Dienstag, 16. Dezember 2014

Studie an der Uni Osnabrück - Probanden gesucht

Die Uni Osnabrück sucht Probanden für eine Klartraumstudie.

Hey Leute,

Wir machen gerade eine Studie, in der wir überprüfen, ob sich das Nahrungsergänzungsmittel Alpha-GPC dazu eignet, luzide Träume auszulösen.

Das Mittel ist frei verkäuflich und gut getestet. Die Studie läuft an der Uni Osnabrück und wird doppelblind durchgeführt.

Dafür suchen wir noch Klarträumer mit regelmäßigen Klarträumen (mehr als 1x/Monat)

Folgende Vorraussetzungen solltet du erfüllen:
- Keine Schlafstörung
- Gute Traumerinnerung (=Du erinnerst dich an min. 2 Träume pro Woche)
- Nichtraucher (weniger als 2 Zigaretten am Tag)
- Alter zwischen 18 und 50 Jahren


Falls du Interesse hast, lies dir die Informationen auf der folgenden Seite durch: http://sleepcommunication.com/index.php?id=226

Montag, 8. Dezember 2014

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Methoden, die Neurogenese anzukurbeln

Der HighExistence-Blog hat einige Methoden zusammengestellt, wie man seine Neurogenese, also seine Bildung von neuen Nervenzellen im Gehirn, beschleunigen kann. Bis in die Neunzigerjahre wurde angenommen, dass die Anzahl der Nervenzellen im Gehirn festgelegt sei und dass sich im Laufe des Lebens keine neuen nachbilden würden. Mittlerweile wurde bei Menschen sogar bis ins hohe Alter ein Neuwachstum von Nervenzellen beobachtet.

Sport
Bewegung wie Jogging oder Intervalltraining hat einen großen Einfluss auf die Neurogenese. Sport steigert nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern erhöht auch die Level des Brain Derived Neurotropic Factors (BDNF) und des Glial Cell Derived Tropic Factors (GDNF) wie auch des Testosterons.
Saunieren
Kombiniert man die sportliche Betätigung mit Saunagängen, erhöht sich die Ausschüttung des BNDF noch zusätzlich. [5]

Ernährung
Raffinierter Zucker wirkt sich negativ auf die Neurogenese aus. Fischöle und Pflanzenöle, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind (z.B. Hanföl), wirken sich positiv aus. Ebenso erhöht Cucurmin, der Hauptwirkstoff aus Curcuma, den GNDF-Spiegel. Ebenso die Flavonoide, etwa aus Kakao oder Blaubeeren [2]. So leiden beispielsweise ältere Menschen, die häufig mit Curry gewürzte Speisen essen, seltener an kognitiven Beeinträchtigungen [3]. In Tierversuchen zeigte Teasaponin aus grünem Tee eine Steigerung der Neurogenese bei übergewichtigen Mäusen [4]. L-Theanin, das besonders in grünem Matcha-Tee vorkommt, erhöht ebenfalls den BNDF [6].
Weiterhin gibt es Hinweise, dass eine reduzierte Kalorienzufuhr oder intermittierendes Fasten die Neurogenese aktiviert.[1]

Meditation und Yoga
Meditation hat tatsächlich Auswirkungen auf die Struktur des Gehirns. Erfahrene Meditatoren und Yoga-Praktizierende haben tatächlich das Areal des Hippocampus im Vergleich zur Normalbevölkerung vergrößert. Meditation am Abend führt zusätzlich zu vermehrter Melatonin-Ausschüttung.

Der Lebensstil
Schlaf: Langfristiger Schlafentzug reduziert das Zellwachstum im Gehirn.
Sonnenlicht: Bereits zehn Minuten Sonnenlicht haben einen positiven Effekt: Der Vitamin-D-Spiegel wird erhöht und vermehrt Serotonin und GDNF ausgeschüttet.
Sex: Erhöht das Wohlbefinden und steigert die Neurogenese (Yeah, Science Baby!)
Fasten: Bedeutet Stress für den Körper. Er reagiert mit verbesserter Gedächtnisleistung und erhötem BNDF.
Anregende Umgebung: Eigentlich selbstverständlich...

Kauen
Jahrzehntelang war Kaugummi in der Schule verboten. Auch das Kauen kurbelt die Neurogenese im Hippocampus an und sorgt somit dafür, dass sich ein altersbedingter kognitiver Abbau verzögern lässt. Ebenso zeigten Ratten, die mit weichem Futter versorgt wurden, in Versuchen kognitive Beeinträchtigungen.


Siehe auch:

Boost your brain with the japanese way of life




Dienstag, 2. Dezember 2014

Sprechen Sie D-Prime?

Was passiert, wenn man von heute auf morgen damit aufhört, das Wort "sein" in allen seinen Variationen zu verwenden? Auf diese Idee brachte mich Robert A. Wilson mit seinem Buch "Quantum Psychology".
Die Idee eine Sprache ohne das Verb "sein" zu verwenden geht auf Alfred Korzybski zurück und wurde von D. David Bourland in den frühen Sechzigerjahren verfeinert. Der Sinn besteht darin, die Sprache weg vom Dogmatischen und Absoluten zu führen und die eigene Wahrnehmung mehr in den Vordergrund zu rücken. So können Missverständnisse vermieden werden.

Statt "Du bist heute aber schlecht gelaunt" würde ein Satz in D-Prime lauten: "Du erscheinst mir heute aber schlecht gelaunt". Mir persönlich gefällt der zweite Satz deutlich besser, er klingt fast wie eine Aufforderung zum Gespräch.
Ich habe diese Variation der Sprache eine Zeit lang sehr pedantisch durchgehalten. Die Effekte haben mich doch ziemlich beeindruckt. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, in der ich für meine Umwelt wahrscheinlich ungewöhnlich langsam gesprochen habe machte es irgendwann dann Klick. Die Sprache floss wieder und ich lebte plötzlich in einem Universum voller bereichernder Möglichkeiten. Gefühlt konnte ich dadurch Diskussionen weniger stur und rechthaberisch führen. Auch die Ansichten und Argumente des Gesprächspartners wurden in meinem Kopf in D-Prime umgewandelt so dass es mir einerseits leichter fiel, einfach zu sagen: "Let's agree to differ" - "Lass uns darüber einigen, dass wir uns in diesem Punkt nicht einigen werden". Andererseits verbesserte sich die gefühlte Qualität meiner Kommunikation, so dass ich meine Gesprächspartner da abholen konnte, wo sie standen.

Ich kann jedem nur empfehlen, mal für einen Monat zum Sprachveganer zu werden und mal auszuprobieren, was diese Variation mit dem Denken so macht.

Siehe auch:
Artikel über E-Prime in der Wikipedia
Quantum Psychology von Robert A. Wilson bei Amazon

Montag, 1. Dezember 2014

20 Stunden Übungszeit?

Kann man eine neue Fähigkeit in nur zwanzig Übungsstunden erlernen? Josh Kaufman sagt: "Ja, es geht! - Wenn man seine Strategie optimiert!" ´
Auch Tim Ferriss und Pablo A. Celnik haben interessante Strategien, um das Lernen zu beschleunigen.

Tim Ferriss

Seine Strategie lässt sich zusammenfassen mit DiSSS
  • Deconstructing - Die neue zu erlernende Fähigkeit in einzelne Teilaspekte zerlegen
  • Selecting - Auswählen, welche dieser Teilaspekte relevant sind
  • Sequencing - Die Teilaspekte in ungewöhnlicher Reihenfolge üben
  • Selecting stakes - sich durch Belohnung oder angedrohte Bestrafung motivieren
Wenn ich beispielsweise die Fähigkeit des Didgeridoospielen dekonstruieren würde, dann bekomme ich die Teilaspekte Drone, Obertonvariation, Zirkularatmung, Zwerchfell, Stimme, Overblow und Rhythmus.
Mit diesem Wissen schaue ich mir grandiose Spieler wie beispielsweise Zalem oder Adele B. an und vergleiche, welche Aspekte bei ihrem Spiel relevant sind und für den guten Klang verantwortlich sind. Für einen totalen Anfänger sind erst einmal Drone, Zirkularatmung, Obertonvariation und Rhythmus relevant. (Selektion)
Nun übt man diese Teilaspekte einzeln oder in einer Reihenfolge, in der sie auf den ersten Blick vielleicht keinen Sinn machen. Im Video erzählt er von einem Schachprofi, der die hauptsächlich die letzten Züge Schachpartie übt oder wie er selbst zum Tango-Champion wurde, indem er die Frauenschritte sehr genau studiert hat. (Sequencing). Ebenfalls sollten diese Teilaspekte entspannt und nicht unter Druck geübt werden. Hier im Beispiel des Didgeridoospielens würde ich die Zirkularatmung nicht während des Spielens üben, weil die Gefahr, dass der Ton abreißt einen (zumindest mich) unter Druck setzt. Statt dessen habe ich mich wirklich eine Stunde hingesetzt und diesen einen Moment geübt, in dem der Ton nicht mehr mit der Luft aus der Lunge sondern aus den Wangen gespielt wird. Für einen Außenstehenden muss es sich ziemlich nervig gewesen sein, eine komplette Stunde nur "Bröt.. Bröt... Bröt" zu hören.
Ob und welche "Stakes" (kann man mit "Wetteinsätze" übersetzen) man verwendet, bleibt einem selbst überlassen. Man könnte einen YT-Vlog machen, sich mit guten Freunden über seine Fortschritte austauschen (Besser nur mit wirklich guten Freunden. Mäßig gute Freunde haben manchmal die demotivierende Angewohnheit, einen "wieder auf den Boden zurückzuholen").  Im Video beschreibt Ferriss noch weitere amüsante Ideen.


Pablo A. Celnik

Kleine Änderungen während des Übens sorgen dafür, dass man sich eine Fähigkeit schneller aneignet als wenn man eine Übung stumpf wiederholt. Dabei reicht es aus, wenn die Änderungen wirklich gering sind. Zu große Änderungen können sogar kontraproduktiv sein. 
Das hat Pablo A Celinik von der John Hopkins University School of Medicine herausgefunden.

Study: Subtle modifications during practice = faster skill mastering

Josh Kaufman

Kaufman geht ähnlich vor wie Tim Ferriss:
  • Deconstruct the skill
  • Learn enough to self-correct
  • Remove practice barriers
  • Practice at least 20 hours
Auch hier ist der erste Schritt, die relevanten Teilaspekte zu finden. Als zweiten Schritt eignet man sich so viel Wissen an, damit man sich selbst korrigieren und verbessern kann. Der dritte Schritt, alle Übungsbarrieren wegzuschaffen ist eigentlich selbstverständlich. Wenn man beispielsweise erst einmal auf den Dachboden muss, um umständlich sein Musikinstrument zu holen, übt man natürlich weniger spontan als wenn es neben einem auf der Couch liegt.
Jetzt muss man nur noch den Popo zusammenkneifen und für 20 Stunden dran bleiben.



Wenn man diese Strategien der beiden anwendet, kann man seine Fortschritte deutlich beschleunigen. Ich bin mir sicher, dass man auf jeden Fall spürbare und messbare Ergebnisse bekommt. Mich stören jedoch die großen Erwartungen, die vor allem von Josh Kaufman geweckt werden. Natürlich ist es möglich, mit 20 Übungsstunden 4 Akkorde auf der Ukulele zu klampfen und dabei einigermaßen taktsicher den Rhythmus zu halten.
Trotzdem halte ich es für sinnvoll, beide Strategien anzuwenden.

Von Vera F. Birkenbihl stammt noch der Tipp, sich während dieser Übungsperiode regelmäßig zu filmen oder aufzunehmen. Man wird nach den 20 Stunden auf jeden Fall über seine Fortschritte erstaunt sein.
Nautilus - K. Anders Ericsson, Ph.D und Robert Pool
K. Anders Ericsson, Ph.D und Robert Pool haben einen ähnlichen Ansatz. In ihrem Artikel im Nautilus-Blog beschreiben sie zwei wichtige Punkte beim Üben: Ziele / Feedback und das Verlassen der Komfortzone.
Nur dadurch, dass man sich im Laufe seines Übens immer wieder realistische Ziele steckt und sie erreicht, kann man stetig besser werden. Je mehr und je schneller man ein Feedback bekommt, um so effizienter ist das Training.
Im Laufe des Trainings wird man früher oder später an ein OK-Plateau gelangen. Ein Level, bei dem man einigermaßen gut in einer Sache ist. An diesem Punkt hören die meisten auf, sich zu fordern. Häufig wird nur noch mechanisch wiederholt. Hier sollte man stetig die Komfortzone verlassen und sich weiter und auf vielfältige Weise fordern.



Siehe auch:
Artikel über Tim Ferriss bei Lifehacker.com
Artikel über Josh Kaufman bei Lifehacker.com