Mittwoch, 9. November 2016

[Experimentelle Technik] Der Wormhole-WILD

Im englischen Lucid-Dreaming-Subreddit bin ich auf eine sehr interessante Variation der WILD-Routine gestoßen. Der Autor nennt sie die Wormhole-Method.
(Anleitung für einen Wormhole-WILD auf Englisch.)


Die Beschreibung

Wenn du bewusst einschläfst, um einen WILD zu bekommen, stelle dir vor, dass du dich durch einen windenden Wurmloch-Tunnel bewegst. Bildhaft sieht man das gut in den ersten paar Sekunden in diesem Video. Stelle dir vor, dass du dich recht schnell bewegst, aber nicht so schnell, dass das Visualisieren anstrengend wird. Dabei ist es nicht wichtig, wie bildhaft man visualisiert, wichtiger ist es, das Gefühl zu bekommen, dass man durch den Tunnel bewegt wird. Nach einiger Zeit wird sich das Gefühl verselbstständigen und man befindet sich  im Traum.


Der Autor hat mit dieser Methode sehr guten Erfolg. Er kann damit sehr zuverlässig Klarträume bekommen.


Kleine Variation

Dieser Tipp klingt sehr vielversprechend. Ich werde ihn bei meinen nächsten WILD-Versuchen ausprobieren und würde mich über ein Feedback in den Kommentaren sehr freuen.

Ich vermute, dass es deutlich leichter fällt, den Tunnel zu visualisieren, wenn man vorher sehr intensive und bildgewaltige Videos von psychedelischen Tunneln ansieht.


Tunnel 1; Tunnel 2; Tunnel 3; Tunnel 4
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Games meine Hypnagogien sehr beeinflussen. Sehr gut eignen sich die Spiele F-Zero, Wipeout HD und Inner Tube, in denen man Raumschiffe durch Tunnel steuern muss.

Siehe auch:

Hypnagoge Bilder hervorrufen
Der Counting-WILD
3D-Hypnagogien durch Videos
Visualisierungstraining












Donnerstag, 3. November 2016

[Review] Das Klartraum-Bootcamp



Alex von Traumlektuere.com hat freundlicherweise ein Review zu meinem Ebook 'Das Klartraum-Bootcamp' verfasst. Ich freue mich sehr, ihre Erfahrungen hier veröffentlichen zu dürfen.








Meine Erfahrungen zu Pygars Klartraum-Bootcamp

Laut Pygar bin ich eine der wenigen, die seinen »Klartraum-Bootcamp« bis zum Schluss »durchgehalten« haben.
Wobei ich persönlich anmerken muss, dass ich mich zu keinem Zeitpunkt dieser knapp 2,5 Monate weder dazu gezwungen gefühlt habe noch demotiviert an die Sache rangegangen bin.
Vielleicht besteht das Geheimnis vor allem darin, mit offenem Gemüt die jeweiligen Wochen-Aufgaben zu absolvieren und nicht mit dem konstanten Druck im Hintergrund, wie: »Ich will heute noch meine Traumerinnerung verbessern!« bzw. »Ich will schnellstens meine Klartraumanzahl erhöhen!«.
Ich bin eine relativ frequente Klarträumerin - ich träume zwar nicht jede Nacht klar, dafür mehrmals pro Nacht, und weiß inzwischen, wie leicht bzw. häufig die Klarträume in meinem Leben spontan vorkommen bzw. sich induzieren lassen.
Den Bootcamp habe während einer gelegentlichen »Durststrecke«, wie sie im Leben eines jeden Klarträumers vorkommt, durchgeführt. Das bedeutet, ich hatte nur einen Klartraum pro Woche bzw. mindestens zwei im Monat. Der Zeitpunkt war daher aussichtsreich, etwas Neues auszuprobieren und zu testen, ob ich mit Pygars Vorschlägen in meine übliche Routine zurückkehren kann.
Nach den zehn Wochen im Bootcamp habe ich festgestellt, dass besonders durch die Routenmethode die Traumerinnerung rapide zunimmt. Ich bin keine Langschläferin, schlafe sechs bis maximal acht Stunden täglich und habe mich im Verlauf des Bootcamps häufig an bis zu vier Träumen pro Nacht erinnern können, was zu meinen üblichen Spitzenwerten zählt.
Vor allem habe ich die nachhaltige Wirkung des Jonglierens unterschätzt: Nachdem ich unter Qualen einer tollpatschigen Frau diese Kunst innerhalb von neun Bootcamp-Einheiten beherrschen lernte, stellten sich überraschende Ergebnisse in Bezug auf meine Traum- und Meditationswelt ein: Es traten verstärkt falsche Erwachen, Hypnagogia und hypnopompe Eindrücke, Schlafparalyse sowie Astralsicht auf.
Diese Anzeichen deutete ich erfahrungsgemäß als günstige Vorboten für AKEs bzw. WILDs. Daher modifizierte ich meine Klartraumpraxis und konzentrierte mich von nun an ausschließlich auf das WILDing.
Aus diesem Grund rate ich denjenigen, die sich an den Bootcamp heranwagen, die auftretenden Symptome sowie Erfolgserlebnisse genau zu dokumentieren und ggf. ebenfalls auf das WILDing umzusteigen. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass das Jonglieren in Kombination mit den kreativen Schreibtätigkeiten ab Woche sieben eine schnellere und gleichzeitig konzentrierte Entspannung begünstigen, welche für wachinduzierte Klarträume und außerkörperliche Erfahrungen von Vorteil sind.
Nach Ablauf des Bootcamps kann ich mir vorstellen, dass auch angehende Klarträumer mit hoher Wahrscheinlichkeit ihren ersten Klartraum erleben werden, indem sie Pygars Anweisungen befolgen und nach Bedarf abändern, wenn beispielsweise SSILD dauerhaft keine Erfolge bringt. Der Zeitraum von zehn Wochen lässt das Vorkommen des ersten Klartraums realistisch erscheinen.
Ich empfehle, diesen Bootcamp unter Führung eines Tagebuchs durchzuziehen und darauf zu achten, ob die eigenen Träume an lebhaften Inhalten zunehmen bzw. präluzide Träume auf dem Weg zur Luzidität auftreten.
Der Bootcamp hat sich als eine gelungene »Auffrischungskur« in Bezug auf meine eigene Klartraumfähigkeit erwiesen. Dadurch habe ich meine Trockenphase überbrücken und meine Klartraumanzahl auf rund sechs pro Woche steigern können.
Meiner Erfahrung nach empfehle ich den Praktizierenden, den Bootcamp zusätzlich mit regelmäßigem Üben für einen WILD bzw. DEILD-Ketten zu kombinieren. Mir scheint, dass mit dem flüssigen Schreiben in den letzten Wochen ein nahezu fließender Übergang in die Traumwelt stattfindet.




Alex, »Traumlektüre«

Mittwoch, 21. September 2016

Zen Dog - Ein Film mit Klartraumthematik


 Über eine Kickstarter-Kampagne wurde ein Independent-Film über das Klarträumen möglich: Zen Dog
Trapped by daily routine, a man experiences complete freedom by dreaming himself across the country in a psychedelic Volkswagen with the guiding words of philosopher Alan Watts. 






Siehe auch:

Mehr Informationen auf Kickstarter
Zen Dog in der IMDB
Offizielle Website









Dienstag, 20. September 2016

Klarträumen: Explain like I am 5

Klarträumen: Explain like I am 5

Jeder Mensch träumt jede Nacht. Man träumt sogar mehrmals. Wusstest Du, dass die meisten Säugetiere träumen? Vielleicht hast du schon mal eine Katze oder einen Hund gesehen, wie sie im Schlaf die Krallen bewegen. Aber auch Ratten und Mäuse träumen. Manchmal hat man schöne oder spannende Träume, manchmal nicht so schöne. Manche Menschen erinnern sich jeden Morgen an ihre Träume, andere erinnern sich seltener oder gar nicht. Manche wollen das auch gar nicht, weil sie sich nicht so für ihre Träume interessieren. Andere finden es spannend und möchten sich an ihre Träume erinnern. Das kann man üben, dazu kommen wir später noch.


Die meisten Menschen denken während sie träumen, dass das, was sie gerade erleben, ihnen wirklich passiert. Sie glauben, dass sie gerade wach sind und dass alles real ist. Erst wenn sie aufwachen, bemerken sie, dass sie gerade geträumt haben. Das ist aber nicht bei allen so. Manche Menschen wissen, dass sie träumen schon während sie träumen. Das nennt man dann einen Klartraum. Wenn man einen Klartraum hat und weiß, dass man träumt, dann kann man sich frei entscheiden, was man im Traum machen möchte. Man kann alles ausprobieren, was man möchte. Auch fliegen oder zaubern.


Warum können manche Leute das und andere nicht? Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass jeder lernen kann, solche Träume zu haben. Sie können auch erklären, warum manche Menschen erkennen können, dass sie gerade träumen. Es gibt nämlich einen ganz bestimmten Bereich im Gehirn, der alles, was man sieht oder hört, überprüft und versucht, es logisch zu begründen. Man nennt den Bereich auch „präfrontalen Cortex“. Das ist wie ein kleiner Mann im Kopf, der zu allem, was du siehst entweder sagt: „Ja, das kenne ich, das ist normal“. Oder er sagt: „Das kenne ich nicht! Warum ist das so?“. Wenn du zum Beispiel in die Schule gehst  und dein Lehrer oder deine Lehrerin plötzlich grüne Haare hat, dann regt sich dein präfrontaler Cortex und du wunderst dich und fragst dich, wie das passieren kann. Bei den meisten Menschen ist dieser Bereich im Schlaf nicht mehr so aktiv wie tagsüber und sie denken sich dann: „Ja, das wird schon stimmen, das ist bestimmt normal“. Auch wenn sie von fliegenden Pferden träumen.

Kritisches Bewusstsein

Wenn du das Klarträumen lernen möchtest, dann solltest du diesen kleinen Mann im Kopf trainieren, damit er ein richtiger Muskelprotz wird. Jedes Mal, wenn du dich gründlich fragst, ob alles so richtig ist und ob alles um dich herum auch logisch und normal ist, bekommt der kleine Mann ein wenig Training ab. Deshalb solltest du dir angewöhnen, dich jeden Tag ungefähr zehn- oder zwanzigmal zu fragen: „Ist das alles logisch oder könnte es sein, dass ich gerade träume?“ Das solltest du über den Tag gleichmäßig verteilt machen. Und nach ein paar Tagen oder Wochen ist dann der kleine Mann im Kopf so stark, dass er sogar im Schlaf noch Sachen überprüft und sich wundert. Für sehr unlogische Sachen solltest du ihm die Erklärung bereitlegen: „Das ist so, weil ich gerade träume“. Das solltest du dann sehr genau überprüfen. Wenn du ganz sicher sein willst. Um das genau zu überprüfen kannst du zum Beispiel deine Finger zählen. Im Traum hat man nämlich oft mehr oder weniger Finger an der Hand. Wenn man die Finger zählt und plötzlich sieben an der Hand hat, dann kann man sich ganz sicher sein, dass man gerade träumt. Eine andere Methode ist auch, sich die Nase zuzuhalten und versuchen zu atmen. Wenn das klappt, dann weißt du, dass du gerade träumst.

Traumtagebuch

Wichtig ist auch, dass du dich morgens an deine Träume erinnern kannst. Je besser du dich an die Träume erinnerst, umso wahrscheinlicher ist es auch, dass du einen Klartraum bekommst, wenn du die anderen Übungen fleißig machst. Man kann gut üben, sich an seine Träume zu erinnern, indem man jeden Tag am Morgen aufschreibt, was man in der Nacht geträumt hat. Man kann auch ein Bild davon malen oder sich mit seinen Freunden darüber unterhalten, was man geträumt hat. Noch besser klappt es, wenn man sich am Abend schon Papier oder ein Heft bereitlegt, in das man seine Träume dann aufschreiben oder aufmalen will. Es bringt auch was, wenn man sich fest vornimmt, dass man sich an seine Träume erinnert und sich beim Einschlafen immer wieder denkt: „Ich kann mich gut an Träume erinnern“. Man kann sich auch noch vornehmen, dass man in der Nacht einen Klartraum bekommt.

WBTB

Manchmal wacht man mitten in der Nacht auf, zum Beispiel weil man aufs Klo muss. Wenn man aufwacht, dann ist der kleine Mann, der alles überprüft, auch wach und aktiv. Wenn man sich dann hinlegt und weiterschläft, dann bleibt der kleine Mann noch eine Zeit lang aktiv, auch wenn man schon wieder eingeschlafen ist und schon träumt. Deshalb kann es auch gut passieren, dass man dann in so einem Fall einen Klartraum bekommt. Noch aktiver wird der kleine Mann, wenn man in der Nacht etwas länger wach bleibt. Vielleicht eine halbe Stunde oder eine Stunde. Manche stellen sich sogar extra dafür einen Wecker in der Nacht. Der weckt einen dann ungefähr drei Stunden, bevor man eigentlich aufstehen muss.  Natürlich sollte man, wenn man mitten in der Nacht für eine halbe Stunde wach bleibt, auch früher ins Bett gehen. Oder man macht das nur am Wochenende, wenn man am nächsten Tag nicht in die Schule gehen muss. Während du wach bist, kannst du schon ein paar Träume aufschreiben oder aufmalen. Jetzt hast du alles gemacht, damit der kleine Mann noch aktiver ist, als wenn du nur kurz wach gewesen wärst.


Wenn man all die Übungen jeden Tag fleißig macht, dann bekommt man schon bald einen Klartraum. Manche brauchen nur ein paar Tage dafür. Andere brauchen etwas länger, zum Beispiel ein paar Wochen.

Siehe auch:

Luzides Träumen erlernen - ein kurzes Tutorial
Das Klartraum-Ferienprogramm

Dienstag, 9. August 2016

Düsseldorf 11.08.2016: Luzides Träumen - Semesterpräsentation des Institue of Design

Am Donnerstag, den 11.08. findet eine Semesterpräsentation mit Vortrag, Diskussion und Workshop zum Thema Klarträume und Virtual Reality statt:


http://www.nrw-forum.de/ausstellungen/planet-b

11.8. | 11-13 Uhr
Luzides Träumen Semesterpräsentation des Institute of Design Düsseldorf (IND)


11.8. | 13-18 Uhr
Luzides Träumen vs. Virtuelle Realität - Vortrag, Diskussion, Workshop


Studenten des IND Düsseldorf präsentieren ihre Semesterarbeiten im Kurs Interface Design zum Thema Luzides Träumen vs. Virtuelle Realität. Die im Kurs entstandenen Projekte beleuchten das Thema, zeigen Chancen und Gefahren der Technologie auf und geben durch experimentelle Objekte und Installationen einen Ausblick auf die Zukunft des Traumes. 
https://digitale-spielewelten.de/magazin/gaming-interfaces-vr-nrw-forum-dusseldorf-planet-b/28

Freitag, 29. Juli 2016

Rhythm Napping Timer Files

Rhythm Napping ist eine relativ neue Klartraumtechnik, die sehr schnell und sehr zuverlässig Erfolge bringen soll. Das Kernstück der Technik ist der Timer, eine MP3-Datei, die die Träumenden beim Wilden in regelmäßigen Abständen weckt. Danach versucht man, bewusst wieder einzuschlafen und zu träumen oder man baut den Signalton in seinen Traum ein. Genau wird die Technik im Klartraumforum.de erklärt.


Wie Rhythm Napping funktioniert (Kurzfassung)

Schritt 0: Lade dir einen Rhythm-Napping-Timer, z.B. einen der beiden, die du am Ende dieses Artikels findest, herunter.


Schritt 1: Gehe am Abend ganz normal zu Bett, stelle dir aber den Wecker etwa zwei bis drei Stunden früher, so dass du etwa 4 bis 6 Stunden Schlaf bekommst. Stehe mit dem Wecker auf und bleibe etwa 3 Minuten wach. Während dieser Zeit kannst du einen leichten Snack zu dir nehmen oder etwas trinken. Um richtig wach zu werden, kannst du dein Gesicht mit kaltem Wasser waschen. Lege dich am Ende der 30 Minuten wieder hin


Schritt 2: Nimm deinen MP3-Player oder dein Smartphone und starte den Timer. Der Timer sollte laut genug eingestellt sein, dass er dich wirklich weckt.


Schritt 3: Entspanne dich und versuche, einzuschlafen. Jedes Mal, wenn du vom Timer geweckt wirst, bleibe still liegen und versuche, bewusst einzuschlafen. Der Timer wird dich in regelmäßigen Abständen immer wieder aufwecken. Bei jedem Signalton hast du eine neue Chance, bewusst in den Traum zu gleiten. Wenn es dir beim ersten Mal nicht gelingt, mach dir nichts draus: Du hast mehr als genügend weitere Gelegenheiten.



Bislang habe ich keinen Rhythm-Napping-Timer gefunden, der mir persönlich gefallen hat, deshalb habe ich mit Audacity einen erstellt.

Wichtig war mir:
  • Das Signal ertönt am Anfang der Datei mehrmals, damit man die Lautstärke einstellen kann. Es sollte so laut sein, dass man am Anfang noch geweckt wird, jedoch nicht unangenehm. 
  • Das Signal ist relativ kurz. Ein zu langes Signal finde ich störend. 
Als Signal habe ich eine Klangschale verwendet. 

Kurzer Rhythm-Napping-Timer  (ca. 25 min)

Dieser Timer eignet sich besonders für ein Nap am Nachmittag.

Download - Pygar's Lunch Break

Langer Rhythm-Napping-Timer (ca. 1h 44min)

Dieser Timer eignet sich, wenn man nach einem WBTB aussschlafen kann. Es wurden die von Saltcube empfohlenen Zeitintervalle (je 8, 4, 8, 12, 16 ,20, 20, 4, 4, 4, 4 Minuten) verwendet.

Download - Pygar's WBTB - Bowl

Siehe auch:
Beschreibung der Technik im Klartraumforum.de
Rhythm Napping File von Nicolas und Thomas

Mittwoch, 27. Juli 2016

[Klartraumbericht] Meditation im Klartraum


Der User nujurzy87 hat einen großartigen Klartraumbericht im Lucid-Dreaming-Subreddit veröffentlicht. Ich bin ihm sehr dankbar für die Erlaubnis, den Bericht zu teilen. Die Übersetzung ist von mir.


In meinem letzten Klartraum entschied ich mich zu meditieren. Während ich träumte, fragte ich mich, wie viel tiefer man gehen kann, wenn man in einem luziden Traum meditiert?
Also setzte ich mich hin wie ein Mönch, schloss die Augen, klärte meine Gedanken und richtete die Aufmerksamkeit auf meine Atmung.
Schnell verlor ich jedes Gefühl für meinen Körper, der in diesem Traum nicht real war. Ich sah Blitze in allen Farben und Licht, dann verschwand es und ich sah Affen in einem Dschungel. Ich fühlte mich wie einer von ihnen.
Dann sah ich Mönche, die mit mir gemeinsam in mehreren Reihen meditierten, beinahe so, als würde ich auf mich und die Mönche herabsehen. Es war wie ein Bild, so ruhig war es und nichts bewegte sich. Danach sah ich das alte Ägypten aus der Vogelperspektive. Es war Nacht und es schien, als wäre ich in der Zeit zurückgereist und ich sähe die Zivilisation von damals. Ich sah die Pyramiden, sah Dörfer und jedes Gebäude und jede Wand hatte Fackeln um die Dörfer und Städte zu beleuchten. Es sah so majestätisch aus und ich konnte erkennen, dass diese alte Zivilisation sehr spirituell war. Ich fühlte mich so zu Hause, ich kann das nicht erklären. Es fühlte sich an, als hätten wir unseren Weg verloren als ich so auf diese alte Stadt herunterblickte. Als würden diese Menschen etwas verstehen, was wir nicht verstehen.


Dann plötzlich schoss ich in den Weltraum, fast in Lichtgeschwindigkeit und nach 5 bis 6 Sekunden wurde die Erde so winzig, dass ich sie nicht mehr sehen konnte. Während ich in Richtung Weltraum bis hin zum Ende des Universums flog, fühlte es sich an, als würden alle Menschen auf der Welt ebenfalls in den Weltraum fliegen, jeder in eine andere Richtung. Sie zogen alle eine Spur aus hellem Licht hinter sich her - wie ein Komet. Manche waren ruhig, andere hatten Angst und versuchten, sich an anderen festzuhalten und schrien dabei vor Angst.


Dann wurde der Abstand von der Erde und den anderen Leuten, die mit mir ins All flogen - tausende und abertausende wie es schien- so groß, dass ich mich allein fühlte. Mehr allein, als ich mich je in meinem Leben gefühlt habe, aber auf eine gute Weise. Als ich so unglaublich weit von unserem Planeten und unserer Spezies war, fühlte ich mich mit etwas Mächtigem verbunden. Etwas sehr Mächtigem.


Ich hörte ein Polter, das lauter und lauter wurde. Und heißer und heißer. Ich machte die Augen auf, immer noch im Trau und dachte mir: "Möglicherweise ging ich ein wenig zu tief"
Als ich die Augen öffnete saß ich an einen Baum im Wald gelehnt. Es fühlte sich an als wäre gerade Nacht. Ich schaute in den Himmel und sah bunte Sterne. Ich saß da und fuhr mit den Händen und Fingern durch das Gras und es fühlte sich so real an.


Daraufhin weckte ich mich auf. Ich war erstaunt über dieses Erlebnis. Ich nahm mir vor, dass ich in meinem nächsten Klartraum wieder meditieren würde. Ganz egal wie sehr es mich erschrecken würde, ich werde nicht mit dem Meditieren aufhören und meine Augen öffnen. Ich möchte sogar noch tiefer gelangen. So tief wie man nur kommen kann. Und ich frage mich, was ich dort finden werde?


Ich hoffe, dass ich es herausfinden werde. Sobald ich es herausgefunden habe, werde ich meine Erfahrung hier teilen.




Quelle

Montag, 18. Juli 2016

Was Träume über uns verraten - Planet Wissen mit Ursula Voss

Das Wissensmagazin Planet Wissen vom WDR hat eine Sendung den Träumen und den klaren Träumen gewidmet: Was Träume über uns verraten.


Die Sendung ist noch bis 2021 in der ARD-Mediathek verfügbar.

Dienstag, 28. Juni 2016

Klarträumen in Orange is the new Black

In Folge 04x04 (Doctor Psycho) der Netflix-Serie 'Orange is the new Black' wird das Klarträumen kurz erwähnt.


Poussey: Well, you can't really do that. (chuckling) You can't control what goes on in your dreams. Uh, yeah, you can. What? It's called lucid dreaming.
No. No, no, no. Lucid dreaming is when you talk to yourself in your dreams. Like, "Hey, you. Wake up. You didn't actually go to school naked." (giggles)
Well, whatever it's called, you can totally curate pictures and themes that go into your brain. Like your own private film festival.

Transcript der Episode







Michio Kaku - Vortrag über Träumen und Klarträumen auf dem ISTE2016

Der Physiker Michio Kaku hielt den Eröffnungsrede im Colorado Convention Center in Denver zur Tagung der International Society for Technology in Education.




Bild vom Vortrag


Sein Vortrag hatte unter anderem das Klarträumen zum Thema.
Leider ist über den Vortrag online wenig herauszubekommen. Der EdinaTech-Blog erwähnt, dass er auf das Klarträumen eingegangen ist.


Den Vortrag selbst findet man nur in Auszügen:







Prof. Kaku kennt das Klarträumen schon länger. Dieses Video ist aus dem Jahr 2014








Dienstag, 21. Juni 2016

Sleep Meditation - Ein anderer Ansatz

Einen neuen Ansatz, um Klarträume zu bekommen stellt James F. Pagel in seinem Beitrag 'Lucid Dreaming as Sleep Meditation' im Buch  Lucid Dreaming: New Perspectives on Consciousness in Sleep vor.

Meditation im Schlaf

Die Verschmelzung von Schlaf und Meditation wurde erstmals von Prahevajra (184-57 v.Chr.) in der Dzogchen-Schule des tibetischen Buddhismus erwähnt. Seit über zwei Jahrtausenden spielt diese Art der Meditation eine Rolle im Buddhismus und Hinduismus.

Meditation im Schlaf ist ein ungewöhnliches Phänomen: einerseits zeigen die Gehirnwellen im EEG leichten Schlaf, REM-Schlaf oder sogar Tiefschlaf an, auf der anderen Seite ist der Meditierende bewusst und kann sogar die Meditationshaltung aufrecht halten und das, was er erlebt steuern.

Sie kommt häufig vor, wenn der oder die Meditierende unausgeschlafen, müde oder gelanweilt ist. Erfahrene Meditierende können sofort in eine so tiefe Meditation einsteigen, die man vom Klartraum praktisch nicht mehr unterscheiden kann.

Ein anderer Weg

Die klassischen Klartraumtechniken wie kritisches Bewusstsein funktionieren am besten, wenn man ausschlafen kann und dadurch eine gute Traumerinnerung hat. Das ist aber nicht für jeden der Fall. Schichtarbeiter oder Menschen, die entgegen ihrem Biorhythmus arbeiten müssen, sind bei den alten Ansätzen eindeutig im Nachteil. Dieser Nachteil wandelt sich hier zum Vorteil.

Der Unterschied zum WILD

Diese Technik ist der klassischen WILD-Technik des bewussten Einschlafens sehr ähnlich. Wo liegen genau die Unterschiede?
Einerseits die Intention, mit der man an die Technik heran geht. Das primäre Ziel des bewussten Einschlafens ist es, direkt in einen Klartraum zu gelangen. In der Regel stellt man sich keinen Wecker. Die Meditation im Schlaf ist in erster Linie eine Meditation, bei der man die Bewusstseinsinhalte beobachtet und seine Wahrnehmung schult. Wenn dabei ein Klartraum entsteht, ist das ein angenehmer Nebeneffekt. Außerdem ist die Meditation zeitlich begrenzt.

TLDR: Meditiere, wenn du sehr müde bist und erlebe den Schlaf bewusst

Im tibetischen Traumyoga gibt es noch deutlich ausführlichere Methoden und ganze Tagesprogramme. Einen kurzen Vorgeschmack bietet diese Übung:

Man setzt sich aufrecht hin, etwa in den Lotossitz, den Schneidersitz oder bequem mit geradem Rücken auf eine Stuhl und stellt einen Timer. Mit der Dauer kann man etwas experimentieren. Für Anfänger 20 Minuten, im Tibetischen Traumyoga wird standardmäßig mit 2 Stunden gearbeitet.
Diese Übung funktioniert am besten, wenn man sehr müde ist.

Nun beginnt man für eine gewisse Zeit zu meditieren. Man kann seinen Atem oder seinen Körper beobachten oder etwas visualisieren. Dabei lässt man zu, dass der Körper einschläft und das Gehirn zu träumen beginnt. Das beobachtet man mit einem wachen Geist.

Am Ende überträgt man das Erlebte in sein Traumtagebuch.

Effekte

Ein weiterer Vorteil ist, dass man an Träume und Hypnagogien aus der Schlafmeditation sogar eine noch bessere Erinnerung hat als an die normalen Nachtträume.

Vermutlich hat diese Form der Meditation einen Einfluss auf die allgmeine Traumerinnerung und die Klartraumhäufigkeit.

Siehe auch:

Klarheit erhöhen: aufrecht schlafen 
Rhythm Napping
Breaking down the Wall 

Lucid Dreaming: New Perspectives on Consciousness in Sleep bei Amazon.de
Übung der Nacht: Tibetische Meditationen in Schlaf und Traum bei Amazon.de

Mittwoch, 15. Juni 2016

Les Rêves et les moyens de les diriger - jetzt auf Englisch erhältlich

Das älteste westliche Buch über das Klarträumen stammt aus dem Jahr 1867. Les Rêves et les moyens de les diriger  von Marie Jean Léon le Coq, Baron d’Hervey, Marquis de Saint-Denys war bis vor kurzem nur auf Französisch erhältlich.


In einer Kickstarter-Kampagne wurde das Buch ins Englische übersetzt und ist jetzt kostenlos als eBook erhältlich.

Pionier der Klartraumforschung

Der Marquis de Saint-Denys (1822-1892) ist ein Pionier der Traum- und Klartraumforschung. Im Alter von 13 Jahren begann er, seine Träume aufzuschreiben und entwickelte im Laufe der Zeit Methoden, um die Träume zu steuern.


Sigmund Freud schreibt in Die Traumdeutung:
Der Marquis d’Hervey (Vaschide p. 139) behauptete, eine solche Macht über seine Träume gewonnen zu haben, daß er ihren Ablauf nach Belieben beschleunigen und ihnen eine ihm beliebige Richtung geben konnte. Es scheint, daß bei ihm der Wunsch zu schlafen einem anderen vorbewußten Wunsch Raum gegönnt hatte, dem, seine Träume zu beobachten und sich an ihnen zu ergötzen.
Trotz aller Bemühungen gelang es Freud nicht, eine Ausgabe des Buches zu bekommen, so dass er nur auf Sekundärliteratur zurückgreifen musste. Kurz nach der Veröffentlichung ging der Verleger bankrott, so dass das Buch fast nicht mehr erhältlich war. Wie hätte sich die Geschichte des Klarträumens entwickelt, wenn Freud eine Ausgabe des Buches hätte ergattern können?

Hochgebildet und vielseitig interessiert


Neben seiner Forschungstätigkeit war der Marquis de Saint-Denys Professor für Chinesisch und Kommissar für das chinesische Reich bei der Weltausstellung Paris 1867. Als Übersetzer übertrug er chinesische und spanische Bücher ins Französische und entwickelte eine Übersetzungstheorie.


In ihrem Artikel An Historical View of "Dreams and the Ways to Direct Them; Practical Observations beklagen C.M. den Blanken & E.J.G. Meijer, dass über so eine hochgebildete Persönlichkeit nicht mehr biographische Details verfügbar sind.

Siehe auch:

Artikel über Léon d’Hervey de Saint-Denys in der Wikipedia
Artikel über Léon d’Hervey de Saint-Denys in der englischen Wikipedia
Download es eBooks
The King of Dreams - Radio BBC4 - Beitrag über das Klarträumen mit vielen Zitaten aus "Dreams and how to guide them"

Freitag, 15. April 2016

Generationen der Klartraumtechniken

Am letzten Klartraumtreffen in Braunschweig haben wir darüber gesprochen, dass man die Klartraumtechniken sowohl zeitlich als auch thematisch in 'Generationen' unterteilen kann. Man sieht dabei sehr schön eine Entwicklung.

Die erste Generation: Traumtagebuch, Traumarbeit, Affirmation, Intention

Die erste Generation von Klarträumern im westlichen Kulturkreis, beginnend beim Marquis de Saint-Denys über Frederik van Eeden zu Carlos Castaneda und Ann Faraday verwendeten hauptsächlich diese Methoden, um Klarträume zu induzieren.


Durch eine intensive Beschäftigung mit den eigenen Träumen und einem detaillierten Aufschreiben entwickelt man über kurz oder lang eine Bewusstheit, die sich dann auch in die Träume überträgt.


Ein anderer Ansatz besteht darin, sich einfach vorzunehmen, in der Nacht einen Klartraum zu bekommen oder sich beim Einschlafen immer wieder vorzusagen: "Ich träume klar, mir wird im Traum bewusst, dass ich träume"

Die zweite Generation: Kritisches Hinterfragen

1959 entwickelte Paul Tholey noch als Student die Reflexionstechnik. Diese Methode geht davon aus, dass man im Wachleben antrainierte Gewohnheiten über kurz oder lang mit in den Traum nimmt. Der Kernaspekt besteht darin, sich täglich mehrmals zu fragen, ob man gerade träumen könnte. Diese Technik ist weit verbreitet und heute unter dem Namen DILD und kritisches Bewusstsein bekannt.

Die dritte Generation: Wake Back To Bed mit Variationen

Die Klartraumforscher Stephen LaBerge und Patricia Garfield machten die Beobachtung, dass Klarträume besonders in Nächten auftreten, in denen der Nachtschlaf unterbrochen wurde. Die Anwendung der WBTB-Methode war ein Durchbruch in den Klartraumtechniken und öffnete die Möglichkeit für eine neue Generation von Klartraumtechniken: WILD, MILD, Rhythm Napping, HILD...

Die vierte Generation: Shortcuts

Durch die zunehmende Bekanntheit des Klarträumens und der weiteren Vernetzung der Community entstanden neue Techniken, die durch die Ausnutzung kleiner Kniffe wiederum effektiver wurden. Die Technik iWILD / DEILD, die durch Michael Raduga entwickelt wurde, ermöglicht es, nach dem Aufwachen aus einem Traum durch stilles Liegenbleiben direkt in einen Klartraum zu gelangen.


SSILD von Cosmic Iron ist ebenfalls ein gutes Beispiel für diese neue Generation von Klartraumtechniken.

Donnerstag, 14. April 2016

Neue Umfrage: Hängen Klarträume und Schlafparalysen zusammen?

Es werden Klarträumer und Nicht-Klarträumer gesucht. Wer macht mit bei einer Umfrage zum Thema:


Lucid Dreaming & Sleep Paralysis





Wer macht mit? Die Teilnahme dauert nur knapp eine Minute.

Montag, 21. März 2016

Am Donnerstag, 24. März 2016: Klartraumdoku auf 3Sat


"Bewusst träumen"  
scobel am Donnerstag, 24. März 2016, um 21.00 Uhr


Kommenden Donnerstag kommt auf 3Sat eine einstündige Dokumentation über Klarträume. Man darf gespannt sein.


Edit:
Hier der Link zur 3Sat-Mediathek


Oder auf Youtube:

3D-Hypnagogien durch Videos

Der Youtube-Künstler Matt Reed hat zwei sehr schöne und trippige Videos gemacht. Mich erinnern sie an meine hypnagogen Bilder. Man sieht sich die Videos mit dem Stereogramm-Blick an. Man schaut auf einen Punkt hinter dem Bildschirm, so dass die beiden Bilder des Videos zu einem dritten Bild in der Mitte verschmelzen. [Anleitung für den Stereogramm-Blick auf Englisch]


Als ich diese Videos ein paar Mal angesehen habe, hatte ich den Abend darauf dreidimensionale hypnagoge Bilder.
Was passiert dann erst, wenn man diese Videos während eines WBTBs ansieht?



.
.


Ebenfalls ein schönes Video, allerdings von einem anderen Künstler:
.

Donnerstag, 17. März 2016

"Klarträume" mit der Oculus Rift


Für die Virtual Reality Brille Oculus Rift gibt es sehr beeindruckende und auch für Klarträumer interessante Anwendungen.


Alleine zwischen der Klarträumer- und der Virtual-Reality-Community gibt es vermutlich  eine nicht geringe Schnittmenge. Da ist es nicht verwunderlich, dass einige der Spiele einen direkten Bezug zum Klarträumen haben.


Interessant finde ich auch die Überlegung in die andere Richtung: Da die Fähigkeit zum Klarträumen bei Gamern häufiger vorkommt als bei der restlichen Bevölkerung, wie verhält es sich mit den Nutzern der VR-Brille? Welchen Einfluss hat es auf die Träume, vor dem einschlafen noch kurz in eine VR abzutauchen?


Jane Gackenbach untersuchte die in einer Studie Träume von VR-Anwendern und konnte einen Zusammenhang nachweisen:
A survey Gackenbach conducted in conjunction with her study finds a correlation between heavy Rift usage and increased dream lucidity. Participants, including both Rift developers and gamers, described having increasingly lucid dreams as they spent more time immersed in virtual reality. “I seem more in control of my dreams now and am somewhat aware that it is a dream,” one technical writer reported.

Quelle


As der Community gibt es ebenfalls ähnliche Rückmeldungen: Virtual Reality hat bei vielen Anwendern die Wirkung, die Träume klarer und strukturierter zu machen. (Vielen Dank an TheWolf16 aus dem Klartraumforum für die Links)


https://www.reddit.com/r/oculus/comments/3de9no/tell_us_about_how_oculus_rift_has_affected_your/
https://www.reddit.com/r/oculus/comments/1xzogi/oculus_rift_improves_ability_to_have_lucid_dreams/
https://www.reddit.com/r/oculus/comments/1i2nvr/been_having_lucid_dreams_every_night_since_using/
https://www.reddit.com/r/oculus/comments/1e87fr/oculus_rift_and_lucid_dreaming/
https://forums.oculus.com/viewtopic.php?t=6304
https://forums.oculus.com/viewtopic.php?f=24&t=350


Edit2:
Das VR-Spiel Lucid Trips ist sogar von Klarträumen inspiriert worden.









Besonders das erste Video finde ich genial. Wenn man den Parallelblick anwendet, mit dem man auch Stereogramme betrachtet, dann bekommt man einen kleinen Vorgeschmack, wie es mit einer VR-Brille wirken muss.













.

.





Siehe auch:


Virtual Reality als Vorstufe zu Klarträumen
Icaros VR - Fitnesstraining und Klartraumtraining?
A Rift in Reality - Exploring the Oculus Rift's effect on Dream and Waking Realities - by Jayne Gackenbach

Mittwoch, 16. März 2016

Klarträumer, Gamer und Meditierende für eine Umfrage gesucht

Für eine Studie werden Teilnehmer gesucht. Die Betreuerin des Projektes ist  Jayne Gackenbach, Ph.D., Department of Psychology, MacEwan University. Die Teilnahme an dieser Umfrage kann nur spannend werden.

Hello there, 
What are the unknown interactions of meditation? Of video gaming? In the psychology department of MacEwan University we are currently completing some interesting research in the area of dreams, video gaming, and meditation as part of an ongoing study of human behaviour. 
Right now we are looking for participants that are avid gamers or meditators to complete an online survey. The survey includes general questionnaires and interactive components that in total take about 1 hour to finish.Everything in the survey is anonymous and can be saved and continued at any point on the same computer within one week of starting.For this survey to provide valid results a large sample of individual survey participants is required and that is why I would like to thank every single person who takes the time to complete the survey and contribute to my research.Here is the link: https://macewanpsych.us.qualtrics.com/SE/?SID=SV_0TXMFze77RJEpAp  
Take the survey yourself and share it around if you find its content and purpose particularly interesting!
Quelle

Mittwoch, 3. Februar 2016

[Review] Garantiert Klarträumen - Uli Kieslich

Das Buch 'Garantiert Klarträumen'* von Uli Kieslich ist das ideale Übungsbuch für Klarträumer und solche, die es werden wollen. Egal, ob man schon einige Klarträume hatte oder sich ganz frisch mit dem Thema befasst. Nur wer sich noch nicht sicher ist, ob er überhaupt das Klarträumen erlernen möchte, ist meiner Meinung nach mit Paul Tholeys Buch 'Schöpferisch Träumen'* besser beraten. Tholey geht besser auf die Grundlagen des Klarträumens und seine Vorteile ein. Wenn man sich aber schon definitiv sicher ist, dass man das Klarträumen lernen möchte, kann ich dieses Buch definitiv empfehlen.

Es liegt mit 12,95€ für 58 Seiten, die teilweise nur zur Hälfte bedruckt sind, im höheren Bereich. Dafür besteht es fast nur aus praktischen Übungen. Diese sind zur Hälfte als Übungsprogramm strukturiert, die andere Hälfte sind zusätzliche Übungen, die zwischendurch gemacht werden können. Wenn man alle Übungen aus dem Programm ausführt, dann investiert man täglich etwa eine halbe Stunde. Das finde ich machbar.

Uli Kieslich leitet selbst Klartraumgruppen, mit denen er gemeinsam die Klartraumtechniken testet. Die effektivsten davon schafften es in dieses Buch. Durch seine NLP-Ausbildung hat er eine andere Herangehensweise an das Thema Klartraum und hat so neue Techniken kreiert wie das unten verlinkte Ankern und die Hypnose zum Klartraum. Andere Übungen waren mir persönlich ein wenig zu parawissenschaftlich, deshalb habe ich sie (noch) nicht durchgeführt. Da sie nicht zum Grundprogramm gehören, ist das auch kein Problem. Auch wenn ich an den Hintergrund dieser speziellen Übung (Klartraumwasser) nicht glaube, so bin ich trotzdem überzeugt, dass die Übung einen Effekt hat bzw. haben kann. Alleine durch den affirmativen Effekt.

Ich bin mit dem Buch sehr zufrieden. Es ist ein schönes Nachschlagewerk, liebevoll gestaltet und illustriert. Gerade weil es so kurz ist, habe ich es schon öfter zur Hand genommen und darin geblättert und auch mehrmals gelesen.
Ich gebe 9 von 10 Klartraumpunkten.








Siehe auch:
Garantiert Klarträumen von Uli Kieslich*
*Der Erlös aus den Amazon-Links kommt der Charity-Science-Foundation zugute.

Dienstag, 2. Februar 2016

Die SSILD-Technik

Beim Lesen von Uli Kieslichs Buch 'Garantiert Klarträumen' bin ich auf die SSILD-Technik gestoßen: Senses Initiated Lucid Dream. Vorher hatte ich schon im Klartraumforum und in anderen Communities sehr gute Erfahrungsberichte gelesen, aber mich nie groß mit dieser Technik befasst. Das war ein Fehler! Ich bin total begeistert. Jeder sollte sich in diese Technik mal ausprobieren. Ich versuche sie kurz zu beschreiben, aber das offizielle Tutorial ist wahrscheinlich um Längen besser als meine Zusammenfassung.

Die Technik ist so einfach wie wirkungsvoll. Nicht umsonst trug sie in dem chinesischen Forum, in dem sie zu erst veröffentlicht wurde, den Titel '太玄功'- Sehr mysteriöse Technik. In 'Garantiert Klarträumen' wird sie als 'chinesische Methode' vorgestellt.

Die Durchführung

  1. Man beginnt mit einem WBTB, also steht entweder mit einem Wecker oder durch Intention ca. 4-6 Stunden nach dem Einschlafen wieder auf. Jedoch bleibt man bei der SSILD-Technik deutlich kürzer wach. Fünf bis zehn Minuten reichen aus. 
  2. Der Kernpunkt dieser Technik ist 'der Zyklus'. Dieser wird unten genauer beschrieben.
    Nach dem WBTB legt man sich ins Bett, aber in eine ungewohnte Schlafposition, damit man nicht gleich einschläft. In dieser Position führt man den Zyklus vier bis sechs mal schnell aus. Einige Sekunden pro Sinn genügen. Uli Kieslich empfieht 2 Atemzüge.
    Nun führt man den Zyklus langsam aus, indem man sich für jeden der Sinne etwa sechs Atemzüge Zeit lässt. 
  3. Nun dreht man sich in eine bequeme Einschlafposition und schläft ein. 
Das war es schon. Es folgt noch die Beschreibung des Zyklus'.
Der Zyklus
  1. Fokus auf das Sehen:
    Schließe deine Augen und beachte die Dunkelheit hinter deinen geschlossenen Lidern. Spanne dabei nicht deine Augenmuskulatur an. Deine Augäpfel sollten sich ausruhen, völlig entspannt sein. Wenn du nichts sehen kannst ist das normal. Versuche nicht irgendetwas zu finden, indem du deine Augen bewegst.
  2. Fokus auf das Hören:
    Vernachlässige nun deine Augen und verschiebe deine Aufmerksamkeit auf deine Ohren. Wenn es in dem Raum leise genug ist, hörst du vielleicht Geräusche aus deinem Kopf kommend oder deinen Herzschlag. Kannst du hingegen nichts dieser Art hören, ist es in Ordnung anderen, externen Geräuschen zuzuhören.
  3. Fokus auf den Tastsinn:
    Achte nun auf deinen Körper. Fühle ihn und schau ob du irgendwelche ungewöhnlichen Empfindungen entdecken kannst, wie z.B. Kribbeln, Schweregefühl, Schwebegefühl und so weiter. Kannst du nichts dieser Art fühlen, fühle das Gewicht deiner Decke, deinen Herzschlag, die Lufttemperatur, etc.

    Aus dem Tutorial im Klartraumforum.de
Das ist ein grober Überblick über die Technik. Viele weitere Informationen findet man im verlinkten Thread im Klartraumforum.


Siehe auch:
Garantiert Klarträumen von Uli Kieslich
SSILD-Technik im Klartraumforum.de

Montag, 1. Februar 2016

Schöne Meditation auf Youtube

Ich bin beim Surfen über eine sehr schöne geführte Meditation auf Youtube gestoßen. Sie soll das Herzchakra reinigen. Auch wenn man wie ich nicht zwingend an Chakren und Energien glaubt, hat die Meditation eine wunderbare Wirkung. Ich kann jedem nur empfehlen, sie mal auszuprobieren.

Dienstag, 19. Januar 2016

Wie man beim ersten Weckerklingeln aufsteht

Steve Pavlina hat eine Methode entwickelt, wie man gleich mit dem ersten Weckerklingeln aufstehen kann. Vorher hat er teilweise zwei Stunden jeden morgen immer wieder die Snooze-Taste gedrückt, bevor er es endlich geschafft hat aufzustehen. Aber durch diese Methode kann er sofort aufstehen und das alles ohne einen Funken Willenskraft.

Konditionierung statt Selbstdisziplin

Man kann theoretisch sich einfach vornehmen, am nächsten Tag tatsächlich beim ersten Weckerklingeln aufzustehen. Das funktioniert auch für einige Menschen. Andere nehmen sich abends immer wieder vor, gleich aufzustehen, bekommen es aber am nächsten Tag aber nicht hin.
Warum das? Man hat es sich doch so fest vorgenommen?
Ein müdes Gehirn funktioniert einfach anders und denkt weniger rational als ein ausgeschlafenes und waches Gehirn. Deshalb verwendet Pavlina den anderen Ansatz: Sich selbst wie einen Pavlow'schen Hund zu konditionieren und damit die Sache an sein Unbewusstes zu delegieren. Jetzt läuft das Aufstehen fast automatisch ab.

Steve Pavlinas Methode

Wie jede andere Fähigkeit oder Gewohnheit kann man auch das Aufstehen üben. Und zwar unabhängig davon, ob man vorher geschlafen hat. Man übt sein Aufwach- bzw. Aufstehritual erst zu ganz anderen Zeiten ein, damit es dann am Morgen automatisch abläuft. Man kann diese Übung zu jeder Zeit am Tag machen.
  • Gehe ins Schlafzimmer bzw. dorthin wo du für gewöhnlich schläfst. Mache dich ganz normal bettfertig. Putze deine Zähne und ziehe deinen Schlafanzug an.
  • Nun lege dich ins Bett und stelle den Wecker ein paar Minuten später. Lege dich nun hin als würdest du schlafen. Stelle dir vor, dass es morgens ist, ein paar Minuten vor deiner regulären Aufstehzeit. Stelle dir vor, dass du gerade träumst oder tief schläfst.
  • Sobald der Wecker losgeht, schalte ihn zügig aus, nimm einige tiefe Atemzüge, strecke dich und gähne herzhaft. Dann setze dich hin, Stelle die Füße auf den Bode und stehe lächelnd auf. Dann mache das, was du normalerweise morgens als nächstes tust.
  • Jetzt schüttele dich ab und wiederhole diese Schritte. Mache das immer wieder, bis es fast schon automatisch abläuft und du gar nicht mehr darüber nachdenkst, was du tust.
Mache einige Durchläufe mit jeweils 3 bis 10 Wiederholungen über den Tag verteilt.

Variationen für Träumer und Klarträumer

Als Klarträumer würde ich diese Übungsroutine ein wenig abwandeln:
  • Schritte 1 und 2 bleiben gleich: Mache dich bettfertig und lege dich ins Bett.
  • Stelle deinen Wecker ca. fünf Minuten später. Stelle Dir vor, dass du gerade tief schläfst und sehr lebhaft und klar träumst. Genieße diese inneren Bilder und genieße die Klarheit im Traum.
  • Wenn dein Wecker losgeht, erinnere dich daran, ganz still liegen zu bleiben. Bewege dich für ca. 10 Sekunden gar nicht sondern rekapituliere im Geiste deinen Traum, so dass du ihn noch fest im Gedächtnis hast. Erst jetzt bewege und strecke dich und behalte dabei den Traum fest im Kopf. Stehe auf und greife dein Traumbuch.
  • Der letzte Schritt ist wieder gleich: Schüttele dich ab und wiederhole den Vorgang.
Der indirekte WILD

Wenn man die Technik des indirekten WILD durchführt, dann kann man diesen Vorgang wieder etwas variieren. Der indirekte WILD ist eine relativ neue Klartraumtechnik von Michael Raduga. Nachdem man ganz natürlich nach einem Traum in der Nacht aufgewacht ist, bleibt man ganz still liegen und führt innerhalb weniger Sekunden geistige Techniken durch und landet so wieder im Traum, nur diesmal bewusst. Der Clou bei dieser Technik ist, eben beim Aufwachen still liegen zu bleiben und sofort daran zu denken, dass man die iWILD-Techniken durchführen will. Auch hierfür eignet sich die Steve Pavlinas Methode, nur dass kein Wecker verwendet wird.

  • Schritte 1 und 2 bleiben wieder gleich, nur dass du keinen Wecker stellen brauchst.
  • Stelle dir wieder vor, dass du schläfst und träumst und nach einer Zeit ganz natürlich aufwachst.
  • Stelle dir vor, du seist nun wach, aber bewege dich kein Stück. Erinnere dich daran, dass du die weiterführende Technik machen wolltest und führe sie soweit es geht durch.
Üben bis sich eine Gewohnheit einstellt

Es empfielt sich, erst mit einer der drei Variation zu trainieren, so lange bis sie zur Routine geworden ist und nicht zwischen den Varianten zu wechseln. Wie lange es dauert, bis diese Angewohnheit in Fleisch und Blut übergeht, hängt vom jeweiligen Menschen ab. Beim einen geht es schneller als beim anderen. Langfristig wird man durch einen entspannteren Morgen an Schlaf- und  Lebensqualität gewinnen.

Siehe auch:
20 Stunden Übungszeit?
Indirekte WILD-Techniken
How to Get Up Right Away When Your Alarm Goes Off

Montag, 18. Januar 2016

Wie man zum Frühaufsteher wird

Manche Menschen schaffen es scheinbar mühelos, morgens aus dem Bett zu kommen. Andere quälen sich fast den ganzen Vormittag, bis sie endlich in die Gänge kommen und beneiden ihre Mitmenschen, die scheinbar so ganz ohne Probleme in den Tag starten können. Durch ihre innere Uhr müssen Nachtmenschen, manchmal auch liebevoll "Eulen" genannt, permanent gegen ihre Natur leben. Tag für Tag quälen sich aus dem Bett und zur Arbeit, um dann auch noch von den "Lerchen" zu hören zu bekommen, dass sie einfach mal ein bischen früher ins Bett gehen sollten, dann wären sie morgens auch nicht so müde.

Ist der Schlafrhythmus von den Genen vorgegeben?

Wenn es denn so einfach wäre. Schlafwissenschaftler wie Prof. Till Roenneberg gehen davon aus, dass der Tagesrhythmus angeboren ist. So liegen die Eulen nachts im Bett und versuchen vergeblich einzuschlafen, um sich am nächsten Tag mit Kaffee und Zigaretten über den Tag zu schleppen. Im Idealfall kann findet man einen Beruf, den man problemlos mit seinem Chronotyp vereinbaren kann. Was können Nachtmenschen aber tun?

Steve Pavlinas Methode

Steve Pavlina hat lange damit experimentiert, seinen Schlaf zu optimieren und eine Methode gefunden, seine innere Uhr so umzustellen, dass er morgens um fünf Uhr erholt aufwachte. Diese Methode erfordert ein paar Tage etwas Willenskraft, aber sonst ist sie fast schon lächerlich einfach:
  1. Gehe zu Bett, wenn du müde bist. Und zwar nur, wenn du richtig müde bist. Wenn du nach etwa fünf Minuten im Bett noch nicht eingeschlafen bist, dann stehe noch einmal auf und tue etwas anderes.
  2. Stehe sieben Tage pro Woche zur selben Uhrzeit auf. Denke nicht nach, stehe einfach auf!
  3. Ziehe diese Routine für die nächsten 30 Tage durch. Die Zeit, zu der du dich abends müde fühlst, wird die ersten paar Tage ziemlich variieren. Mit der Zeit stellt sich aber eine Gewöhnung ein.
  4. Steve Pavlina empfiehlt, auf Kaffee zu verzichten, um den körpereigenen Schlafrhythmus nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Steve Pavlina hat mit dieser Methode sehr gute Erfahrungen gemacht. Nach dieser Umstellung ging er ins Bett wenn er müde war und stand zum Weckerklingeln auf. So schlief er jede Nacht fast 90 Minuten weniger, fühlte sich aber deutlich erhohlter und ausgeruhter.

Siehe auch:
Wake up - Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft - Peter Spork
Wikipedia.org/Chronotyp
Warum Eulen zu Rauchern werden - Heise.de
How to become an early riser
How to Get Up Right Away When Your Alarm Goes Off

Montag, 11. Januar 2016

Meine Vorsätze für 2016

Frohes neues Jahr allen Leserinnen und Lesern!

Silvester und Neujahr sind ja häufig Zeiten, zu denen sich Leute gerne neue Vorsätze fassen. Für das Jahr 2016 habe ich mir folgendes vorgenommen:

Amazon-Links

Für alle Posts im Jahr 2016 werde ich den Tag von Charity Science und deren Amazon-Webshop verwenden. So gehen mindestens 5% des Verkaufserlöses an die Charity Science Foundation, die das Geld in wohltätige Projekte investiert. Hierbei legen die Organisatoren Wert darauf, dass die Wirksamkeit der Hilfsaktionen wissenschaftlich gesichert ist und so den optimalen Nutzen bringt.
 
Kaffee

Für mehr Traumerinnerung und mehr Klarträume habe ich mir vorgenommen, das Jahr 2016 wieder auf Kaffee zu verzichten.