt die Meditation an: Wann immer sich ein Begehren meldet, also wann immer man das Gefühl hat, das Telefon zu checken, bleibt man für einige Sekunden oder nach belieben einfach ganz still und richtet die Aufmerksamkeit nach innen. Dabei betrachtet man ganz ohne zu werten den inneren Zustand. Schon nach kurzer Zeit wird man eine Veränderung im Bewusstsein bemerken und sich tiefer und wacher fühlen.


Diese Meditation stammt aus dem indischen Vigyan Bhairav Tantra. Sie wird sehr ausführlich im Buch Die Welt des Tantra von Osho beschrieben.

Siehe auch:

Alle Meditationen der Woche
Die Welt des Tantra kostenlos (englisch)

Freitag, 26. Mai 2017

Casual Friday - May





Lustig:

Lemons
When life gives you lemons, what do you make?
Catana Comics
Sehr süße, herzerwärmende Comics.
Unexpected


Earth Porn:

Traumhafte Bilder
Wolkenformation

Interessant:

How to draw a Celtic knot


Traumhaft / Psychedelisch

Collection of psychedelich gifs
Eine Sammlung von psychedelischen und fraktalen Grafiken. Teilweise sehen sie aus wie Hypnagogien.
Optische Illusionen
Wie die Bilder von M.C. Escher, nur real nachgebaut.
Drohne in Alaska
Eine Drohne durchstreift Eishöhlen in Alaska.









Dienstag, 23. Mai 2017

[Review] Die Kunst des Träumens - Carlos Castaneda

Im Buch 'Die Kunst des Träumens' beschreibt der "Ethnologe" Carlos Castaneda seine Erfahrungen im Reich der bewussten Träume. Der Schamane Don Juan Matus soll ihm eine Technik beschrieben haben, mit der er seine Träume steuern kann.


TL;DR: Versuche, im Traum deine Hände zu finden.


Wenn man mit dieser Intention am Abend schlafen geht und im Traum seine Hände findet, kann man im Traum erkennen, dass man träumt. Diese Methode funktioniert tatsächlich. In bis in die 1990er Jahre war das die bekannteste Induktionstechnik. Von den Klartraumtreffen kenne ich einige Leute, die mit dieser Methode Erfolg hatten. Auch bekannte Autoren wie Robert Waggoner hatten ihre ersten Klarträume auf diese Weise.


Die Technik wurde auch schon in früheren Büchern beschrieben, unter anderem in 'Die Reise nach Ixtlan.


Inhalt des Buches

Castaneda reist also nach Mexico, um von seinem Lehrer Don Juan Matus, einem Schamanen der Yaqui-Indianer weitere Lehren zu empfangen.
Nachdem Castaneda in kürzester Zeit das Klarträumen meistert und auch Träume von fast unglaublicher Länge und Stabilität erlebt, wird er in seinen Träumen von sogenannten Scouts heimgesucht. Anorganische Wesen aus fremden Dimensionen wollen ihn in ebendiese Dimensionen ziehen, so dass er niemals wieder in die Welt zurückkehren kann.
Don Juan weiß von diesen Wesen und wie gefährlich sie sind, lässt seinen Schützling aber doch ziemlich fahrlässig immer weiter in die Traumwelt reisen.


Interessant ist nur, dass kein Klarträumer solche Erlebnisse wiederholen kann. Es klingt alles sehr ausgedacht und konstruiert.


Kontroversen um Castaneda

Im Laufe der Zeit verstrickte sich Castaneda mehr und mehr in Widersprüche und zog den Zweifel der Fachwelt auf sich. Die beschriebenen Lehren  des Don Juan haben mit der tatsächlich gelebten Spiritualität der Yaqui-Indianer kaum Ähnlichkeit und einige der von Don Juan verabreichten Pflanzen kommen in der Sonora-Wüste überhaupt nicht vor.

Fazit

Wer eine Anleitung zum Klarträumen sucht, wird mit Sicherheit enttäuscht werden. Das Buch enthält praktisch keine Übungen zum Klarträumen. Statt dessen bekommt man eine Gruselgeschichte über böse, anorganischen Wesen, die den Träumer ins Traumreich entführen wollen.


Ich finde es sehr schade, dass Castaneda immer noch einen so hohen Bekanntheitsgrad hat. Wenn jemand Fantasyliteratur schreiben möchte, dann kann man das gerne tun. Diese aber als ethnologische Feldforschung auszugeben finde ich in höchstem Maße unethisch. Die Märchen aus dem Buch wirken auf eventuell Klartraumwillige eher abschreckend.


Von mir gibt es einen von zehn Sternen für das Buch als Klartraumliteratur. Als reines Fantasybuch würde ich es sicherlich anders bewerten.

Siehe auch:

Artikel über Carlos Castaneda in der Wikipedia

Montag, 22. Mai 2017

Meditation der Woche - 1

Das Konzept der Meditation der Woche:

Jede Woche wird eine Meditationsform vorgestellt, die sich gut in den Alltag integrieren lässt.
Jeden Tag kann man diese über den Tag verteilt zwischen zehn- und zwanzigmal nach Belieben durchführen, z.B. in Verbindung mit den Reality Checks. Bereits eine Minute oder auch nur ein kurzer Moment hat schon eine beachtliche Wirkung.

Woche 1:

Blicke liebevoll auf einen Gegenstand.
Schweife nicht zu einem anderen Gegenstand ab.
Hier, mitten im Gegenstand - die Segnung.


Bei dieser Meditation sucht man sich einen beliebigen Gegenstand, egal welchen, und blickt eine gewisse Zeit voller Liebe auf ihn. Dabei sollte man zwischen Liebe und Lust unterscheiden, den Gegenstand voller Liebe anzublicken ist etwas vollkommen anderes, als ihn voller Lust anzublicken. Auf den ersten Blick mögen sich beide Herangehensweisen ähneln, sie führen jedoch zu vollkommen anderen Ergebnissen.


Diese Meditation stammt aus dem indischen Vigyan Bhairav Tantra. Sie wird sehr ausführlich im Buch Das Buch der Geheimnisse von Osho beschrieben.

Siehe auch:

Alle Meditationen der Woche
Das Buch der Geheimnisse kostenlos (englisch)

Freitag, 19. Mai 2017

Meditation der Woche - Einführungspost

Diese Serie stellt jede Woche eine kleine Meditation vor, die man immer mal wieder während des Tages durchführen kann. Im Gegensatz zu langen Meditationsretreats, in denen oft stundenlang meditiert wird, verfolgen wir hier den gegenteiligen Ansatz: Während des Tages, wann immer man sich daran erinnert, kann man diese Meditation durchführen.

Meditation erhöht ganz allgemein die Bewusstheit, sowohl im Wachleben als auch im Traum. So ist es wenig verwunderlich, dass Menschen, die häufig meditieren, auch häufiger spontane Klarträume haben. Umgekehrt berichten Klarträumer mit Meditationserfahrung, dass eine Meditation im Klartraum unglaublich tief und intensiv geht.


Die Meditationen, die hier vorgestellt werden, stammen zum Großteil aus dem indischen Vigyana Bhairava Tantra. Diese  umfasst 112  verschiedene Meditationsformen. In der westlichen Welt wurden sie durch die kommentierte Fassung von Osho Rajneesh bekannt gemacht.


Der Ablauf

Jede Woche wird eine Meditation vorgestellt, die man in seinen Tagesablauf einbauen kann, z.B. vor oder nach einem Reality Check. Wenn sie einem gefällt, kann man dabei bleiben, wenn nicht, dann kommt eine Woche später eine neue Meditation, die man ausprobieren kann.

Durch die Abwechslung bleibt die Motivation hoch.

Am nächsten Montag geht es los.


Siehe auch:

Alle Meditationen der Woche

Donnerstag, 18. Mai 2017

WILDes Träumen - Ein Klartraumworkshop am 17.06.2017






Klarträumen – ein Intensivworkshop

Klartraum - luzider Traum

Führen Sie selbst Regie in Ihren nächtlichen Träumen - ein Intensiv-Seminar mit Fɑbian Ηolzheid

Klar zu träumen ist die Fähigkeit, sich während des Träumens darüber bewusst zu werden, dass man gerade träumt. Dadurch ist es möglich, den Traum zu steuern und somit bewusst durch die Traumwelt zu reisen. Ein riesiger Schatz an innerer Heilung, Inspiration und Kreativität liegt vor einem und wartet nur darauf, gehoben zu werden: Man kann seine Träume deuten, noch während man sie träumt, kann Lösungen für persönliche Probleme finden, neue Lieder komponieren, sogar Sportarten trainieren… all das während man im Bett liegt und schläft. Auch Albträume kann man schnell und zuverlässig loswerden, indem man im Einklang mit dem Unbewussten konstruktive Lösungen für die darunterliegenden Konflikte findet.

Das Klarträumen kann jeder erlernen. In diesem Workshop werden sowohl die grundlegenden Techniken zum Erlernen des luziden Träumens unterrichtet als auch eine Vielzahl von praktischen Übungen durchgeführt. Wir erarbeiten individuell einen Trainingsplan für das Üben zu Hause. Zwei Wochen später treffen wir uns zu einem Follow-Up-Termin.
Während dieses Seminars werden wir uns intensiv mit den Klarheit-bewahrenden Techniken auseinandersetzen und den Grenzbereich zwischen Wachen und Schlaf ausloten. Mit etwas Übung gelingt es, dir

Benötigt werden eine Decke und eine weiche Unterlage, z.B. eine Isomatte, einen Block und Stifte zum Schreiben und Zeichnen und ein Beitrag für das Überraschungsbuffet.


Meditation und Klarträumen

Termine :

Workshop: am Samstag den 17. Juni 2017 von 14 - 18 Uhr
Follow-Up:  am 1. Juli 2017 von 15 - 18 Uhr
 
Kosten: 95 Euro
  

Ort: Campestraße 7, Amara Heilpraktikerschule,
(Im Gruppenraum dürfen keine Straßenschuhe getragen werden.
 
Info und Anmeldung: 0531 250 79 485
Unbedingt vorher anrufen - und rechtzeitig anmelden -
es stehen vielleicht nur begrenzt Plätze zur Verfügung !
Im luziden Traum kann man exotische Orte besuchen



Siehe auch:

Bilderquellen:

Die Bilder sind alle von der Public-Domain-Seite Pixabay.de


Sonntag, 14. Mai 2017

Klartraum-Plausch - KTP II: Was für eine besondere Überraschung hast du in der Klartraumwelt erlebt?

In der zweiten Ausgabe des Klartraum-Plauschs von Traumlektuere.com geht es um die Frage:

Was für eine besondere Überraschung hast du in der Klartraumwelt erlebt?

Was ich an Klarträumen bemerkenswert finde ist die Tatsache, dass man dabei überrascht werden kann. Obwohl man sich (nach meinem bevorzugten Paradigma) in seinem eigenen Kopf und seiner eigenen Psyche befindet, ist es möglich, vollkommen unvorhergesehene Erlebnisse zu haben. Mein erster Gedanke zu der Frage war: Welche Überraschung? Die Spitzfindigkeit meines Unbewussten und dessen Hang zu Wortspielereien.


Vor einigen Monaten wollte ich mit einer Affirmation meine Klartraumhäufigkeit verbessern. Jeden Tag schnappte ich mir eine Mala - eine indische Meditationskette mit 108 Perlen - und wiederholte in Gedanken mein Mantra bzw. meine Affirmation: 'Ich bin ein guter Klarträumer, das Klarträumen fällt mir leicht'. Nach einigen Tagen begann die Affirmation Wirkung zu zeigen:
Mein nächster Traum fand auf einem Klartraumtreffen statt. Ich besuchte ich ein Treffen der Klarträumercommunity und verhielt mich zu allen Teilnehmern ausgesprochen höflich. Ich hielt anderen Teilnehmern die Türen auf und war allzeit freundlich. Natürlich: Ich hatte meinem Unbewussten ja die Nachricht gegeben: Ich bin ein guter Klarträumer.
Seitdem habe ich meine Affirmation etwas abgeändert: Ich überprüfe bei jeder Gelegenheit, ob ich träume.


Mich beeindruckt immer wieder, welches Potenzial für persönliches Wachstum in Klarträumen steckt. Meiner Erfahrung nach versteht und erkennt man die Botschaften des Unbewussten in klaren Träumen um ein vielfaches besser als in normalen Träumen. Es scheint das genaue Gegenteil der oft geäußerten Befürchtung, dass Klarträumer die Botschaften ihres Unbewussten blockieren, zuzutreffen.
Ähnliche Erfahrungen findet man auch in den Traumberichten in 'Schöpferisch Träumen' - nach wie vor eines der besten Klartraumbücher, besonders für psychologisch interessierte Träumer.
Rückblickend betrachtet waren die unerwarteten Botschaften, die ich in dem Moment auch eigentlich nicht hören wollte, die wertvollsten Traumerlebnisse.
In einem Traum benahm ich mich, da ich sowohl wusste, dass ich träume, als auch, was gleich passieren wird, dementsprechend arrogant. Nach einiger Zeit wollte ich mich mit einer Traumfigur unterhalten, doch sie entgegnete nur: 'Habe ich dir nicht schon genug Raum gegeben, um dich selbst zu präsentieren?' - Das saß. All die aufgebaute Euphorie fiel wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Ich wusste, dass die Figur recht hatte, nicht nur für mein Verhalten im Traum, auch im Wachleben lege ich manchmal so ein Verhalten an den Tag. So ähnlich müssen sich die Helden in der Unendlichen Geschichte fühlen, wenn sie in den Spiegel der zweiten Pforte sehen. Im Buch ergreifen die meisten Helden die Flucht. Genau das gleiche machte ich auch (was im Nachhinein nicht sehr reif war): Ich ergriff die Flucht ins Wachleben.
Rückblickend würde ich jedoch diesen Klartraum als einen der wertvollsten bezeichnen, auch wenn das Erlebnis alles andere als angenehm war.

Siehe auch:

Alle Beiträge zum Klartraum-Plausch

Freitag, 12. Mai 2017

Die ultradiane Heilreaktion

Gibt es einen kleinen, geheimen Trick, der uns wacher und konzentrierter macht, gleichzeitig stressresistenter und weniger krankheitsanfällig. Der uns dazu noch hilft, schneller in einer Disziplin zur Meisterschaft zu gelangen?
Es gibt ihn: Der Trick ist, regelmäßig - etwa alle anderthalb bis zwei Stunden - eine kurze Pause von 15 bis 25 Minuten einzulegen.

Leben im Takt des Gehirns

In seiner Arbeit mit Milton Erickson hat Ernest Rossi herausgefunden, dass Körper und Geist eines Menschen etwa alle 90 bis 120 Minuten in den Standby-Modus gehen. Das ist die ideale Zeit für eine kleine Pause von 15 bis 20 Minuten. Er nannte diesen Vorgang die 'Ultradiane Heilreaktion', da sie mehrmals (ultra = mehrmals) am Tag (dies = Tag) auftritt.


Diese Zeitspanne entspricht genau dem BRAC, dem Basic Rest-Activity Cycle des menschlichen Gehirns. In der ersten Phase schwingen die Gehirnwellen schneller, man ist wacher und leistungsfähiger. Man hat mehr und bessere Ideen. In der zweiten Phase, am Ende eines jeden Zyklus, verlangsamen sich die Gehirnwellen, man fühlt sich müde und benommen.


Das ist der ideale Zeitpunkt für eine Pause. Leider ist genau das nicht gern gesehen. Arbeitgeber und Mitmenschen wäre es am liebsten, wenn wir 24 Stunden lang geschäftig umhertrieben. Aber genau das Gegenteil ist sinnvoll: Wer regelmäßig Pausen macht, arbeitet danach effektiver und konzentrierter weiter, so dass er am Ende des Tages sogar mehr geschafft hat.
Regelmäßige Pausen machen die Menschen außerdem noch belastungsfähiger, ausgeglichener und sorgen dafür, dass sie seltener krank werden. Das zeigen die Untersuchungen von Ernest Rossi. Allein das sollte Unternehmen eigentlich überzeugen, für mehr statt weniger Pausen einzutreten.

Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens - John Steinbeck

In einigen Unternehmen beginnt bereits ein Umdenken: Das Heiztechnik-Unternehmen Vaillant hat in Zusammenarbeit mit der Universität Wuppertal die Wirksamkeit von Power-Naps untersucht. Die Ergebnisse sind eindeutig: Wer zwischendurch ein Schläfchen macht, ist konzentrierter und schneidet in Aufmerksamkeitstests besser ab.
Im Chemieunternehmen BASF kann man seit 2008 Kurse im Gesundheitsförderungszentrum Kurse zum Thema Powernapping machen.

Siehe auch:

20 Minuten Pause von Ernest L. Rossi bei Amazon.de
"Büroschlaf" als Angstwort - TAZ.de
One Simple Thing That Makes You a Star - Huffingtonpost.com

Dienstag, 9. Mai 2017

100 Blöcke täglich - 100 Blocks per Day

Dieser Post wurde vom Artikel 100 Blocks per day des WaitButWhy-Blogs inspiriert.

100 Blocks - 100 Blöcke



Der Tag hat 24 Stunden, von denen wir 8 Schlafen. Bleiben 16 Stunden mal 60 Minuten = 960 Minuten übrig. Jeden Tag haben wir also fast 1000 Minuten zur Verfügung. Diese Zeit können wir der Einfachheit halber in 100 Zehn-Minuten-Blöcke einteilen. Jeden Tag wachen wir auf und bekommen 100 neue 10-Minuten-Blöcke, die wir Stück für Stück ausgeben, bis wir uns am Abend hinlegen. Am nächsten Tag beginnt das Spiel von vorne.


Der Autor empfiehlt, geistig einen Schritt zurück zu treten und sich zu überlegen, wie man mit diesen Blöcken umgeht. Wie viele dieser Blöcke verbringt man mit anderen Leuten, wie viele verbringt man alleine? In wie vielen schafft man Dinge, in wie vielen konsumiert man?
Wenn man sich seinen Tag als ein Gitter von 10x10 Blöcken vorstellt und jeden dieser Blöcke einem Zweck oder einer Tätigkeit zuordnen müsste, würde man sein Leben genau so planen und priorisieren?


In der Grafik unten sind die 100 Blöcke einmal bildhaft dargestellt. (Ein größeres Bild findet man im WWB-Blog als PDF)


Motivation, Zeitmanagement





Wie jemand seine Blöcke ausgibt, ist eine Sache der persönlichen Prioritäten, die jeder nur für sich selbst entscheiden kann. Ich finde, dass diese Methode den Blick auf die tägliche Lebenszeit ändert und auch schärft.
Besonders spannend finde ich die Fragen: Wie viele Blöcke gebe ich jeden Tag für Social Media aus? Wie viele für meine persönliche Weiterentwicklung?
Wenn ich täglich 10 Minuten dafür nutze, beim Tagebuchschreiben meine Gedanken zu reflektieren, habe ich einen Block bzw. 1% meiner Wachen Zeit dafür verwendet. Zieht da das Argument 'Dafür fehlt mir einfach die Zeit' noch?
Wie viele Blöcke verbringe ich vor dem Fernseher, ohne direkten Gegenwert, außer ein wenig Kurzweile? Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dann sind es doch einige. Alleine eine Folge Simpsons entspricht drei Blöcken, wovon ein fast Block Werbung ist.
Der Sinn dieser Methode ist es nicht, sich selbst oder anderen irgend etwas madig zu machen, sondern für sich selbst seinen Umgang mit Zeit mal von außen zu betrachten.


Wenn man sich bildhaft vergegenwärtigen möchte, wie man seinen Tag so verbringt, kann man die etwas abgeänderte Grafik unten verwenden. Statt der ca. 100 Blöcke Wachzeit sind hier die 1440 Minuten des Tages in 12x12 Kästchen unterteilt. Jetzt kann man jeder Tätigkeit, die man am Tag verrichtet eine Farbe geben: Schlafen z.B. Schwarz, Essen rot, Arbeit gelb...


Viel Spaß beim Ausmalen!


Zeitmanagemen, Life Hack

Siehe auch:

100 Blocks per day

Freitag, 5. Mai 2017

Crowdfunding the Development of a reliable Lucid Dream Induction Technique - Backer gesucht

Die beiden Psychologen Peter Michael Mross und Joachim Kildau benötigen unsere Unterstützung:
Bei Experiment.com haben sie eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um Geld für die ihr Forschungsvorhaben zu sammeln. Unter anderem sollen ein EEG und weiteres Zubehör angeschafft werden.

Ziel

Im Rahmen eines knapp zweijährigen Forschungsprojektes soll eine verlässliche Methode gefunden werden, Klarträume zu induzieren.
Dafür werden die bekanntesten und vielversprechendsten Klartraumtechniken auf ihre Wirksamkeit im Schlaflabor untersucht. Dabei wird ein reger Austausch mit der Community stattfinden. Besonders die neuere Klartraumtechniken wie SSILD und FILD / HILD sind wissenschaftlich noch kaum untersucht. Es soll weiterhin überprüft werden, ob sich der Erfolg der Klartraumtechniken im EEG oder in anderen Messwerten niederschlägt und ob auch der Umkehrschluss zutrifft: Führt es zu klaren Träumen, wenn man die gefundenen Veränderungen durch akustische oder optische Stimulation erzeugt?
Die Ergebnisse der Studie sollen dann frei zugänglich sein und so der Allgemeinheit zugute kommen.

Fürsprecher

Bei Experiment.com können Wissenschaftskollegen Projekte empfehlen. Dieses wird von Benjamin E. Klein von der Leibnitz Universität Hannover, Hartmut Klein von der FHDW Paderborn, Dr. Wolfgang Ambach von der Universität Freiburg und Dr. Ullrich Ott von der Universität Gießen unterstützt. Ullrich Ott ist Leiter der Arbeitsgruppe Veränderte Bewusstseinszustände an der Universität Gießen. Er ist durch seine Forschung der geistige Vater des Traumschuudans.

Fazit

Ich finde das Projekt super spannend und werde es selbst noch backen. Die Aussicht auf eine neue und wissenschaftlich abgesicherte Methode, um Klarträume zu induzieren finde ich großartig. Die Forscher sind selbst Klarträumer und haben eine große Nähe zur  Klartraum-Community - Das kann nur gut werden.

Siehe auch:

Development of a reliable lucid dream induction technique By Peter Michael Mross and Joachim Kildau @ Experiment.com
Interview mit den Machern auf Traumlektüre.com

Dienstag, 2. Mai 2017

Klartraum-Plausch - KTP

Alex vom Blog Traumlektüre.com hat den Klartraumplausch ins Leben gerufen. Hier tauschen Klarträumer und Klartraum-Blogger ihre Erfahrungen und Erlebnisse über wechselnde Themen aus.


Das Thema des ersten KTP lautet:


Was hast du in Bezug auf das Klarträumen erst durch mehrere Anläufe (inkl. Lösungsweg) gelernt?
Das ist eine spannende Frage. Sie ist sehr vielschichtig und lässt sich von unterschiedlichen Blickwinkel betrachten.
Warum sollte man eine Fähigkeit im Klartraum zur Meisterschaft bringen? Was habe ich davon?
Ich finde, dass einfach viel zu oft gefragt wird: 'Und was habe ich davon?' Welchen Nutzen, welche Rendite ziehe ich daraus? Warum?




Auch wenn auf den ersten Blick kein direkter Sinn in der Sache zu finden sein sollte, so kann die Erfahrung, die der Träumende macht, den Einsatz mehr als wettmachen. Wie 'Kunst um der Kunst willen' kann man sagen: 'Klarträume um der Klarträume willen'.
Man kann im Traum etwas perfektionieren, was einfach Spaß macht. Vielleicht das Fliegen. Mit jeder Übungseinheit im Klartraum verbessert sich das Erlebnis und es macht noch mehr Spaß.
Bei manchen Handlungen im Wachleben tritt der Effekt ein, dass ein Erlebnis mit zunehmender Wiederholung immer langweiliger wird. Die erste Fahrt mit der Achterbahn im WL ist noch total spannend. Die zehnte Achterbahnfahrt erscheint dann im Vergleich zur ersten ziemlich unspektakulär. Im Traum bzw. Klartraum sind jedoch alle Mechanismen, die das Erlebnis abstumpfen lassen, abgeschaltet bzw. werden umgangen.
Sobald das Fliegen im Klartraum in Ansätzen langweilig wird, wird das Erlebnis automatisch intensiver, realistischer, tiefer, weil sich die Wahrnehmung intensiviert und verfeinert.




Wenn das Erlebnis etwas näher an der Realität ist, kann man diese erweiterte bzw. vertiefte Wahrnehmung und Bewusstheit sogar mit ins Wachleben nehmen. Ein Teilnehmer des Braunschweiger Klartraumtreffens berichtete mir, dass er Essen im Traum unglaublich intensiv erlebt. Und seitdem er diese Erfahrungen im Traum gemacht hat, kann er das Essen im Wachleben viel intensiver erleben und genießen. Daraus ergibt sich ein riesiger Gewinn an Lebensqualität.


Sportler profitieren nachgewiesenermaßen vom Training im Klartraum. Je intensiver und störungsfreier sie im Klartraum üben können, um so deutlicher ist auch die Verbesserung ihrer Leistung in der Wachrealität. Die Perfektion einer Fähigkeit im Traum hat deutliche Auswirkungen auf ihr Leben.




Im buddhistischen Traumyoga gibt es Übungen und Empfehlungen, um die Traumwelt zu beeinflussen, also die Fähigkeit zur Traumkontrolle zu verbessern und perfektionieren. Der Sinn dahinter liegt darin, sich selbst von geistigen Einschränkungen zu befreien, sich zu dekonditionieren um so eine größere geistige Flexibilität zu bekommen. Tenzin Wangyal Rinpoche schreibt in 'Übung der Nacht': 'Nur bei ausreichender Flexibilität sind wir nicht mehr Karma-Getriebene. [...] Indem wir die bis dahin akzeptierten Grenzen der Erfahrung sprengen, wird unser Geist immer geschmeidiger und flexibler. Wir gewinnen Luzidität und dann Flexibilität, und schließlich wenden wir diese geistige Flexibilität auf unser ganzes Leben an.'

Meine Erfahrung

In meinen ersten Klarträumen gelang es mir nicht, durch Wände zu gehen, obwohl ich in vielen Berichten gelesen habe, dass es unglaublich einfach sei. Meistens blieb ich entweder in der Wand stecken und kam nicht weiter, oder ich landete in einem schwarzen Nichts und wachte kurz darauf auf. Aber mit jedem Traum klappte es besser. In einem etwas späteren Traum blieb ich wieder stecken, diesmal in einer Glastür. Sie verwandelte sich wieder in eine gummiartige Substanz. Wieder kam ich weder vor noch zurück, aber ich konnte mich in diese Substanz reinsetzen und schaukeln.
Kurze Zeit später hatte ich den Durchbruch: Ich drohte wieder stecken zu bleiben. Aus den Tiefen meines Unbewussten tauchte plötzlich die Erkenntnis auf, dass ich mich nicht auf das 'Durchgehen', sondern auf das 'Ankommen' konzentrieren sollte. Und sofort bekam ich von hinten einen Schubs und glitt problemlos durch die Wand hindurch.
Genau diese Denkstrategie hat mir im Klartraum schon oft weitergeholfen. Wohin ich den Impuls meiner Gedanken richte, in diese Richtung entwickelt sich der Traum. Nicht loslaufen, sondern ankommen. Nicht das Problem suchen, sondern die Lösung.
Ich finde es immer wieder beeindruckend, welche großen Auswirkungen solche kleinen Änderungen im Denken auf den Traum und die Traumwelt haben.


Durch diese Erkenntnis habe ich mein Repertoire sowohl im Traum als auch im Wachleben um eine Facette erweitern können. Ich konnte direkt erfahren: Wohin ich meine Aufmerksamkeit richte, das stärke ich (mental).
Manchmal ist der Weg einfach das Ziel. In dieser Situation wäre es kontraproduktiv, die Aufmerksamkeit auf das Ziel zu richten. Es ist gut, zwischen beiden Möglichkeiten wählen zu können.

Siehe auch:

Alle Beiträge zum Klartraum-Plausch