Mittwoch, 21. September 2016

Zen Dog - Ein Film mit Klartraumthematik


 Über eine Kickstarter-Kampagne wurde ein Independent-Film über das Klarträumen möglich: Zen Dog
Trapped by daily routine, a man experiences complete freedom by dreaming himself across the country in a psychedelic Volkswagen with the guiding words of philosopher Alan Watts. 






Siehe auch:

Mehr Informationen auf Kickstarter
Zen Dog in der IMDB
Offizielle Website









Dienstag, 20. September 2016

Klarträumen: Explain like I am 5

Klarträumen: Explain like I am 5

Jeder Mensch träumt jede Nacht. Man träumt sogar mehrmals. Wusstest Du, dass die meisten Säugetiere träumen? Vielleicht hast du schon mal eine Katze oder einen Hund gesehen, wie sie im Schlaf die Krallen bewegen. Aber auch Ratten und Mäuse träumen. Manchmal hat man schöne oder spannende Träume, manchmal nicht so schöne. Manche Menschen erinnern sich jeden Morgen an ihre Träume, andere erinnern sich seltener oder gar nicht. Manche wollen das auch gar nicht, weil sie sich nicht so für ihre Träume interessieren. Andere finden es spannend und möchten sich an ihre Träume erinnern. Das kann man üben, dazu kommen wir später noch.


Die meisten Menschen denken während sie träumen, dass das, was sie gerade erleben, ihnen wirklich passiert. Sie glauben, dass sie gerade wach sind und dass alles real ist. Erst wenn sie aufwachen, bemerken sie, dass sie gerade geträumt haben. Das ist aber nicht bei allen so. Manche Menschen wissen, dass sie träumen schon während sie träumen. Das nennt man dann einen Klartraum. Wenn man einen Klartraum hat und weiß, dass man träumt, dann kann man sich frei entscheiden, was man im Traum machen möchte. Man kann alles ausprobieren, was man möchte. Auch fliegen oder zaubern.


Warum können manche Leute das und andere nicht? Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass jeder lernen kann, solche Träume zu haben. Sie können auch erklären, warum manche Menschen erkennen können, dass sie gerade träumen. Es gibt nämlich einen ganz bestimmten Bereich im Gehirn, der alles, was man sieht oder hört, überprüft und versucht, es logisch zu begründen. Man nennt den Bereich auch „präfrontalen Cortex“. Das ist wie ein kleiner Mann im Kopf, der zu allem, was du siehst entweder sagt: „Ja, das kenne ich, das ist normal“. Oder er sagt: „Das kenne ich nicht! Warum ist das so?“. Wenn du zum Beispiel in die Schule gehst  und dein Lehrer oder deine Lehrerin plötzlich grüne Haare hat, dann regt sich dein präfrontaler Cortex und du wunderst dich und fragst dich, wie das passieren kann. Bei den meisten Menschen ist dieser Bereich im Schlaf nicht mehr so aktiv wie tagsüber und sie denken sich dann: „Ja, das wird schon stimmen, das ist bestimmt normal“. Auch wenn sie von fliegenden Pferden träumen.

Kritisches Bewusstsein

Wenn du das Klarträumen lernen möchtest, dann solltest du diesen kleinen Mann im Kopf trainieren, damit er ein richtiger Muskelprotz wird. Jedes Mal, wenn du dich gründlich fragst, ob alles so richtig ist und ob alles um dich herum auch logisch und normal ist, bekommt der kleine Mann ein wenig Training ab. Deshalb solltest du dir angewöhnen, dich jeden Tag ungefähr zehn- oder zwanzigmal zu fragen: „Ist das alles logisch oder könnte es sein, dass ich gerade träume?“ Das solltest du über den Tag gleichmäßig verteilt machen. Und nach ein paar Tagen oder Wochen ist dann der kleine Mann im Kopf so stark, dass er sogar im Schlaf noch Sachen überprüft und sich wundert. Für sehr unlogische Sachen solltest du ihm die Erklärung bereitlegen: „Das ist so, weil ich gerade träume“. Das solltest du dann sehr genau überprüfen. Wenn du ganz sicher sein willst. Um das genau zu überprüfen kannst du zum Beispiel deine Finger zählen. Im Traum hat man nämlich oft mehr oder weniger Finger an der Hand. Wenn man die Finger zählt und plötzlich sieben an der Hand hat, dann kann man sich ganz sicher sein, dass man gerade träumt. Eine andere Methode ist auch, sich die Nase zuzuhalten und versuchen zu atmen. Wenn das klappt, dann weißt du, dass du gerade träumst.

Traumtagebuch

Wichtig ist auch, dass du dich morgens an deine Träume erinnern kannst. Je besser du dich an die Träume erinnerst, umso wahrscheinlicher ist es auch, dass du einen Klartraum bekommst, wenn du die anderen Übungen fleißig machst. Man kann gut üben, sich an seine Träume zu erinnern, indem man jeden Tag am Morgen aufschreibt, was man in der Nacht geträumt hat. Man kann auch ein Bild davon malen oder sich mit seinen Freunden darüber unterhalten, was man geträumt hat. Noch besser klappt es, wenn man sich am Abend schon Papier oder ein Heft bereitlegt, in das man seine Träume dann aufschreiben oder aufmalen will. Es bringt auch was, wenn man sich fest vornimmt, dass man sich an seine Träume erinnert und sich beim Einschlafen immer wieder denkt: „Ich kann mich gut an Träume erinnern“. Man kann sich auch noch vornehmen, dass man in der Nacht einen Klartraum bekommt.

WBTB

Manchmal wacht man mitten in der Nacht auf, zum Beispiel weil man aufs Klo muss. Wenn man aufwacht, dann ist der kleine Mann, der alles überprüft, auch wach und aktiv. Wenn man sich dann hinlegt und weiterschläft, dann bleibt der kleine Mann noch eine Zeit lang aktiv, auch wenn man schon wieder eingeschlafen ist und schon träumt. Deshalb kann es auch gut passieren, dass man dann in so einem Fall einen Klartraum bekommt. Noch aktiver wird der kleine Mann, wenn man in der Nacht etwas länger wach bleibt. Vielleicht eine halbe Stunde oder eine Stunde. Manche stellen sich sogar extra dafür einen Wecker in der Nacht. Der weckt einen dann ungefähr drei Stunden, bevor man eigentlich aufstehen muss.  Natürlich sollte man, wenn man mitten in der Nacht für eine halbe Stunde wach bleibt, auch früher ins Bett gehen. Oder man macht das nur am Wochenende, wenn man am nächsten Tag nicht in die Schule gehen muss. Während du wach bist, kannst du schon ein paar Träume aufschreiben oder aufmalen. Jetzt hast du alles gemacht, damit der kleine Mann noch aktiver ist, als wenn du nur kurz wach gewesen wärst.


Wenn man all die Übungen jeden Tag fleißig macht, dann bekommt man schon bald einen Klartraum. Manche brauchen nur ein paar Tage dafür. Andere brauchen etwas länger, zum Beispiel ein paar Wochen.

Siehe auch:

Luzides Träumen erlernen - ein kurzes Tutorial
Das Klartraum-Ferienprogramm