Mittwoch, 28. September 2011

Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 34 bis Tag 37

Sonntag, der 25.09.2011 bis Mittwoch, den 28.09.2011
Zwischen dem Abendnap und dem Kernschlaf bin ich immer noch ziemlich im Eimer, aber Sport hat sich als ausgesprochen gut erwiesen, kurze Phasen der Müdigkeit zu überbrücken. Wenn ich so um 21:00 Uhr noch Boxen auf der Wii spiele, dann bleibe ich problemlos bis 0:00 Uhr wach.
Sonntag und heute habe ich leider überschlafen, aber zum Glück jeweils nur eine Schlafphase, so dass ich trotz Überschlafen nie über 6 Stunden Schlaf täglich kam. Das Überschlafen heute kann auch daran gelegen haben, dass ich gestern für meine Verhältnisse exzessiv Sport gemacht habe.
Aber am Sonntag hatte ich einen Klartraum. Juhu! Er fand im Morgennap auf der Couch statt.
Im Gesicht schaue ich 15 jetzt Jahre jünger aus. Ich blühe richtig auf und sehe aus wie damals mit 15 Jahren. Ob die unreine Haut jetzt vom Polyschlaf kommt oder von meinem in letzter Zeit exzessiven Konsum von fettigsten  Käsesandwichs wird wohl die Zeit zeigen.
Heute bin ich beim Suchen auf folgenden Artikel gestoßen, in dem der Autor der Lernsoftware ‚Supermemo’, Dr. Piotr Wozniak, sich exzessiv über den Polyschlaf auslässt, vor allem am Uberman-Zyklus lässt er kein gutes Haar. Dr. Wozniak ist diplomierter Molekularbiologe und Informatiker.
Kurz zusammengefasst sagt er, dass Polyschlaf nicht funktionieren kann und er bis auf Steve Pavlina von keinem anderen gehört hat, der den Uberman-Zyklus erfolgreich umgesetzt hätte. Er selbst tritt für ein freies Schlafen ohne Wecker ein, was ich auch soweit interessant finde, nur noch viel weniger umsetzbar. 
Allerdings scheint sein Programm recht interessant zu sein, eine Art digitales Karteikartensystem, mit dem man sein gesamtes Wissen gleichzeitig verwalten kann und das zum Monitoring der Gedächtnisleistung verwendet werden kann. Mit einem kostenlosen Programm verbunden gibt es beispielsweise die Erinnerungsleistung in Abhängigkeit der Uhrzeit oder die Erinnerungsleistung in Abhängigkeit von den bereits wach gewesenen Stunden an.
Die älteren Versionen gibt es als Freeware zum Download unter http://www.freewarefiles.com/SuperMemo_program_13849.html

Binaural Beats

Binaural Beats bestehen aus zwei Tönen mit unterschiedlichen Frequenzen, die getrennt in jeweils das linke und das rechte Ohr gespielt werden. Im Gehirn überlagern sich diese Wellen, wodurch subjektiv eine Schwebung aus beiden Frequenzen wahrgenommen wird. Das funktioniert, wenn sich die Töne um nicht mehr als ca. 30 Hz unterscheiden und die Frequenz der einzelnen Töne unter 1000 Hz liegt. Spielt man  beispielsweise in das rechte Ohr einen Ton von 200 Hz und in das linke Ohr einen Ton von 220 Hz wird ein Wummern mit einer Frequenz von 20 Hz im Gehirn wahrgenommen.
Das Gehirn versucht, sich daran anzupassen und produziert mehr Gehirnwellen dieser Frequenz.


Ganz so einfach ist es in der Praxis leider nicht ganz, sonst könnte man ganz einfach mit Audacity mit fünf Minuten Aufwand sämtliche Zustände im Gehirn erzeugen. Professionelle Anbieter von Brainwave-Entrainment-Programmen, die auf Binaural Beats beruhen wie Kelley Howell oder Robert Monroe von Hemi-Sync stecken in ihre Produkte deutlich mehr Entwicklungsarbeit rein. In 'Far Journeys' schreibt Monroe von mehr als 60 000 Sitzungen (Versuchen), die er durchgeführt hat, um letztendlich den optimalen Klang zu finden.
Die Tonträger von Kelley Howell bestehen sogar aus Musik, in die die stimulierenden Klänge eingearbeitet sind.

Voraussetzungen


Die Wirksamkeit Binauraler Beats ist von weiteren Parametern abhängig: Dem Willen und der Bereitschaft, sich auf das Erlebnis einzulassen, dem Glauben an die Wirksamkeit, der Einstellung hinsichtlich der Binaural Beats und der momentanen Stimmung [1], [7]. Zur Unterstützung des Prozesses werden Entspannungstechniken, Visualisierungen und Affirmationen verwendet. 
Reizreduzierung wie ein dunkler Raum kann den Effekt noch weiter verstärken.

Forschungen und Ergebnisse


Die Forschungslage ist ein wenig unklar und die Wirksamkeit ist umstritten.
Während einige Studien sehr positive Ergebnisse berichten, haben andere Studien keine Wirkung feststellen können.
Das Hören binauraler Klänge im Beta-Bereich führt zu verbesserter Konzentration und Aufmerksamkeit und wird mit verbesserter Stimmung in Verbindung gebracht [3], [11], [12], [13] wie auch einer Steigerung der Gedächtnisleistung [6], [7].
Beats im Alpha-Bereich wie auch im Gamma-Bereich konnten bei einigen Studienteilnehmer das kreative Denken verbessern [10].
Binaural Beats von 40 Hz (Gamma-Bereich) konnten die Aufmerksamkeit während eines Konzentrationstests erhöhen [9].
Unter Narkose halten binaural Beats den Zustand stabil, so dass signifikant weniger Fentanyl benötigt wird, um die Narkose stabil zu halten [4]. Interessant finde ich hier, dass dieser Effekt auftritt, obwohl die Klänge erst gestartet wurden, nachdem der Patient schon das Bewusstsein verloren hatte.
Hinsichtlich Angststörungen kam eine Studie [5] auf Ergebnisse, die auf eine Verbesserung hindeuten, aber statistisch nicht relevant sind. Genaue Ergebnisse sollten zukünftige Forschungen zeigen.

Eine polnische Studie [8] wies statistisch signifikante Änderungen im menschlichen EEG durch die Verwendung von Binaural Beats nach.
Eine spanische Studie [14] konnte nachweisen, dass Probanden, die beim Lernen von Wörtern mit eine Stimulation mit 5 Hz erhielten, sich danach an signifikant mehr Wörter erinnern konnten als die Kontrollgruppen. Diese bekamen entweder eine Scheinstimulation von 13 Hz oder hörten nur ein weißes Rauschen.
Der Effekt von Binaural Beats auf die Performance bei einem Test des räumlich- visuellen Arbeitsgedächtnisses [15] wurde von amerikanischen Forschern im Jahr 2016 untersucht. Eine Stimulation mit einer Frequenz von 15 Hz führte zu einer Verbesserung der Performance und der beteiligten Netzwerke im Gehirn. Eine Stimulation mit Frequenzen von 5 und 10 Hz führten jedoch zu einer Verschlechterung der Leistung.

Meine eigenen Erlebnisse:


Jetzt ist  natürlich die große Frage: Funktioniert das alles auch in der Praxis?
Also, irgendwas passiert schon, aber was, das kann ich nicht sagen.
Ich habe jetzt glaube ich schon über 300€ für Binaurals ausgegeben (wobei da die Gateway-Experience-Serie von Robert Monroe mit 180€ oder so zu Buche schlägt).
Mein Problem war allerdings immer der Schlafentzug während der monophasischen Zeit. Sofort als ein Grad der Entspannung erreicht war, war ich auch schon am Ratzen und bin recht zuverlässig zum Ende der CD wieder aufgewacht. Während dessen hatte ich einige interessante hypnagoge Episoden bis hin zu klaren Traumfetzen, wobei ich nicht weiß, ob ich die nicht auch so bekommen hätte.
Nur in den Zeiten, in denen ich ausreichend Schlaf in der Nacht hatte und die CDs auch nicht im Liegen, sondern im Sitzen gehört habe, zeigte sich eine eindeutige Wirkung.
Und dann erst nach einer Übungszeit von ca. 20 Sitzungen konnte ich die Klänge reiten, also mich von den Klängen wegtragen lassen. Für mich war auf jeden Fall das Zulassen die Herausforderung und die Lernaufgabe.

Aber einen Klartraum oder eine OOBE, die sich direkt auf das Hören einer der CDs zurückführen ließe, hatte ich noch nicht.

Literatur:


[1]  Inducing Altered States of Consciousness with Binaural Beat Technology
[2] Binaural-Beat Induced Theta EEG Activity and Hypnotic Susceptibility
[3] Binaural Auditory Beats Affect Vigilance Performance and Mood
[4] Hemispheric-synchronisation during anaesthesia: a double-blind randomised trial using audiotapes for intra-operative nociception control
[5] Use of binaural beat tapes for treatment of anxiety: a pilot study of tape preference and outcomes.
[6] An Empirical Investigation Into the Effect of Beta Frequency Binaural-beat Audio Signals on Four Measures of Human Memory
[7] Accessing Anomalous States of Consciousness with a Binaural Beat Technology
Dave Siever über Binaural und Isochronic Beats
[8] Influence of Binaural Beats on EEG Signal
[9]More attentional focusing through binaural beats: evidence from the global-local task.
[10] The impact of binaural beats on creativity.
[11] The effect of binaural beats on verbal working memory and cortical connectivity.
[12] More attentional focusing through binaural beats: evidence from the global–local Task
[13] Analysis of EEG activity in response to binaural beats with different frequencies.
[14] Impact of auditory stimulation at a frequency of 5 Hz in verbal Memory.
[15] The Effect of Binaural Beats on Visuospatial Working Memory and Cortical Connectivity.





Interessante Bücher zum Thema:


Nur in deinem Kopf - Das Update für Geist und Gehirn von Arvid Leigh
Far Journeys von Robert Monroe

Siehe auch:

Binaural Beats II: Kostenlose Downloads
Binaural Beats III: Binaural Beats selbst erstellen
Binaural Beats IV: Erfahrungsbericht Mega Brain Zones von Michael Hutchison
Binaural Beats V: Kostenlose Downloads
Binaural Beats VI: Audiovisuelle Videos bei Youtube
Binaural Beats VII: Neurosoups Tipps für Binaural Beats

Samstag, 24. September 2011

Meditation Teil I

Jane Gackenbach hat in einer Studie von 1992 herausgefunden, dass das Ausüben von Meditation das Auftreten von Klarträumen begünstigt.

Interhemispheric EEG coherence in REM sleep and meditation: The lucid dreaming connection.

[...]The emergence of consciousness in sleep (lucidity) is enhanced by the practice of meditation and is most likely to occur during the stage of sleep that shows interhemispheric balance in the alpha/theta range, REM
 Ich kann das soweit bestätigen, dass in Phasen intensiver Meditation häufiger Klarträume auftreten. Meine drei spontanen Klarträume traten ebenfalls in intensiven Meditationsphasen auf.

Leider kenne ich keine Untersuchung, welche Meditationsform die meisten Klarträume hervorruft und welche Wirkmechanismen zum Tragen kommen.
IchIch habe folgende Erfahrung gemacht: Wenn ich in einem energetischen Gefühl, wie aufgeladen oder unter einem hochfrequenten Strom, schlafen gehe, gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit auf einen Klartraum.

Zum Lernen der Meditation fand ich Osho recht gut. Er selbst ist nicht unumstritten und ist dem einen oder anderen noch als der Sektenfuzzi Baghwan in Erinnerung.
Ich trenne hier mal von Person und Lehre, vor allem, weil er die Techniken, die er vorstellt, hauptsächlich nicht selbst erfunden hat. Das Vigyan Bhairav Tantra gibt es schon seit 5000 Jahren und er stellt diesen Text lediglich in seinen Diskursen zum Vigyan Bhairav Tantra vor und gibt hilfreiche Anmerkungen.

Auszüge der interessantesten Passagen aus oben verlinktem Werk und einige eigene Meditationen findet man in seinem Buch Meditation - die erste und letzte Freiheit. 


In der Studie Meta-Awareness During Day and Night The Relationship Between Mindfulness and Lucid Dreaming stellen Tadas Stumbrys, Daniel Erlacher und Peter Malinowski folgendes fest:
 The reported frequency of lucid dreams was found to be positively related to higher dispositional mindfulness in wakefulness. This relationship was only present in those participants who reported acquaintance with meditation. [...] The findings support the notion of an existing relationship between lucidity in dreams and mindfulness during wakefulness, yet it remains unclear whether the relationship is influenced by actual meditation practice or whether it reflects some natural predispositions. 


Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 27 bis Tag 33

Sonntag, der 18.09.2011 bis Samstag, den 24.09.2011

Die letzte Woche hing ich ganz schön in den Seilen. Ich habe ein Nap aus dem Plan gestrichen und habe jetzt nicht mehr vier Naps bei zwei Kernschlafphasen sondern nur noch drei.
Erschwerend kam möglicherweise noch hinzu, dass ich morgens immer mal wieder die Snooze-Taste gedrückt habe. Wenn ich das mache, dann bin ich bis zum nächsten Nap total müde und schläfrig. Also: Mehr Disziplin in der nächsten Woche!

So lange ich etwas zu tun hatte und mich bewegen und aufstehen konnte, konnte ich mich bis zum nächsten Nap wach halten, wenn ich aber gezwungen war, in einem zu warmen Raum still zu sitzen, hatte ich richtig zu kämpfen.

Meine Traumerinnerung ist immer noch schlecht, hin und wieder kann ich mal drei Zeilen in mein Traumbuch eintragen, aber ich arbeite dran.
Zu guter Letzt habe ich heute wieder unbeabsichtigt überschlafen, wurde aber nach fünfeinhalb statt drei Stunden wieder wach. Offensichtlich hat sich wirklich eine Veränderung im Schlafverhalten eingestellt.

Fremde Betten

Scheinbar hat das Schlafen in fremden Betten bei mir einen Einfluss auf das Träumen und vor allem auf die Klarheit im Traum.
Wenn ich so zurückblicke, dann sind ca. 40 - 50% meiner Klarträume in einem fremden Bett passiert.
Bei einer einwöchigen Schulung außer Haus oder einem einwöchigen Urlaub habe ich meistens an den ersten zwei Tagen je einen Klartraum. Meinen ersten Klartraum hatte ich, als ich bei einem Kollegen übernachtet habe.
Warum das passiert, darüber kann ich im Moment nur mutmaßen. Vielleicht, weil fremde Betten immer auch mit fremder Umgebung zu tun haben und hier dann immens viele neue Eindrücke auf einen einstürzen. Diese muss man erst einmal verarbeiten, was sich in längeren und intensiveren REM-Phasen auswirkt.

Wobei es nicht erklärt, dass allein beim Schlafen auf der Couch anstelle des Bettes vermehrt Klarträume auftreten. Wie man sieht gibt es hier allerhand Raum für Experimente.

Mittwoch, 21. September 2011

Personal Growth - The Wealth Wizzard Challenge: Day 4 - 7

Tag 4 - 7:
Ich habe fleißig die MP3 angehört und blieb jeden Tag mit einem Gefühl der Zuversicht und Zufriedeneit zurück. Natürlich wurden mir am Ende der Challenge weitere kostenpflichtige Programme angeboten, die noch toller sein sollen.

Nun ja, die Woche ist vorbei und nun werde ich neugierig beobachten, was sich an meinem Kontostand ändert und ob sich einige unbewusste Glaubenssätze geändert haben und den Weg zu Reichtum und Wohlstand freimachen. :)

Ich gebe in einem Monat ein erstes Feedback.

Interessante Personen: Robert Bruce

Schreibt man über manche Themen, muss man aufpassen, um nicht vorschnell als Esoteriktroll abgestempelt zu werden. Vor allem, wenn diese um 'Energie' und 'Astralprojektion' oder ähnlich schwer fassbare Sachverhalte gehen.
Über die Existenz dieser Phänomene werden immer wieder erbitterte Debatten geführt. 
Ich persönlich sehe das ganz pragmatisch: Mir geht es hier nur um den Hedonismus. Ich habe gar nicht vor, mit der 'Energie' mich oder andere zu heilen oder auf nichtirdischen Sphären Geistwesen zu treffen, sondern möchte einfach nur die Erlebnisse genießen. Und dabei ist es egal, ob das ganze außerhalb meines Gehirns existiert, oder ob es 'nur in meinem Kopf passiert'.
Und so möchte ich übergehen zu:


Robert Bruce:

Robert ist ein Pionier der außerkörperlichen Erfahrung mit mehr als dreißig Jahren Erfahrung auf seinem Gebiet. In den neunziger Jahren begann er, in einer Internet-Community über seine Erfahrungen und Forschungen zum Thema OOBEs zu schreiben. 1999 veröffentlichte er sein erstes Buch 'Astral Dynamics'.

Als er auf der Suche nach einer Technik war, OOBEs auch für Blinde möglich zu machen, stieß er auf die Technik der taktilen inneren Bilder und entwickelte daraus das New Energy Work.

New Energy Work (NEW): 

Die Technik des 'Tactile Imaging' stellt ein sehr vielseitiges und effektives System dar. Viele Leute haben mit der klassischen Visualisierung so ihre Probleme, er schreibt, dass er nur einen  geringen Prozentsatz an Leuten kennengelernt hat, die tatsächlich innere Bilder 'sehen' konnte. (Eine sehr effektive Methode, um tatsächlich bei Meditationen innere Bilder zu sehen, ist die Image Streaming Technique)
Ganz anders verhält es sich seiner Erfahrung nach jedoch mit der taktilen Vorstellungskraft. Diese ist in jedem Menschen recht gut ausgeprägt und so fußt sein ganzes System auf diesem Sinn.

Robert bietet auf seiner Homepage ein kostenloses Tutorial an, mit dem man erst mal eine Zeit lang üben kann, um zu sehen, wie einem die Technik behagt. Leider ist es nicht mehr in der PDF-Version ohne weiteres zu finden, der Link führt zu einer HTML-Version. 

Vor dem Einschlafen mit dieser Methode zu meditieren soll die Traumerinnerung verbessern, vor allem wenn man sie benutzt, um in eine tiefe Entspannung und Trance abzutauchen.
Vor dem Essen kann man seinen Geschmackssinn ziemlich verstärken, so dass das Essen deutlich intensiver empfunden wird. Einmal, als ich noch geraucht habe, kam ich auf die Idee nach dieser Meditation eine zu rauchen. Böser Fehler, ich hätte fast das Klo umarmt.

Mit ein wenig Übung und Erfahrung findet man noch alle möglichen und unmöglichen Anwendungsgebiete für diese Technik. Zwar wird im kostenlosen Tutorial empfohlen, bei sexuellen Empfindungen mit der Übung aufzuhören, aber in einem seiner Podcasts berichtet Robert von einem Paar, die diese Übung an gewissen Stellen mit großem Erfolg vor dem Sex angewandt haben.

Nicht zuletzt eignet sich diese Technik für WILD-Versuche, vor allem wenn man sie mit den Austrittstechniken aus Astral Dynamics verbindet. Und die Entscheidung,  ob eine Astralreise jetzt ein besonderer WILD ist oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen.

Veröffentlichte Bücher:

Astral Dynamics
Dieses Buch geht hauptsächlich auf den Aspekt der Astralreise / Außerkörperlichen Erfahrung ein, an die man glauben kann oder sie als besonderen Klartraum betrachten kann. 

Mastering Astral Projection
Habe ich persönlich noch nicht gelesen. Der Untertitel lautet '90 Day Guide to Out-Of-Body Experience'. Vermutlich hält dieses Ziel der 90 Tage und der ausgefeiltere Trainingsplan die Motivation für den Übungszeitraum hoch.

Energy Work
Vertieft die Übungen aus dem kostenlosen Tutorial nochmals und fügt weitere hinzu.
Wobei man mit dem freien Tutorial auch schon sehr weit kommt. Ich arbeite seit ca. drei Jahren immer mal wieder mit diesem Buch.

Practical Psychic Self Defence Handbook
Das Buch habe ich ebenfalls noch nicht gelesen. Das Thema hat mich jetzt auch nicht so interessiert muss ich sagen.
 

Montag, 19. September 2011

Schritt 1 - Traumerinnerung verbessern - Teil 2

Folgende drei Techniken sollten die Traumerinnerung nochmals steigern können, jedoch sind diese Techniken im Moment noch im experimentellen Stadium.

Powergähnen 
 
Dieser Artikel von Dan Brule legt nahe, dass man das Gähnen gut für das Klarträumen nutzen kann: Es führt fast augenblicklich in einen Zustand der konzentrierten Entspannung und wirkt ausgleichend auf das Gehirn.
Der Punkt, der mich am meisten beeindruckt hat, liegt darin, dass der Precuneus stimuliert wird. Der Precuneus ist beteiligt an Bewusstsein, Selbstreflektion und der Abfrage von Erinnerungen wie auch visuellem Vorstellungsvermögen.
Das Gähnen aktiviert diesen Bereich des Gehirns ähnlich stark wie yogisches Atmen.
Für eigene Experimente bietet sich fünf Minuten ununterbrochenes Gähnen entweder im WBTB oder vor dem Einschlafen am Abend an. Das Gähnen am Abend hat den Vorteil, dass durch die erreichte Entspannung der Tiefschlaf verlängert wird, was zu intensiveren REM-Phasen am Morgen führt. Im WBTB profitiert man von der gesteigerten Selbstreflexion.
Nun bleibt noch die Frage: wie kann man fünf Minuten am Stück gähnen? Dan Brule empfiehlt, einfach anzufangen. Nach dem fünften oder sechsten vorgetäuschten Gähner automatisiert sich dieser Vorgang und man kann immer weitergähnen.
Was bei mir sehr gut wirkt ist, einen Ton zu summen und dabei kauende Bewegungen mit geschlossenem Mund zu machen. Diese Übung kommt eigentlich aus der Stimmbildung.
Nach einiger Übungszeit braucht man nur noch daran zu denken, dass man jetzt gerne Gähne möchte und schon geht es los.


Kopfmeditation

Diese Übung ist stammt aus dem mittlerweile leider vergriffenen Buch Bewusstseinserweiterung über Körper und Geist  von Robert Masters und Jane Houston. Hierbei stellt man sich eine kleine Kugel vor, die sich auf einer Kreisbahn auf Höhe der Augen im Kopf bewegt. Die Kugel bewegt kann sich im Uhrzeigersinn und dagegen bewegen und der Durchmesser der Kreisbahn kann variieren von einigen Millimetern bis einigen Metern.

Dr. Josef Zehentbauer liefert in  Körpereigene Drogen  eine Erklärung dazu:

Beobachtende Achtsamkeit
Schmerzhafte und ermüdete Körperregionen (z.B. die Beine) werden konzentriert beobachtet, die ganze Aufmerksamkeit wird auf die spürbaren somatischen Erscheinungen gerichtet;
autosuggestive Momente spielen dabei eine Rolle. Die Freisetzung von Endorphinen oder - bei Konzentrierung auf den cerebralen Bereich - die Mobilisierung von Acetylcholin und Noradrenalin kann erreicht werden.
 Durch die vermehrte Ausschüttung von Acetylcholin und Noradrenalin ist diese Übung für das WBTB wie gemacht.

Die Streaming-Technik


Die Streaming-Technik wurde schon an anderer Stelle beschrieben und soll hier nur der Vollständigkeit halber aufgezählt werden.

Weiter geht's mit Teil 3

Samstag, 17. September 2011

Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 24 bis Tag 26

Freitag, der 16.09.2011 bis Samstag, den 17.09.2011

Gestern Abend habe ich leider ein Nap ausgelassen, was sich heute nach dem Kernschlaf gerächt hat und ich in irgendeiner Umnachtung mich wieder hingelegt habe und eine Schlafphase weiter geschlafen habe.
Interessant finde ich, dass wenn ich verschlafe, ich tatsächlich nach 90 Minuten wieder aufwache.
Aber nun zu etwas vollkommen anderen:

Das polyphasische Wochenende:
Während polyphasische Arbeitstage sehr ähnlich zu den normalen Arbeitstagen verlaufen, finde ich die polyphasischen Wochenenden einfach phänomenal. Die Arbeitstage unterscheiden sich hinsichtlich Tagesform und Müdigkeit nicht groß voneinander.
Das lässt mich überlegen, ob meine frühere extreme Müdigkeit daher kam, dass ich acht Stunden täglich meine Zeit und Energie nicht auf eigene Ziele oder eine Arbeit, mit der ich mich vollkommen identifizieren kann, verwendet habe.
Würde ich mit weniger Schlaf auskommen, wenn ich statt meines jetzigen Berufs umweltfreundliche Technologien für Entwicklungsländer bauen und entwickeln würde?
Würde ich morgens aus dem Bett springen und vom Schlaf direkt in den Flow übergehen?
Könnte man so eine Utopie überhaupt leben? Eine intrinsisch motivierte Gesellschaftsform...
Darüber haben sich schon vor mir größere Köpfe Gedanken gemacht, von Karl Marx bis Peter Kropotkin.

Jedenfalls gehören jetzt größere Teile meines Wochenendes intrinsisch motivierten Handlungen und nicht wie die früheren Wochenenden dem Schlaf, was auf jeden Fall zur Lebensqualität beiträgt.
Wenn Tim Ferriss schreibt, dass die Qualität des Schlafs hauptsächlich vom Verhältnis von REM-Schlaf zu Non-REM-Schlaf abhängt, hängt dann die gefühlte Lebensqualität vom Verhältnis der intrinsischen zur extrinsichen Motivation ab?

Freitag, 16. September 2011

Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 20 bis Tag 23

Montag, der 12.09.2011 bis Donnerstag, den 15.09.2011

Für die Naps und den Kernschlaf habe ich mein Mindfold lieben gelernt. Das Mindfold ist eine von dem Maler Alex Grey entwickelte Schlafbrille, die es ermöglicht, mit offenen Augen bequem in komplette Dunkelheit zu starren. In dieser sinnlichen Deprivation macht das Gehirn interessante Sachen, ähnlich wie beim Floating oder bei der Dunkeltherapie. Jedenfalls kann ich mit dieser Brille wunderbar schlafen.

Vom Tagesgefühl und der Wachheit geht es immer auf und ab. Manchmal schwelge ich nach einem Nap auf einer Welle präsenter Glücksseligkeit, eine Schlafphase später kriege ich mich kaum noch wach und fluche, dass ich überhaupt mit diesem Experiment angefangen habe. Ich habe bislang noch keinen Zusammenhang herausgefunden, woran das liegen mag. Manchmal lege ich mich total fit für das Nap hin, um dann total erschlagen aufzuwachen, manchmal ist es genau umgekehrt.

Die letzten Tage war Traumtechnisch wieder ziemlich wenig, nur nach dem Kernschlaf konnte ich eine oder zwei Zeilen ins Traumbuch eintragen und nach manchen Naps bleibt ein vages Gefühl, etwas geträumt zu haben.Für die Naps und den Kernschlaf habe ich mein Mindfold lieben gelernt. Das Mindfold ist eine von dem Maler Alex Grey entwickelte Schlafbrille, die es ermöglicht, mit offenen Augen bequem in komplette Dunkelheit zu starren. In dieser sinnlichen Deprivation macht das Gehirn interessante Sachen, ähnlich wie beim Floating oder bei der Dunkeltherapie. Jedenfalls kann ich mit dieser Brille wunderbar schlafen.  
 
Vom Tagesgefühl und der Wachheit geht es immer auf und ab. Manchmal schwelge ich nach einem Nap auf einer Welle präsenter Glücksseligkeit, eine Schlafphase später kriege ich mich kaum noch wach und fluche, dass ich überhaupt mit diesem Experiment angefangen habe. Ich habe bislang noch keinen Zusammenhang herausgefunden, woran das liegen mag. Manchmal lege ich mich total fit für das Nap hin, um dann total erschlagen aufzuwachen, manchmal ist es genau umgekehrt.

Die letzten Tage war Traumtechnisch wieder ziemlich wenig, nur nach dem Kernschlaf konnte ich eine oder zwei Zeilen ins Traumbuch eintragen und nach manchen Naps bleibt ein vages Gefühl, etwas geträumt zu haben. 
 
 

Personal Growth - The Wealth Wizzard Challenge: Day 1 - 3

Tag 1:
 
Ich höre die Hypnose immer in der Nacht nach meinem Kernschlaf, weil mein Tag sonst dafür zu voll ist.
Laut Anleitung soll man sie im Sitzen hören weil man im Bett zu schnell einschläft. Da ich den Vielphasenschlaf noch nicht ganz verinnerlicht habe, besteht in der Zeit bei mir im Moment noch die Gefahr, im Sitzen einzuschlafen.
Zum Glück habe ich vor 3 Wochen im Buch ‚The future of the Body’ gelesen, dass man für Hypnose nicht zwingend unbewegt bzw. am Rande des Schlafes daliegen muss. Die Suggestionen können auch bei einfachen monotonen Tätigkeiten wie dem Fahren auf einem Hometrainer oder beim Gehen gut wirken. Also gehe ich im Zimmer auf und hab und genieße die Hypnose.
Schon beim ersten Hören blitzen immer Szenen aus meiner Kindheit auf, die ich als Grundlage negativer Glaubenssätze sehe. Spannend.
 
Tag 2:
 
Beim Hören der MP3 muss man gar nichts machen. Früher habe ich immer krampfhaft das visualisiert, was bei der Hypnose passieren soll. Dank der Anleitung aus dem Klartraumforum, die Tarabaz erstellt hat, kann ich heute viel entspannter rangehen. Ich beobachte einfach entspannt, was passiert, ohne irgendetwas erzwingen zu wollen oder groß aktiv teilzunehmen. 
 
Tag 3: 
Das Hören der Datei führt zu einem immer stärkeren Gefühl der Zufriedenheit und Motivation.

Personal Growth - The Wealth Wizzard Challenge: Introduction


The Wealth Wizzard Challenge

Vor längerer Zeit habe ich mich mal in den Newsletter des Binaural-Beat-Geeks eingetragen und bekomme seitdem immer wieder Post, die ich meistens nicht lese. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass mich seine Homepage zum Thema BinauralBeats ziemlich enttäuscht hat. Die Homepage wurde irgendwo als kompletter Überblick über die wichtigsten Brainwave-Entrainment-Anbieter präsentiert, was sie definitiv nicht ist. Sie besteht aus Berichten über fünf Anbieter bestand, die Affliates anbieten. Carl, der Betreiber der Seite schreibt aber, dass er nur auf Anbieter verlinkt, von denen er selbst wirklich überzeugt ist. Einen vergleichenden Überblick hätte ich trotzdem interessanter gefunden… 
Nun genug der Kritik. 
Vor einigen Tagen bekam ich eine Mail mit dem Thema der Wealth-Wizzard-Challenge, die ich dann doch gelesen habe. Es handelt sich hierbei um einen kostenlosen Kurs oder Projekt zum Thema Fülle und Reichtum im Leben. Bislang habe ich Derartiges einfach ungelesen in den Papierkorb verschoben und als Schwachsinn abgetan. Diesmal wollte ich es aus Neugierde ausprobieren, verlieren konnte ich ja nichts, weil das ganze Programm kostenlos war und es schien mir auch auf psychologischer Basis verfasst, d.h. die Veränderungen kommen daher, dass man beispielsweise Chancen besser wahrnimmt. 
Der Arbeitsaufwand ist auch moderat:
Bei dieser Challenge soll man täglich eine ca. 30-minütige Hypnose-MP3 anhören und ein ca. fünfminütiges Video ansehen.
Bei kostenlosen Hypnosetonträgern bin immer ängstlich und habe beim ersten Hören ganz genau auf die Suggestionen geachtet. Und es kam kein ‚Überweise dein ganzes Geld an den Hypnotiseur’ oder ein ‚Kauf alle Produkte, die wir haben!’. Ich  habe auch vorher für mich beschlossen, keine weiteren, kostenpflichtigen Programme oder Coachings in dieser Richtung zu machen.
Aber die Hypnose ist wirklich gut gemacht, es geht darum, begrenzende Glaubenssätze in Hinblick auf Geld und Wohlstand zu erkennen und durch positivere zu ersetzen. Letztendlich erkennt man einige Patterns aus dem NLP wieder.
Das Verhalten wird sehr stark von Glaubenssätzen bestimmt. Was man versucht, in welche Richtung man denkt, welche Ziele man sich setzt usw. wird von Denkmustern bestimmt. Wenn sich der Glaubenssatz, kein Geld zu haben oder immer pleite zu sein, sich in der Persönlichkeit einmal festgesetzt hat, dann tut derjenige unbewusst unlogische Dinge, die letztendlich dazu führen, dass der Glaubenssatz sich bewahrheitet. Ein typisches Beispiel wäre jemand, der gerne etwas Geld sparen möchte. Hat er aber am Ende des Monats noch etwas übrig, dann ‚kann er sich mal was gönnen’ und gibt das Geld für irgendwas aus. Letztendlich hat er am Ende des Monats wieder Null.
Da mir solche Verhaltensweisen nicht nur in Hinblick auf Geld nicht unbekannt sind, kann ich von derartigen Trainings eigentlich nur profitieren. 
Ich bin mal gespannt, was so passiert....

Dienstag, 13. September 2011

Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 20

Montag, der 12.09.2011
Von Samstag auf Sonntag wollte ich den Everyman-Schlafzyklus auf zwei Tiefschlafphasen reduzieren, was auch zu Anfang gut geklappt hat. Allerdings habe ich beim ersten darauf folgenden Nap total verschlafen und genau eine komplette Schlafphase abbekommen.
Zu erst hat es mich ziemlich geärgert, aber ich habe in dieser Zeit ziemlich viel geträumt und hatte einen kurzen Klartraum. Yeah!!!


Nach dem ganz guten Sonntag hing ich Montag dafür um so mehr in den Seilen. Die zwei Schlafphasen haben gut hingehauen, aber nach dem Morgennap lebte ich in einer Parallelwelt.
Immer wieder hatte ich So-REM, also direkten Übergang in die REM-Phase, was ja eigentlich beim PPS auch gewünscht ist. Jedoch nur zu den Naps, nicht beim einfachen Dasitzen.
Zu allem Überfluss hatte ich noch Betriebsversammlung und durfte mir einen viel zu kleinen und viel zu warmen Saal mit 200 Leuten teilen. Und einem Veranstalter, der offensichtlich nichts vom Lüften hielt. Und so kämpfte ich die ganzen 90 Minuten gegen den Schlaf an.
Vorne am Podium, wo unheimlich wichtige Leute unheimlich wichtige Sachen von sich gaben, gingen plötzlich zwei Türen auf und zwei Leute mit schwarzen Hosen und roten Stoffwesten kamen heraus, beide in der Hand ein Tablett mit Hamburgern.
Genau in diesem Moment wachte ich wieder auf....

Dafür ging es mir nach dem Mittagsnap deutlich besser.

Montag, 12. September 2011

Personal Growth - Win Wenger's Image Streaming Technique

Mir ist beim Surfen folgende Seite untergekommen: 


Win Wenger ist Autor oder Co-Autor des Buchs 'Beyond Teaching and Learning'.
Auf der oben verlinkten Seite stellt Win Wenger zwei Methoden vor, um den IQ dauerhaft um einige Punkte zu erhöhen.

Wenger legt in seinem eBook dar, dass die Aufmerksamkeitsspanne des Menschen von seiner Atemdauer abhängt, d.h. wenn man vom Einatmen zum Ausatmen wechselt, verliert man unweigerlich für einen kurzen Moment den Faden. 
Eine längere Aufmerksamkeitsspanne wird mit einer höheren fluiden Intelligenz in Verbindung gebracht (auf dieser Annahme basieren auch die Dual-N-Back-Spiele wie Brainworkshop, vgl. Susanne M. Jaeggi). 
Dafür empfiehlt er ein Tauchtraining über drei Wochen. Jeden Tag soll ca. eine Stunde auf dem Grund des Swimmingpools geschwommen werden. Je nach Fitnessgrad kann man alle 20 Sekunden bis 3 Minuten Luft holen.
Durch das gesteigerte Lungenvolumen erhöht sich die Zeitspanne zwischen zwei Atemzügen und man verfügt über eine größere Aufmerksamkeitsspanne.

Durch den erhöhten Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut erweitern sich die Halsschlagadern und lassen mehr Blut ins Gehirn. Bei einem einmaligen Training ist dieser Effekt temporär, aber nach einer gewissen Zeit wird er permanent und das Gehirn wird somit besser mit sauerstoffreichem Blut versorgt. 

Zusätzlich kommt beim Schwimmen unter Wasser ein weiterer Effekt zum Tragen: Der Tauchreflex. Taucht ein lungenatmendes Tier unter, so wird der Parasympathikus aktiviert und der Herzschlag verlangsamt sich und die inneren Organe werden vermehrt durchblutet. Dies trägt zusätzlich zum Effekt des Tauchtrainings bei. 

Dieses Training darf nicht ausgeführt werden, wenn man an einem Schlaganfall oder an cerebro-vaskularen Krankheiten leidet. 


Erfahrene Apnoe-Taucher raten davon ab, dieses Training alleine durchzuführen, da die Gefahr eines Schwimmbad-Blackouts besteht.


Win Wenger beschreibt mehrere Techniken, die sehr stark mit inneren Bildern arbeiten. Innere Bilder sind immer so eine Sache. Da mein dominanter Sinn der kinästhetische Sinn ist, fällt es mir recht leicht, Körperempfindungen und Gefühle hervorzurufen, aber mit wirklich sichtbaren Bildern hatte ich so meine Probleme. 
Nicht aber mit dieser Technik: hier gelang es mir beim ersten Versuch, mit offenen Augen in die Gegend zu starren und Bilder zu sehen, wie ein Film, der vor den Augen abläuft.

Und zwar geht das so: 

Die Image-Streaming-Technik basiert auf der Kombination einiger, unter anderem auch sehr alter Techniken. 
Die erste nennt Wenger die Sokrates-Technik, bei der der Übende alle Bilder, sowohl innere als auch äußere sehr detailliert beschreibt. 
Die zweite Technik nennt er frei übersetzt etwa 'Gedankenexperiment nach Einstein', der diese Übung zwar nicht erfunden aber sehr intensiv praktiziert hat. Hierbei lässt der Übende seinen inneren Bildern freie Bahn und beobachtet, in welche Richtung sie sich entwickeln. Einstein hielt dabei immer einen Stein in der Hand. Sollte er sich zu nah an den Schlaf bewegen, so würde er runterfallen und ihn aufwecken.  

Kombiniert man diese beiden Techniken miteinander, indem man alle Eindrücke minutiös beschreibt, entweder einem Zuhörer oder einem Aufnahmegerät, so hat man alle Vorteile dieser beiden Techniken kombiniert. Die Details sollen einfach ausgesprochen werden, ohne Zeitverzug und Nachdenken. Eher wie ein Wasserfall um den bewussten Zensor zu umgehen.

Wichtig ist jedoch, dass man die Beschreibung tatsächlich mit einem Zuhörer oder einem Aufnahmegerät macht. Allein das Wissen, dass hier tatsächlich jemand zuhört, verleiht der Übung eine vollkommen neue Qualität. 

Diese Übung soll jeden Tag 5 bis 10 Minuten durchgeführt werden.
Auf seiner Seite gibt es noch deutlich mehr Übungen, um die inneren Bilder einmal zum Laufen zu bringen und den Prozess noch weiter zu optimieren.
Ich bin auf jeden Fall begeistert von dieser Technik. Was es da nicht alles für Anwendungsmöglichkeiten gibt: 
  • Kreative Problemlösung
  • Innere Entdeckungsreisen
  • Verbesserte Erinnerung z.B. an ein schönes Erlebnis oder zur Verbesserung der Traumerinnerung 
  • Steigerung der Bewusstheit in bestimmten Situationen
Tausend Dank an Jami von klartraumforum.de für's Verlinken dieser Seite.

Siehe auch:
Artikel über das Image Streaming bei Infinite Minds

Sonntag, 11. September 2011

Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 19

Sonntag der 11.09.2011
Meine gestrige Erfahrung hat mir gezeigt, dass der Verzehr von Kohlehydraten ganz schön müde macht.
Durch das Essen von Kohlehydraten wird vermehrt Tryptophan aus der Nahrung ins Gehirn geschleust, das dort zu Serotonin umgebaut wird und im ersten Moment die Stimmung etwas hebt. Das Serotonin wandelt sich dann über kurz oder lang in Melatonin um und ab geht's in den Tiefschlaf.
Abends ist das auch ein erwünschter Effekt, aber nach dem Mittagessen wirklich störend.
Ich muss auch sagen, dass mein Appetit auf kohlehydrathaltige Nahrungsmittel deutlich zurückgegangen ist und ich vermehrt Lust auf Eiweiß und bodenständigere Nahrung habe.
Am Ende werde ich durch das Polyschlaf-Experiment auch noch zum Ketarier.

Der Begriff des Ketariers kam mir vor einem halben Jahr das erste Mal unter, als mir Ulrich Strunz' Buch "Warum macht die Tomate dick?" in die Hände gefallen ist. Darin geht es auf den ersten Blick ums Abnehmen, was eigentlich nicht mein Thema ist, eher das Zunehmen.
Das Hauptanliegen dieses Buches ist aber, die Vorteile der kohlehydratarmen Kost darzulegen. Bei dieser Ernährungsform gewinnt man die Energie nicht vorwiegend aus Stärke und Zucker sondern aus Fett und in gewissem Maße aus Eiweiß.
Diesen Vorgang nennt man Ketose und Leute, die sich derart ernähren Ketarier.
Diese Ernährungsform wird auch bei Tim Ferriss im 4-Stunden-Körper erwähnt. Ferriss hatte wohl stark Übergewicht und durch die Ernährungsumstellung hat er ziemlich schnell auf ein sportliches Gewicht abgenommen.
Vor einem halben Jahr habe ich das einmal ausprobiert und einige Monate fast ohne Kohlehydrate gelebt.
Mein Hauptgrund, diese Ernährungsweise auszuprobieren war die Tatsache, dass durch den höheren Eiweißgehalt der Nahrung mehr Bausteine für Noradrenalin und Dopamin aufgenommen werden, was eine stärkere Wachheit zur Folge haben soll und durch einen konstanteren Blutzuckerspiegel soll die Energie den Tag über stabiler bleiben.
Im Dreamviews-Forum gibt es einen Thread, der sich mit der Ernährungsweise befasst und der Wikipedia-Artikel über Low-Carb-Diet gibt nochmal einen guten Überblick.
Naja, mal schauen, wohin das noch führen mag. Ich werde diesen Ansatz wohl weniger bewusst verfolgen sondern einfach nach Appetit essen.


But now for something completely different:
Nachdem ich mich gestern noch beklagt habe, dass ich in den Naps nicht träume, hatte ich doch einen Minitraum im letzten.
Nebenbei lese ich noch Steve Pavlinas polyphasischen Schlaflog und bin jetzt bei Tag 22. 
Hier beschreibt er die Entwicklung, dass er mittlerweile mehr träumt als in der Zeit als er normal geschlafen hat. Auch seine Klartraumfrequenz soll gestiegen sein, allerdings nur auf die Quote von drei Klarträumen pro Monat.
Die liegt eher im niedrigeren Bereich. Je nach Alter, Lebenssituation und Trainingseinsatz kann man mit deutlich mehr rechnen. Aber es kommt ja nicht nur auf die Quantität an. 

Samstag, 10. September 2011

Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 15 bis Tag 18

Mittwoch der 7.09.2011 bis Samstag den 10.19.2011

Heute habe ich ein Nap überschlafen, was mich ziemlich ärgert. Eigentlich wollte ich um 22:00 Uhr für 20 bis 25 Minuten schlafen und bin erst 90 Minuten später aufgewacht. Die Zeit von 21:00 Uhr bis 0:00 Uhr ist für mich im Moment am schlimmsten, vermutlich besteht mein Körper auf sein Recht auf Kernschlaf ab 21:00 Uhr. Auch Naps helfen um die Zeit nicht wirklich. Aus diesen erwache ich genauso müde, wie ich mich hingelegt habe.

Nach dem Überschlafen heute habe ich mich um 0:00 Uhr wieder für drei Stunden hingelegt und hatte zum ersten mal seit Beginn des Experiments einen Traum, den man in mehr als zwei Zeilen beschreiben kann.
Scheinbar tritt der Effekt, dass man in den Naps gleich in die REM-Phase eintritt beim Jedermann-Schlafzyklus deutlich später auf als beim Uberman-Zyklus. Vielleicht hält das Gehirn an den alten Schlafmustern 'Tiefschlaf-Leichtschlaf-Traumschlaf' länger fest als beim radikaleren Wandel des Ubermans.

Der Verzehr eines Proteinshakes vor dem Kernschlaf, ich verwende US-2 Xten Pro, scheint die Müdigkeit nach dem Aufstehen zu reduzieren. Ein entsprechender Thread im Klartraumforum legt nahe, dass auch die Intensität der REM-Phase und die Klarheit durch den Verzehr vor dem Schlafen oder im WBTB positiv beeinflusst werden.
Dieser Shake besteht aus isoliertem Sojaeiweiß, das im Gegensatz zu Kasein direkt ins Blut geht und besser bekömmlich ist. Ebenso soll Molkeeiweiß (Whey Protein) sich gut eignen.
Ich persönlich gebe Sojaeiweiß auch aus ökologischen Gründen den Vorzug zu tierischen Produkten, da zur Herstellung der gleichen Menge pflanzlichen Nahrungsmittels deutlich weniger Boden und Wasser benötigt wird. Aber da erzähle ich wahrscheinlich nichts Neues.

Schlechte Erfahrungen habe ich mit dem Shake aus Soja von Body Attack gemacht. Geschmacklich (zumindest die Sorte Schoko) hat es mich (Achtung, Euphemismus!!) nicht so überzeugt. Mein Magen hat den Shake mit Befremden zur Kenntnis genommen und die Möglichkeit der Rücksendung in Betracht gezogen.
Vielleicht habe ich das Pulver auch falsch zubereitet, z.B. zu wenig gerührt, keinen Shaker benutzt oder sonstwas.

Jedenfalls ist jetzt Zeit für ein kleines Nap :)
Schönen Tag an alle!

Mittwoch, 7. September 2011

Exkurs: Autosuggestionen

Steigerung der Traumerinnerung und der Klarheit durch Autosuggestionen:

Einen zusätzlichen Push hinsichtlich Traumerinnerung und Klarheit können Autosuggestionen bringen. Diese trainieren das Unbewusste, an etwas zu glauben und können alleine dadurch gewisse Effekte hervorrufen.
Bekannte Suggestionen stammen z.B. aus dem Autogenen Training. Wiederholt man lange genug die Affirmation / Suggestion "Meine rechte Hand ist schwer, warm und entspannt", wird sich nach einiger Zeit tatsächlich ein Gefühl der Schwere und der Entspannung einstellen, die auch an Hand der Hauttemperatur gemessen werden kann.
Suggestionen können sowohl verbal als auch bildlich oder kinästhetisch formuliert werden. Auf den einen wirkt die oben genannte Formel besser, wenn er sie im Geiste immer wiederholt, ein anderer kann sich ein heißes Feuer oder eine glühende Sonne in der Hand vorstellen, um das gewünschte Ziel am besten zu erreichen. Wieder andere 'wissen' einfach, dass die Hand warm werden soll und schon wird sie warm.

Es gibt noch weitere Effekte, die die Effektivität der Suggestionen steigern können, beispielsweise Trance oder Entspannung, wie sie im autogenen Training oder der Hypnose angewandt werden. Oder aber die Nähe zum Schlaf, die in der hypnagogen Phase auftritt. Diese Zeit ist ja schon fast prädestiniert dafür, sich positive Affirmationen hinsichtlich des Traums zu geben.

Allan Hobson von der Harward University schreibt:
 [Lucid dreaming] is notably susceptible to pre-sleep autosuggestion.
Das Finden der passenden Suggestion:

Aus dem Finden passender Suggestionen wird in manchen Kreisen eine Wissenschaft für sich gemacht. Einige betonen, dass sie immer in der Gegenwart und positiv formuliert werden sollen, wohingegen Stephen LaBerge einfach die Formel "Wenn ich das nächste Mal träume, werde ich merken, dass ich träume" verwendet.
Andere verwenden die Suggestion: "Ich erkenne den Traum" oder ähnliches.

Wichtig ist, dass man sich mit dem Satz wohl fühlt und ihn auch annehmen kann. Man kann die Suggestion ein oder zweimal im Geiste wiederholen und dann seine Aufmerksamkeit nach innen richten. Fühlt oder bemerkt man einen Widerstand oder Widerwillen? Falls ja, kann etwas Anpassungsarbeit nötig sein.
Die Widerstände kann man wohlwollend zur Kenntnis nehmen und ihnen etwas nachfühlen.
Manchmal zeigen hierbei wichtige Einwände oder unbewusste Ängste, die es zu berücksichtigen gilt und auf die man sich in der geänderten Suggestion beziehen kann.
So kann dann aus "Ich habe Klarträume so oft ich will" nach einiger Anpassungsarbeit "Ich gehe verantwortungsvoll mit den vielen Klarträumen um. Ich habe die Fähigkeit, viele Klarträume zu haben" oder "Die klaren Träume bereichern mein Leben in jeder Hinsicht" werden. 

Mit einzelnen Suggestionen kann man mindestens zwei Wochen experimentieren.

Links


Lucid dreaming as a learnable skill: A case study. la Berge, Stephen P. Perceptual and Motor Skills, Vol 51(3, Pt 2), Dec 1980, 1039-1042.

The effects of a two-week reflection-intention training program on lucid dream recall. Paulsson, Timo; Parker, Adrian Dreaming, Vol 16(1), Mar 2006, 22-35

The Neurobiology of Consciousness: Lucid Dreaming Wakes Up Allan Hobson

Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 11 bis Tag 14

Samstag, der 03.09.2011 bis 06.09.2011

Meine Traumerinnerung ist immer noch, gelinde gesagt, kacke. Nach dem Kernschlaf erinnere ich mich meistens an einen Satz, den ich auch schön fleißig ins Traumtagebuch einfließen lasse.
Wärend der Naps kommt es mir eher so vor, als ginge ich geradewegs in den Tiefschlaf. Ins Traumtagebuch kommt dann im besten Fall ein Satz, der ein hypnagoges Erlebnis beschreibt.

Zum Wachhalten in den Abendstunden hat sich Yoga als sehr nützlich erwiesen, vor allem der Kopfstand macht nochmal einige Zeit etwas wacher.

Mittlerweile lässt sich der Polyschlaf ganz gut mit dem Büroalltag verbinden:
Bevor ich das Haus verlasse mache ich um 06:00 Uhr ein Nap, dann um 12:00 Uhr in der Mittagspause, was sich als gut durchführbar erwiesen hat. Um 18:00 nach dem Abendessen und um 21:00 Uhr. Macht vier Naps, nach Tim Ferris bräuchte ich jetzt noch eine Tiefschlafphase. Im Moment habe ich noch drei, also viereinhalb Stunden Kernschlaf. Wenn ich jetzt die Naps und den Kernschlaf zusammenzähle komme ich auf fast sechs Stunden Gesamtschlafzeit, aber ich will heute versuchen, den Kernschlaf auf drei Stunden zu drücken, so komme ich auf ca. viereinhalb Stunden gesamt.

Samstag, 3. September 2011

Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 10

Freitag, der 2.09.2011

Vor allem Abends finde ich es schwer, wach zu bleiben. So ab 22:00 Uhr fallen mir immer mehr die Augen zu, obwohl ich den Kernschlaf erst zwei Stunden später auf dem Stundenplan habe.
Aber was mich wirklich immer wieder beeindruckt ist, wie lange mir ein 25-minütiges Nap vorkommt. Meistens wache ich immer noch nach zehn Minuten auf und denke, ich hätte total verschlafen. Das fühlt sich an, als hätte ich mindestens eine Stunde oder mehr dagelegen.

Die Träume sind bislang immer noch nicht so ausgeprägt, ich frage mich, wie Steve Pavlina das gemacht hat, sein Blog hat immerhin 25 Postings zum Thema Klarträumen.
Der erste Klartraum fand an Tag 18 seines Experiments statt. Ob sich seine Klartraumquote verändert hat weiß ich bislang noch nichts, aber ich suche weiter.

Schritt 3: Der WILD - Teil 7

Der WILD mit Unterstützung durch Reize von außen:

Rhythm Napping
Rhythm Napping scheint eine sehr vielversprechende Technik zum Erzeugen klarer Träume zu sein. Manche Oneironauten haben schon beim ersten oder nach sehr wenigen Versuchen Erfolg damit, andere brauchen eine kurze Eingewöhnungszeit. Es kann vorkommen, dass man sich durch dieses ungewohnte Schlafverhalten den Morgen danach ziemlich kaputt fühlt. Das gibt sich aber nach einigen Versuchen.


Populär wurde diese Technik durch Saltcube, ob der Betreiber Nick Newport auch der Erfinder ist, ist mir nicht bekannt.

 
Durchführung
Vom Prinzip her ist diese Technik sowohl einfach als auch genial:
Nach dem WBTB versucht man bewusst einzuschlafen und lässt sich von einem Timer in regelmäßigen Abständen wecken, um so in einen Zwischenbereich von Schlafen und Wachen zu gelangen und dort zu bleiben.

Der Timer
Zu erst benötigt man den sogenannten Timer, der einen in regelmäßigen Abständen mit einem Geräusch weckt.
Bei Saltcube oder hier können unterschiedliche MP3-Dateien oder ein frei programmierbarer Flash-Timer für PC, Playstation Portable oder das Iphone heruntergeladen werden.
Auch der Lucidweaver hat eine ähnliche Funktion eingebaut. Mittlerweile ist er nur noch als kostenpflichtige App erhältlich. Früher konnte man ihn kostenlos als Java-Datei für ziemlich jedes Handy herunterladen.

Oder aber man erstellt mit einem Audioeditor wie Audacity einen vollkommen individuellen Timer. 

Das WBTB
Nun geht man über zu Schritt 2, dem WBTB. Das WBTB ist schon eine Kunst für sich, in der jeder für sich selbst die optimale Schlaflänge und die Dauer der Wachperiode finden muss. Braucht man danach zu lange, um wieder einschlafen zu können, sollte man die Wachzeit und Schlafzeit reduzieren, schläft man zu schnell ein, sollte man die Wachzeit ausdehnen.

Das Napping
Jetzt geht es Back To Bed. Ausgerüstet mit einem MP3-Player oder ähnlichem legt man sich ins Bett. Ein MP3-Player hat den Vorteil, dass der Weckton durch die Kopfhörer keine anderen Personen im Haus stört wie es Lautsprecher tun würden. Wichtig sind gute und bequeme Kopfhörer, die den eigenen Schlaf nicht stören und sich bequem tragen lassen, wie beispielsweise die von Koss the Plug.
Die meisten MP3s beginnen mit dem Wecksound, damit man Gelegenheit hat, die Lautstärke optimal einzustellen.
Hier ist wieder etwas Anpassungsarbeit vonnöten. Der Wecksound sollte so laut sein, dass er den Schlaf zwar zuverlässig unterbricht aber einen nicht aufschrecken lässt.

Nun versucht man, klar einzuschlafen und zu träumen. Wenn man im ersten Zeitabschnitt einen Klartraum hat, dann ist das gut. Schläft man trüb ein, so wird man nach dem ersten Zeitintervall durch den Timer geweckt und hat eine weitere Chance. Da man frisch aus dem Schlaf kommt, ist die Chance auf einen bewussten Übergang größer.
Wichtig ist, jetzt ganz ruhig liegen zu bleiben und sich nicht zu bewegen, um so das Wiedereinsteigen in den Traum zu erleichtern. Saltcube sagt sogar, dass nicht einmal die Augen bewegt werden sollten.
Jetzt können interessanten Effekte auftreten, beispielsweise das Gefühl, eine Welle aus 'Energie' würde den Körper durchströmen oder man fühlt sich plötzlich auf dem Bauch liegend, obwohl man auf dem Rücken eingeschlafen ist. 

Also dann: Gute Nacht und klare Träume!

P.S.: Eine sehr gute deutsche Anleitung findet man bei Klartraumforum.de.

Donnerstag, 1. September 2011

Schritt 3: Der WILD - Teil 6

Visualisierungstechniken

Beim Einschlafen können Visualisierungen helfen, bewusst in den Traumzustand hinüberzugleiten.
Allein vom Gehirnstoffwechsel passiert bei den inneren Bildern einiges: So schreibt Josef Zehentbauer in seinem Buch 'Körpereigene Drogen' von den Botenstoffen Noradrenalin, Dopamin und Acetylcholin, die hierbei vermehrt ausgeschüttet werden.
Das ist mir unbewusst ein paar mal passiert. In dieser Zeit wusste ich aber leider noch nichts vom Klarträumen. Ich litt unter chronischem Schlafmangel, der ja das spontane auftreten von REM-Schlaf ohne vorhergehenden Tiefschlaf ermöglicht, und beschäftigte mich mit der Mnemotechnik nach Tony Buzan, in der es auch viel um Visualisierung ging. Als ich nachmittags versuchte, mir spanische Vokabeln anzueignen und ich dem Schlaf immer näher kam, begannen auf einmal die Bilder sich zu verselbstständigen. Vorgestellte Personen begannen mit mir zu sprechen und stellten sich mit ihrem Namen vor. In ernsthafter Sorge um meinen Verstand brach ich das Lerntraining ab.

Jetzt, mit mehr Erfahrung kann man unverkrampfter an die Sache rangehen.


Stephen LaBerge beschreibt in Exploring the World of Lucid Dreaming drei Techniken, die auf der Visualisierung beruhen und sehr große Ähnlichkeiten mit denen aus dem Tibetischen Traumyoga haben. Hierbei geht es darum, gewisse Bilder, etwa farbige Lichtpunkte, beim Einschlafen oder im WBTB innerhalb des Körpers zu erzeugen.
Man kann gut mit verschiedenen Bildern und Punkten experimentieren. Einen tieferen Einblick in das tibetische Traumyoga bietet Übung der Nacht von Tenzin Wangyal Rinpoche. Aus Respekt vor der Kultur der Tibeter möchte ich hier nicht weiter auf die Techniken eingehen, da diese auch im größeren Zusammenhang zu sehen sind.

Taktile Bilder erzeugen:
Bei manchen Menschen ist der dominante Sinn nicht der visuelle, sondern der Taktile oder Kinästhetische Sinn. Ihnen fällt es leichter, sich Berührungen oder Körperempfindungen vorzustellen. Robert Bruce hat einige wirklich gute Anleitungen verfasst, die auf dieser Art der inneren Bilder basieren. Zwar hat er diese in das Konzept der transphänomenalen Lebensenergie (vgl. Chi, Prana, Mana) eingebettet, aber die Techniken funktionieren auch gut, wenn man die Philosophie dahinter einfach weglässt und die Ergebnisse als Produkte des Gehirns betrachtet.

Der Visual Induced Lucid Dream
Bei dieser Technik konstruiert man sich im Geiste vor dem Einschlafen eine Traumszenerie, in der man klar werden möchte. Vor dem Einschlafen oder im WBTB visualisiert man diese Situation immer wieder und wieder. Die Situation sollte möglichst identisch sein und einen Moment des Klarwerdens, bzw. einen erfolgreichen Reality Check beinhalten.
Ist man in der Vorstellung soweit, beginnt man wieder von vorne.
Wichtig ist, sich nicht unter Druck zu setzen, einfach entspannt die inneren Bilder fließen lassen. Diese intensivieren sich schon ganz von alleine, je nach Veranlagung kann es auch sein, dass man gar nichts 'sieht', sondern einfach 'weiß, dass es da ist' oder 'so ein Gefühl hat'. Das ist auch gut.
Auch um die Frage, ob man sich selbst von außen sehen soll oder die Situation aus der Ego-Perspektive sehen soll, ist schon viel gestritten worden. Ich würde sagen: wichtiger als ein exaktes Einhalten der Schritte ist es, entspannt zu bleiben. Erfolgsdruck ist vollkommen kontraproduktiv, auch eine auf den ersten Blick schlechte Übung kann sich in einen Erfolg verwandeln und jedes Mal Üben ebnet den Weg für zukünftige Klarträume.
Hier gilt wieder: Beständig aber nicht verbissen üben!

Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 6 bis Tag 9

Dienstag, der 30.08.2011 bis Donnerstag, der 01.09.2011:

Mittlerweile werden die Träume in den Naps intensiver und ich kann auch in ungünstigen Umgebungen schlafen. Der Grund für die bessere Erholung am Wochenende liegt wohl daran, dass ich die Naps im Bett machen konnte und nicht im Bus oder auf dem Bürostuhl in der Mittagspause.
Diese verkrümmten Nickerchen machen auch echt Rückenschmerzen. Wohl dem, der sich den Tag frei einteilen kann und die Schläfchen in der Horizontalen machen kann.

Mir scheint, dass die Aufteilung des Tages auch eine Rolle spielt: wenn ich den Kernschlaf von 0:00 Uhr bis 4:30 Uhr mache, finde ich es wirklich schwierig, mich solange noch wach zu halten. 23:00 Uhr finde ich eine gute Zeit, wenn das letzte Nap um 17:00 Uhr zu Ende ging.

Aber so ganz hundertprozentig bin ich noch nicht. Am Mittwoch bin ich in der Vorfreude auf das kommende Schläfchen erst mal gnadenlos in den falschen Bus eingestiegen und so spontan Lesen klappt auch noch nicht so richtig.