Freitag, 23. Dezember 2011

Olè Olè, der neue Rühlemann's-Katalog ist da

Gestern schneite der neue Rühlemann's-Katalog bei mir ins Haus. In diesem findet der geneigte Klarträumer einiges an Kräutlein und Pflanzen, die sich positiv auf das Traumleben auswirken, z.B.
  • Ajo Sacha, ein Kraut, das südamerikanische Schamanen bei ihrer Dieta verwenden und zu intensiven und klaren Träumen führen soll
  • Heiliges Basilicum, Occimum Sanctum, auch Tulsi genannt, hat nachgewiesene nootropische Eigenschaften.
  • Beifuß, der in der keltischen Tradition mit dem Träumen in Verbindung gebracht wird
  • Calea Tenifolia, das als Calea Zacatechichi bekannte mexikanische Traumkraut, soll zu deutlich mehr erinnerten Träumen in der Nacht führen.
  • Californischer Mohn, der nichts mit dem Schlafmohn zu tun hat und auch keine Opioide enthält.
  • Ginko, der sich allgemein gut auf das Gehirn auswirkt
  • Gotu Kola, man sagt, die Elefanten hätten ein so gutes Gedächtnis, weil sie immer Gotu Kola äßen.
  • Mucuna Pruriens, die Juckbohne, die für actiongeladene, intensive Träume sorgt.
  • Verbena Hastata, die blaue oder Lanzenverbene, die von den nordamerikanischen Indianern in Traumtees getrunken wird.
Ein toller Laden für den botanisch interessierten Klarträumer.

Weitere Infos findet man in der Hilfsmittelsektion des Klartraum-Wikis oder bei der Rühlemann's Homepage...

Freitag, 9. Dezember 2011

Experiment: Low Carb, Glutenfrei, Caseinfrei Tag 22 - 28

Montag, den 28.11.2011 bis Montag, den 05.12.2011


Das Experiment ist seit heute beendet. Ich muss sagen, viel habe ich nicht vermisst die Zeit über. Ok, die Umstellung fand ich etwas anstrengend, aber nach ca. einer Woche ging es. Das einzig Nervige ist aber die absolute Inkompatibilität mit der Gesellschaft. Das ist auch der Grund, weshalb ich das Experiment auch wieder einstelle. Vielleicht werde ich diese Ernährungsform irgendwann wieder einmal aufnehmen, aber jetzt ist erst mal Whynachten! Mit Keksen und heißer Schokolade....


Zum Abschluss noch eins meiner Lieblingsrezepte:


Erdbeereis:

ca. 300g gefrorene Erdbeeren, 30 sec. in der Mikrowelle bei 700 Watt antauen,
mit Soja-Reis-Milch aufgießen.
Durchpürieren.
Fertig.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

40 Sleep Hacks: The Geek's Guide to Optimizing Sleep

Ein tolles eBook. Es bietet richtig viele Anregungen, wie man seinen Nachtschlaf oder Tagschlaf oder was auch immer noch deutlich verbessern kann.  

Der einfachste Weg geht hier direkt zum PDF. 

Der offizielle Link geht über Sleepwarriors Homepage, bei der man aber seine eMail-Adresse angeben muss. Hier gibt es aber noch weitere interessante Artikel zum Thema. 

In diesem eBook werden viele Fragen beantwortet, z.B. 
  •  wie lange es dauert, bis man einen neuen Schlafzyklus übernommen hat
  •  ob man sich auf Dauer an weniger Schlaf gewöhnen kann
  •  warum ein Frühstück wichtig ist
  •  warum Klarträumen cool ist
  •  warum Naps am Tag super sind
  •  wie man morgens freiwillig aus dem Bett kommt
  •  wie sehr der Schlaf vom Placebo abhängig ist

Viel Spaß beim Hacken!

Montag, 5. Dezember 2011

Experiment: Low Carb, Glutenfrei, Caseinfrei Tag 14 - 21

Montag, der 21.11.2011 bis Montag, den 28.11.2011


Nennenswert Neues ist nichts passiert. Ich fühle mich eigentlich immer noch so wie vorher. Ich freue mich aber riesig auf das Ende des Experiments in 7 Tagen.


Zu Weihnachten habe ich ein bisschen mit Keksen experimentiert. Mein Lieblingsrezept:


Chocolate Overkill:


100 g gemahlene Mandeln
100 g gemahlene Haselnüsse
50 g Kokosraspel
75 bis 100g Bitterschokolade
4 Eiweiß


Die Bitterschokolade kleinraspeln und mit den restlichen Zutaten vermischen.
Mit zwei Löffeln linsenförmige Kekse daraus formen.
Bei ca. 170 °C ca. 15 Minuten backen.
Heiß schmecken sie am besten.

Freitag, 2. Dezember 2011

Mein Ganzfelderlebnis

Nach einem kleinen Nap habe ich eine zwanzigminütige Ganzfeld-Session gemacht. Dafür habe ich die hier verlinkte Mp3 gehört und meine Augen mit den in Form geschnittenen Ping-Pong-Bällen verdeckt. Meine Brille hielt diese an Ort und Stelle.
Allerdings musste ich ein wenig mehr machen, als die Bälle nur zu halbieren. Um ein wirklich gutes Ganzfeld zu bekommen, muss man die Form ein wenig anpassen. Eine Farbverlaufslampe von Ikea lieferte das rote Licht.

Und so starrte ich in das rote Nichts und hörte das weiße Rauschen. Schon nach einer gefühlten Minute begannen sich aus den Lichtpunkten bewegende geometrische Muster zu formen, die sich im Laufe der folgenden Zeit in richtige Bilder und Szenen verstärkten.


Interessanter als die Optics fand ich allerdings die Körper- und Ich-Gefühle.  Vom Kopf zum Körper entstand ein Gefühl des Fließens.
Ein sehr seltenes Gefühl, als ob Kopf und Körper eins wären, stellte sich ein. Das Gefühl steigerte sich sogar noch in ein Gefühl, eins mit dem Ganzfeld zu sein.

Dabei muss ich wohl kurz eingenickt sein und hatte einen kurzen Traum, in der es um Übungen ging, die Traumerinnerung zu steigern.

Aus dem weißen Rauschen bildete sich nach und nach etwas Musik. Eigentlich klang das sogar richtig gut, eine Art gechilltes Drum and Noise.

War schön. Wird bei Gelegenheit wiederholt...
Interessant wäre auch, diese Effekt mit einem Stroboskop zu verbinden. 

Dienstag, 29. November 2011

Traumarbeit: Die Objektivierung des Traums

Im Buch "Durch Traumarbeit zum eigenen Selbst" von Strephon Williams findet sich eine sehr vielversprechende Übung, um mit seinen Träumen zu arbeiten - 'Die Objektivierung des Traums'.
Ich war von dieser Übung bereits nach dem ersten Mal begeistert.

Williams ist Dozent für Jungsche Psychologie und für Transpersonale Traumarbeit - das verrät der Klappentext seines Buches.
Seine Traumarbeit nennt er Jung-Senoi-Methode, wobei er sich offensichtlich im Klaren ist, dass die Senoi nicht in dem Maße Traumarbeit betrieben, wie gelegentlich vermutet.

Nichtsdestotrotz hat er sehr effektive Techniken zusammengetragen und entwickelt, um sich seinen Träumen zu nähern.

Die Objektivierung des Traums
Die Objektivierung des Traums ist die erste Technik, mit der man die Traumarbeit nach Williams beginnt. Sie dient unter anderem dazu, eine gute Arbeitsgrundlage für weitere Traumtechniken zu schaffen, aber ich finde sie auch so sehr interessant und erhellend.
Von der Durchführung her ist die Methode der Objektivierung sehr einfach:
Nach dem Erwachen und Aufschreiben des Traumes arbeitet man eine Liste an Fragen schriftlich ab.

  • Wie handelt das Traum-Ich und was unterlässt es?  
  • Welche Gegensätze und welche Gemeinsamkeiten sind deutlich zu erkennen? Wie sind sie aufeinander bezogen?  
  • Welches sind die wichtigsten Symbole und wie hängen sie miteinander zusammen?
  • Welche Ereignisabfolgen handlungs- und gefühlsmäßiger Art gibt es?
  • Welche dynamischen Entwicklungstendenzen ergeben sich aus der Verallgemeinerung der wichtigsten Symbole?
  • In welcher Beziehung steht das Traum-Ich zu den wichtigsten Symbolen?
  • Welche Ausgangssituationen, Konflikte und ungelösten Probleme sind vorhanden?
  • Welche Lösungen und heilenden Umstände treten bereits im Traum auf?
  • Welche Beziehungs- und Lösungsmöglichkeiten wurden nicht realisiert und üssen deshalb noch verwirklicht werden? 
  • In welchem Zusammenhang steht dieser Traum zu anderen Träumen? Sind gewisse Symbole schon früher aufgetreten?
  • Wie ist der spezielle Charakter oder das Wesen des Traumes zusammenfassend zu beschreiben?
  • Was konnte man bis jetzt durch die Traumarbeit lernen?

Am besten kann man schon eine Seite mit diesen Fragen vorbereiten und vervielfältigen. Das hat den Vorteil, dass man nicht jedes mal die Fragen wieder abschreiben muss.
Alleine diese Beschäftigung mit dem Traum hat schon tief greifende Wirkungen.

Samstag, 26. November 2011

Paul Tholey und Stephen Laberge im Interview

1989 fand in London die Konferenz der 'Association for the Study of Dreams' statt, auf der sich Paul Tholey und Stephen LaBerge, zwei Pioniere der Klartraumforschung, zum ersten mal persönlich trafen.
Ihre sehr interessante Unterhaltung ist unter folgendem Link abgedruckt und ins deutsche übersetzt: 


http://www.traum.ac.at/PDF/tholey_laberge.pdf

Es geht unter anderem um das Bewusstsein im Traum und  die Möglichkeit, zwei Traumselbste zu haben. Das finde ich schonmal sehr abgedreht und kann es kaum erwarten, bis ich soweit im Klarträumen versiert bin, um das selbst zu erleben.

Im weiteren Verlauf beschreibt Tholey eine Technik zur Erzeugung außerkörperlicher Erfahrungen, die er als Art Klarträume ansieht, und er erklärt eine von ihm entwickelte Stabilisationstechnik.

Grenzen und Möglichkeiten der klaren Träume und aktuelle Forschungen der Frankfurter Klartraumgruppe werden beschrieben.

Alles in allem finde ich das Interview sehr lesenswert, ein Muss für den fortgeschrittenen Klarträumer.

Donnerstag, 24. November 2011

Experiment: Low Carb, Glutenfrei, Caseinfrei Tag 8 - 14

Montag, der 14.11.2011 bis Montag, den 21.11.2011

Es geht soweit gut. Ich bilde mir ein, konzentrierter und wacher zu sein, kann mich aber auch täuschen. Nachteile hatte ich bislang keine, außer beim Essen gehen: Der einzigen Läden, in dem man ein vegetarisches und gluten- und caseinfreies Essen bekommt, sind Chinarestaurants. Aber lecker.

Mein Lieblingsgericht ist folgendes:
Mit einem Sparschäler schneidet man eine Zucchini und zwei bis drei Karotten in feine Streifen, brät diese kurz an und kippt am Ende noch einen Schuss passierte Tomaten und einen EL Chilipaste dazu. Noch kurz salzen und fertig.

Mittwoch, 23. November 2011

Binaural Beats V - Noch mehr Kostenloses im Netz

1. Die MetaMind Mindmachine
Die MetaMind Mindmachine hat einige voreingestellte Settings, aber man kann sich unheimlich einfach Tracks nach eigenen Vorstellungen und Vorlieben erstellen.
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, den Bildschirm in der gewünschten Stimulationsfrequenz blinken zu lassen oder LED-Brillen anzuschließen.

2. Healingbeats.com
Healingbeats bietet auf oben verlinkter Seite 9 Tracks mit binauralen Beats zum Stream an.

3. Der Gnaural Binaural Beat Generator
Gnaural verfügt ebenfalls über einige Voreinstellungen, jedoch liegt der Hauptvorteil ebenfalls darin, dass man Binaural Beats nach eigenen Vorstellungen erzeugen kann.

4. Squareeater - Audiovisuelle Videos
Die Videos von Squareeater bestehen aus Binaural Beats und pulsierenden Quadraten.


Siehe auch:

Binaural Beats I: Allgemeines
Binaural Beats II: Kostenlose Downloads
Binaural Beats III: Binaural Beats selbst erstellen
Binaural Beats IV: Erfahrungsbericht Mega Brain Zones von Michael Hutchison
Binaural Beats VI: Audiovisuelle Videos bei Youtube
Binaural Beats VII: Neurosoups Tipps für Binaural Beats

Dienstag, 22. November 2011

Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 70 bis Tag 90

Montag, der 01.11.2011 bis Montag, den 21.11.2011

Lange ist es her seit dem letzte Eintrag zum Thema Vielphasenschlaf. Irgendwie habe ich das Schlafmuster Everyman 2-3, also zwei Schlafphasen Nachtschlaf und drei Naps täglich nicht durchhalten können.
Obwohl ich die zusätzliche Stunde gut gebrauchen könnte, kam ich auf keinen grünen Zweig damit. Ich schleppte mich eher durch die Woche, um dann am Wochenende regelmäßig um eineinhalb bis drei Stunden zu verschlafen.
Ich kam trotzdem immer auf eine Schlafzeit von unter acht Stunden, aber ich habe mich jedes mal wieder darüber geärgert. Hinzu kam, dass ich dann die nächste Woche wieder müde war.
Deshalb gönne ich mir in der Nacht eine zusätzliche Schlafphase. Nach 4,5 Stunden Kernschlaf stehe ich erholt und meist vor dem Wecker auf und lege mich um 12:00 Uhr zum Mittagsnap hin.
Nur überlege ich immer noch, wie ich mein Gehirn davon überzeugen kann, in den Naps mehr zu träumen. Meistens wache ich auf und erinnere gar nichts oder ein vages Bild. Ich versuche es im Moment mit Visualisierung vor dem Nap.

Für den Zeo Personal Sleep Coach gibt es noch ein Programm oder App für Polyphaser.  Der Zeo, das kompakte Schlaflabor für Heimanwender, erkennt, wenn man im Nap in eine Leichtschlafphase fällt. Ein Weckton reißt einen so lange wieder aus dem Schlaf, bis man in eine REM-Phase fällt. Will haben! :)

Sonntag, 20. November 2011

Experiment: Low Carb, Glutenfrei, Caseinfrei Tag 1 - 7

Die erste Woche von Montag, der 07.11.2011 bis Montag, den 14.11.2011

Die ersten zwei Tage dachte ich abends, ich würde es nicht durchhalten, ich hatte so einen Appetit auf Kohlehydrate und alles, was damit zusammenhängt: auf Kuchen, Kekse, Torte usw.

Nach drei bis vier Tagen habe ich mich aber an die neue Ernährung gewöhnt und freue mich über eine gesteigerte Wachheit am Tag.

Ich habe das optimale Rezept für zwischendurch gefunden: 100 g Mandeln und eine halbe bis eine Banane, mit einer Gabel ca. 100x zerdrücken und daraus Kugeln formen. Erinnert ein bischen an die Hare-Krsna-Bällchen, die man auf Festivals immer geschenkt bekommt.
Aber für meine Zwecke ist es optimal: 15 g Kohlehydrate und 660 kcal.
Womit ich wieder bei Tim Ferris wäre: Er aß Mandelmus mit Stangenselerie und Leinsamenöl vor dem Abendessen, um einen erholsameren Schlaf mit mehr REM-Anteil zu bekommen.
Ich würde gerne mit dem Zeo Personal Sleep Coach überprüfen, inwieweit sich an den REM-Phasen tatsächlich etwas ändert.

Freitag, 18. November 2011

Lucidity - Websaga

Lucidity ist ein lustiger, ok, ein eher kranker Amateurfilm in vier Teilen zum Thema Klarträumen.
Auch wenn der Anfang recht verstörend wirkt, finde ich ihn richtig gut, einordnen könnte man ihn als Mystery-Thriller. Vielleicht wie eine Mischung aus Inception und American Pie.



Lucidity ~ Episode I "Decisions" (web saga) von Third_Productions

Mittwoch, 9. November 2011

Binaural Beats IV - Mega Brain Zones, Vol.5, Focus + Exploration

Ich habe mir von Michael Hutchison den Tonträger 'Mega Brain Zones - Vol. 5' erworben und dabei, sie intensiv zu testen. Der erste Track auf dieser CD soll in einen Zustand entspannter Konzentration, der zweite Track soll in einen entspannten Zustand der freien Assoziation führen. Im Moment interessiert mich eher die Konzentration.  

 1999 schrieb Arvid Leyh in Nur in deinem Kopf - das Update für Geist und Gehirn, dass es sich bei den CDs von Hutchison um die besten zu dieser Zeit erhältlichen Tonträger handele. Und er schrieb auch:


Wer sich einmal an Hutchisons teilweise etwas gewagte Musikuntermalung gewöhnt hat, kann mit einer enorm effektiven Technik arbeiten.  [Nur in deinem Kopf, S.182, ]
Mit der Musikuntermalung hat er auf jeden Fall recht: Die Klänge erinnern an Science-Fiction-Serien aus den 80ern. Beim Hören der CD habe ich immer irgendwelche gezeichneten Raumschiffe, die durch psychedelische Raumlandschlaften fliegen im Hinterkopf.

Ich bin mal gespannt, was die Zeit noch so bringen mag.


Michael Hutchison Mega Brain Zones, Vol.5

Binaural Beats I: Allgemeines
Binaural Beats II: Kostenlose Downloads
Binaural Beats III: Binaural Beats selbst erstellen
Binaural Beats V: Kostenlose Downloads
Binaural Beats VI: Audiovisuelle Videos bei Youtube
Binaural Beats VII: Neurosoups Tipps für Binaural Beats

Dienstag, 8. November 2011

Isochronic Beats: Tonträger selbst erstellen

Gerade habe ich mal versucht, eine ganz einfache Brainwave-Entrainment-Datei mit Isochronic Beats zu erstellen. Wobei 'Beats' eigentlich irreführend ist, da auf der Datei keine Schläge zu hören sind, sondern ein Wummern, das ich unter Audacity mit der Funktion 'Tremolo' eingefügt habe.

Aber der Reihe nach:

Zu erst benötigt man eine Trägerdatei, z.B. ein Musikstück. Am besten eignen sich Chor- oder Streicherstücke, da die einen relativ konstanten Klangteppich erzeugen.
Für dieses Beispiel habe ich den Canon von Johann Pachelbel verwendet, hier die Quelle.

Diese Datei importiert man in Audacity und markiert alles.
Unter 'Effekt' - 'Plugins 1 bis 10' findet man die Funktion Tremolo, mit der man ein wenig herumspielen kann. Ich habe bei dieser Datei eine Entrainment-Frequenz von 22 Hz gewählt.

Das war es schon fürs erste. Natürlich kann man jetzt noch Binaural Beats und weitere Effekte einfügen und miteinander kombinieren.

Das erste Ergebnis findet man hier, wobei ich noch nicht ganz zufrieden bin. Alles in allem klingt es ein wenig eigenartig, vermutlich braucht man doch einen dichteren Klangteppich.

Ich bleibe dran...

Siehe auch:

Artikel über Binaural Beats und Isochronic Beats
Online-Isochronic-Beat-Generator

Montag, 7. November 2011

Experiment: Low Carb, Glutenfrei, Caseinfrei

Für die nächsten vier Wochen möchte ich zwei Ernährungsformen ausprobieren:
Bei diesem Experiment geht es mir eher um die Wirkung auf den Geist, vor allem auf Wachheit und Tagesform.

1. Low-Carb-Ernährung


Zu Beginn meiner Zeit als Polyphaser habe ich deutlich weniger Kohlehydrate gegessen als jetzt. Seit dem letzten Urlaub nahm das überhand und ich bin morgens deutlich müder und verschlafe häufiger. Wenn ich vor den Naps noch Kohlehydrate esse, wache ich danach deutlich müder auf.
Die Ursache ist ziemlich klar: Tryptophan. Diese Aminosäure kann bei der Anwesenheit von Kohlehydraten verstärkt ins Gehirn gelangen und wandelt sich dort zu Serotonin und Melatonin um. Und das macht natürlich müde.

Außerdem soll sich der Neurotransmitterspiegel im Gehirn durch die vermehrte Aufnahme von Eiweiß mehr in Richtung Noradrenalin und Dopamin verschieben, was eine gesteigerte Wachheit und stabilere Stimmungslage erzeugen soll.

Nachteil: Low Carb wird eigentlich immer mit Abnehmen in Verbindung gebracht. Das will ich aber nicht, eher zunehmen. Irgendwie muss das doch möglich sein?

Wieso macht die Tomate dick?: Schlank und fit für immer - Kohlenhydrate aufspüren und austricksen -
http://de.wikipedia.org/wiki/Low_Carb

2. gfcf-Ernährung

Die Eiweiße Gluten und Casein spalten sich bei der Verdauung in Peptide aufgespalten, die wie Opioide wirken sollen, sogenannte Exorphine. Aus diesem Sachverhalt hat sich die sogenannte glutenfreie-caseinfreie Ernährung entwickelt.
Angewandt wird sie medizinisch bei Schizophrenie, Autismus und Aufmerksamkeitsstörungen.
Zwar habe ich davon nichts (hoffe ich zumin..., boah, ein Eichhörnchen.....), aber ich bin neugierig, ob es irgendeine Wirkung gibt.

Die ersten zehn Tage sollen wirkliche Entzugserscheinungen auftreten, danach hätte sich der Körper wohl an die Nahrungsumstellung gewöhnt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gfcf-Ern%C3%A4hrung

Freitag, 4. November 2011

Klarheit erhöhen: aufrecht schlafen

In der Umgewöhnungszeit zum polyphasischen Schläfer bin ich im Sitzen immer mal für einige Sekunden weggenickt, bevor mich mein Gleichgewichtssystem wieder aufgeweckt hat. Meistens hatte ich in dieser extrem kurzen Zeit, die ich effektiv geschlafen habe, einen Traum. Manchmal konnte ich sogar bewusst und klar in diesen Traum einsteigen.
Wenn ich mich aber in Vorfreude kommende Träume hingelegt habe, dann habe ich einfach durchgeschlafen, manchmal sogar komplett ohne Traumerinnerung.
Irgendetwas scheint die Position, in der man schläft, zu machen.

Auch Robert Monroe, der Pionier der außerkörperlichen Erfahrung, schreibt im Beiblatt zu seinen ÜbungsCDs, wenn man bei den Übungen vom Schlaf übermannt wird, solle man die Übungen im Sitzen ausführen.

Der HealthXL-Blog liefert eine mögliche Erklärung: Sobald der Kopf im Gegensatz zum Körper erhöht liegt, schüttet der Körper vermehrt Noradrenalin und Adrenalin aus, eigentlich zwei Neurotransmitter, die die Wachheit steigern, aber auch eine wichtige Rolle beim Träumen und vor allem beim Klarträumen spielen.

Sabine, eine Userin des Klartraumforums, hat mit einigen weiteren Usern eine weitere interessante Entdeckung gemacht: das Dandam


ein Dandam [1]  
Hierbei handelt es sich um einen Stock, der eigentlich während einer Meditation verschiedene Körperteile wie etwa den Arm an Ort und stelle halten soll. Als Klarträumer kann man diesen ein wenig zweckentfremden und ihn zum WILDen benutzen, quasi um sich in den Schlaf und Klartraum zu meditieren.

Man setzt sich in indischer Haltung hin und stützt seinen Kopf auf, um sich zu stabilisieren. Jetzt versucht man, in dieser Position einzuschlafen. Am besten eignet sich hierfür das WBTB nach einigen Stunden Schlaf.
Die Dauer der wachen Zeit muss man individuell anpassen, um in der recht ungewohnten Position in den Schlaf zu finden.

Sollte man regelmäßig meditieren, so ist es am besten, beim Dandam-WILD eine komplett andere Meditationsmethode zu verwenden, da man sonst die Meditation auf Schlaf und Müdigkeit konditioniert, was üblicherweise nicht erwünscht ist.

Man braucht auch nicht zwingend ein extra dafür vorgesehenes Dandam. Für erste Versuche reicht es schon aus, im Sitzen ein Bein anzuziehen und den Kopf aufs Knie zu legen oder einen entsprechend langen Gegenstand unter das Kinn zu legen und gegebenenfalls abzupolstern.

Dienstag, 1. November 2011

Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 62 bis Tag 70

Montag, der 24.10.2011 bis Dienstag, den 1.11.2011

Bislang läuft alles nach wie vor recht gut. Nach wie vor ist meine Herausforderung, beim ersten Wachwerden sofort aus dem Bett zu steigen. Ich wache meistens mit einem total klaren Gefühl auf und fühle mich unglaublich wach. Beeindruckt von dieser Wachheit denke ich mir: "Wenn ich jetzt schon so wach bin, dann kann ich mich nochmal hinlegen und weiterdösen.... ZZZZZZZ"
Nach wie vor ärgerlich...

Samstag hatte ich die blöde Idee, ein Nap auszulassen. Den Samstag und den Sonntag darauf hatte ich keine Nachwirkungen, aber dafür war ich Montag und bis Dienstag total im Eimer. Jetzt, den Dienstag danach, normalisiert sich die Sache wieder.

Ich bilde mir ein, dass meine Augen schlechter geworden wären. Das ist durchaus möglich, vor allem, weil ich deutlich mehr Zeit lesend am Computer verbringe. Jetzt kommt die Frage auf: liegt es am Polyschlaf oder an der augenunfreundlichen Lebensweise, die durch den Polyschlaf noch verstärkt wurde? Ich weiß es leider nicht, vielleicht wird zukünftige Forschung Klarheit bringen.

Zugenommen habe ich auch etwas, was mir ganz gelegen kommt. Ich bin von Natur aus ein schlechter Futterverwerter, so dass ich sämtliche Verwandte davon überzeugen muss, keine Essstörung zu haben. Jetzt habe ich ein wenig weichere Gesichtszüge und etwas dickere Haut bekommen.
Manche Polyphaser berichten davon, dass sie durch die Umstellung abnehmen, da sie letztendlich mehr Bewegung haben. Andere berichten davon, dass sich der Stoffwechsel umstellt und sie zunehmen. Ich gehöre wohl zur zweiten Kategorie.

Freitag, 28. Oktober 2011

Schritt 1 - Traumerinnerung verbessern - Teil 4

Noch einmal die Visualisierung

Auf der Suche nach weiteren Methoden, die Traumerinnerung zu steigern bin ich über drei Autoren gestolpert, die die Traumerinnerungsfähigkeit mit dem Visualisieren in Verbindung bringen.

Eine ähnliche Beobachtung habe ich gemacht, als ich eine Zeit lang mit Franz Bardons Der Weg zum wahren Adepten gearbeitet habe. Im Laufe dieses Übungsprogramms habe ich täglich eine halbe Stunde Visualisierungsübungen gemacht und hatte eine wirklich gute Traumerinnerung. Das ging teilweise soweit, dass ich eine halbe Stunde über meinem Traumtagebuch saß. Zwei linierte DIN-A-4-Seiten waren da keine Seltenheit. Auch hatte ich in dieser Zeit einen meiner wenigen spontanen Klarträume, bevor ich wusste, dass man dieses Phänomen trainieren kann. 
Ich habe das im Nachhinein immer auf die anderen Lebensumstände (mehr Schlaf, weil Student) geschoben, aber folgende Studien legen nahe, dass das Training der inneren Bilder auch damit zu tun hatte:

Calvin Kai-Ching Yu
 A significant positive association between dream recall frequency and the vividness of voluntarily produced visual imagery has been repeatedly reported.

 Hitoshi Okada
higher recall was associated with more vivid voluntary images and more frequent use of visual imagery; however, control visual imagery as measured by the Test of Visual Imagery Control was not associated with dream-recall frequency. 
[...]Present findings indicated that forming vivid mental images in the waking state is related to frequency of dream recall and support Cohen's salience theory of dream recall, i.e., that evoking vivid waking mental images voluntarily may play an important role in retrieving dream images or saving them during wakefulness.
David B Cohen
The present study tested the hypothesis that frequent recallers have a greater capacity for visual imagery than infrequent recallers. [...] The results provide support for the hypothesis and, together with other evidence, suggest that a generalized capacity for visualization may contribute to the quality of the dreaming experience and, consequently, to its recallability.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 55 bis Tag 62

Montag, der 17.10.2011 bis Montag, den 24.10.2011

Der polyphasische Urlaub

Ich komme gerade sehr erholt aus einem einwöchigen Urlaub zurück und kann auf eine sehr schöne und intensive Zeit mit meiner Familie zurückblicken.
Um nicht aus dem Rhythmus zu kommen, habe ich versucht, den polyphasischen Schlafstil beizubehalten.

Urlaub stellt nochmal ganz andere Herausforderungen an die Organisation der Zeit und die Anordnung der Schlafphasen als das Arbeitsleben. Im Beruf hat man sich so mit dem Vielphasenschlaf irgendwie arrangiert, im Urlaub schaut das etwas anders aus.

So muss man Tagesausflüge und sämtliche Aktionen um die Naps herum planen oder die Wachphasen ein wenig verlängern. Oder man sucht sich irgendwo kleine Schlafmöglichkeiten wie etwa im Auto. 

Ein weiteres Problem war für mich, trotz Urlaub die Disziplin aufzubringen, nach jedem Nap und nach dem Kernschlaf sofort aufzustehen.
Aufzustehen und mir eine Beschäftigung zu suchen, stellte für mich das größere Problem dar. Auch nur ein einziges Sich-nur-nochmal-kurz-Umdrehen kann schon dazu führen, dass man wieder einschläft. So ist mir das drei- oder viermal passiert und ich bin eine oder zwei Schlafphasen nach meinem Kernschlaf aufgewacht. Wenn ich abends zu lange wach war, fiel mir das Aufstehen noch schwerer.
Nach den Naps die Snooze-Taste zu drücken ist gefährlich. Wenn ich das Nap so verlängere, dann habe ich noch ein bis zwei Wachphasen was davon. Wahrscheinlich reagiere ich etwas empfindlich auf das Snoozing, denn wenn ich im Nap überschlafe habe ich mindestens die ganze nächste Wachphase damit zu kämpfen, dass ich relativ unvorhergesehen und gnadenlos wegnicke. Zwar dauern diese 'Schläfchen' nur wenige Sekunden, können aber auch richtig gefählich werden. Das ist aber keine Folge des Polyschlafs, das hatte ich auch schon in der monophasischen Zeit.
Wenn ich nach dem kurzen Schläfchen jedoch sofort aufstehe, dann bleibe ich auch die ganzen nächsten vier bis sechs Stunden problemlos wach. Diese Erfahrung deckt sich mit denen anderer Polyphasern.

Interessanterweise fällt es mir leichter, von einem Nap auf dem Sofa oder einer Liege aufzustehen als aus meinem Bett. Woran das liegt, habe ich bislang noch nicht herausgefunden. Vor allem nach dem Morgennap hält mich die Bettdecke so fest.

Aber ich habe den Urlaub über nur einen Tag so verschlafen, dass ich in der Summe auf knapp 8 Stunden kam, den Großteil der Zeit lag ich zwischen 6 und 4 Stunden Gesamtschlaf. 

Sonntag, 16. Oktober 2011

Trauminkubation

Unter Trauminkubation versteht man im weitesten Sinne die Beeinflussung des Trauminhaltes durch den Träumer. Inkubation stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie 'liegen auf' oder 'ausbrüten' und findet sich auch in so schönen Wörtern wie 'Inkubationszeit'.

Die heutige Technik der Trauminkubation ähnelt der sogenannten Enkoimesis aus dem antiken Griechenland. Bei diesem "heilenden Tempelschlaf" übernachtete der Ratsuchende oder Kranke in einem Tempel eines bestimmten Gottes und hoffte, im Traum Informationen über die Krankheit und deren Heilung zu bekommen.
Schade irgendwie, dass diese Methode nicht vom Christentum adaptiert wurde.

    Themen

Die heutige Anwendung der Trauminkubation ist deutlich weiter gefächert. Man kann rein hedonistische, also der Unterhaltung dienende bis spirituelle oder psychologische Ziele verfolgen. Die Träume können zu verschiedensten Themen befragt und um Rat gebeten werden:
Persönliche Anliegen, wie die Frage, wie man sich in einer Beziehung verhalten soll, ob man eine zukünftige Arbeitsstelle annehmen soll oder auch, wo der nächste Urlaub verbracht werden kann. Genauso spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, diese Technik für reine Unterhaltungszwecke einzusetzen. (If you know what I mean)

Wenn man ein gewisses Traumthema mit der Klarheit im Traum verbindet, kann diese Technik auch erfolgreich zum Erzeugen klarer Träume verwendet werden.

    Die Vorgehensweise

Michael Patrick Kepe bietet das meiner Meinung nach ausgefeilteste Programm zur bewussten Einflussnahme auf den Trauminhalt. Auf seiner Homepage  beschreibt er sechs Schritte zur Inkubation eines Traumes.


1. Kennenlernen des alltäglichen Phänomens der Trauminkubation
Diesen Schritt finde ich etwas kryptisch erklärt.
Ich verstehe es so: In diesem schritt versucht man, die Mechanismen seiner Träume zu verstehen. Wann tritt ein Erlebnis im Traum auf? Träumt man sofort von einem Erlebnis oder erst nach einer gewissen Zeit? Oder träumt man immer von allem, was man erlebt hat?
Gibt es gewisse Zeiten, in denen man häufiger von seinem Alltag träumt?
All das wird in diesem Schritt beobachtet.

2. Feststellen eines gegenwärtig relevanten Themas
Das Thema, von dem man träumen möchte, also weshalb man eigentlich die Trauminkubation machen will.
Es sollte für Anfänger möglichst konkret gehalten werden und auch eine gewisse Relevanz aufweisen.

3. Wachbewußte Auseinandersetzung und Beschäftigung damit
Mit dem jetzt gewählten Thema beschäftigt man sich im Wachleben. Sei es in Form von Nachdenken, Ideensammeln, Wunschträumen, Brainstorming oder ganz anderen Methoden und Ansätzen. Wichtig ist die bewusste Entscheidung, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

4. Präzisierung und Formulierung in der Einschlafphase
Nun geht es darum, das Thema zu konkretisieren. Man schläft sozusagen mit der Frage oder der Bitte um Anregungen zu diesem Thema im Hinterkopf ein. Stephen LaBerge empfiehlt, sich die Situation, von der man träumen möchte, möglichst bildhaft während des Einschlafens oder nach einem Erwachen in der Nacht vorzustellen. Paul Tholey schreibt, man solle mit der Absicht, einen klaren Traum zu haben, einschlafen.

5. Geduld und Ausdauer über die nächsten Tage hinweg
Kepe empfiehlt, mindestens einige Tage bis eine Woche an einem Thema zu bleiben, bis man sich einem anderen zuwendet. Christoph Gassman schreibt sogar von mehreren Wochen.

6. Nachbearbeitung und wenn möglich praktische Umsetzung
Nun geht es darum, die erinnerten Träume auszuwerten. Das gilt natürlich nur für Träume, in denen um Rat gefragt wurde.


Literatur und Quellen

Trauminkubation im Wikibook Klartraum

Anleitung zur Trauminkubation von Christoph Gassmann aka Fiodra

Anleitung zur Trauminkubation von Michael Patrick Kepe

Fingerzeige des Schicksals: Traum, Zufall und Imagination von Robert Moss

Schritt 1 - Traumerinnerung verbessern - Teil 3

Gerade lief mir bei der Recherche für ein anderes Thema folgende Seite über den Weg: Methoden der Traumerinnerung von Michael Patrick Kepe

Der Autor stellt eine mir bis heute neue und viel versprechend klingende Technik vor:

[... Man] nehme sich ein leeres Blatt Papier und lasse seinen Assoziationen in einer Art Brainstorming freien Lauf mit dem Ziel eine griffige und einprägsame Methode zu entwickeln, sich besser an seine Träume erinnern zu können. Diese Technik ist abwandelbar und als Arbeitsauftrag eines Traumkonzern zu verstehen, der einen Slogan braucht mit dem er diese bequemen Menschen zur Beschäftigung mit ihren Träumen verführen will. Man lasse sich ein paar Dutzend Ideen dazu einfallen und sie von Leuten, von denen man weiß, daß sie sich bisher nicht für Traumarbeit interessierten, beurteilen.

Er stellt noch weitere Techniken, wie die Arbeit mit Glaubenssätzen vor.
Alles in allem macht er auf den ersten Blick einen sehr kompetenten Eindruck auf mich.

Und weiter geht es mit Teil 4

Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 48 bis Tag 54

Sonntag, der 9.10.2011 bis Sonntag, den 16.10.2011

Die letzte Woche war sehr durchwachsen. Montag und Dienstag habe ich mich nur so von einem Nap zum anderen gehangelt. Die Müdigkeit war so groß, dass ich das polyphasische Experiment am liebsten abgebrochen hätte.
Mittwoch bis Freitag Mittag schwebte ich wieder auf einer Wolke. Kurz vor den Naps wurde ich müde, nach den Naps wachte ich erholt auf. So ging das bis zum freitäglichen Mittagsnap.
Ein Anruf riss mich raus, was jetzt nicht so schlimm gewesen wäre, aber als ich versucht habe, weiter zu schlafen, wurde ich genau an der Grenze zum Schlaf nochmal rausgerissen. Damit war dann das Nap beendet.

Ich sollte mir am besten noch angewöhnen, sofort aufzustehen, wenn ich aus einem Nap vorzeitig erwache. Wenn ich mich dann nochmals hinlege, überschlafe ich das Nap um ca. 10 Minuten, was sich zuerst ganz angenehm anfühlt, dann aber zu noch größerer Müdigkeit nach ein bis zwei Stunden führt.

Sollte ich die letzte Woche in einem kurzen Fazit zusammenfassen, würde ich sagen: "Im Durchschnitt wie vorher. Nur mit mehr Zeit und mit größeren Schwankungen"

Freitag, 14. Oktober 2011

Schritt 4: Der MILD - Teil 1

In seinem Buch 'Exploring the World of Lucid Dreaming' beschreibt Stephen LaBerge die MILD-Technik, die er als sehr wirkungsvoll bezeichnet. Es gelang ihm, seine Klartraumfrequenz von ein bis zwei auf bis zu 24 Klarträume pro Monat zu steigern.
In Versuchen am Lucidity-Institut konnten die Probanden ihre Klartraumhäufigkeit durch das Erlernen der MILD-Technik um 76% steigern. [Quelle]

MILD steht für 'Mnemonic Induced Lucid Dream', also 'Über das Gedächtnis erzeugter Klartraum' und diese Technik gehört zur Familie der Klarheit gewinnenden Techniken.
Im Rahmen seiner Doktorarbeit zum Thema Klarträumen suchte LaBerge nach einer Technik, die es ermöglichte, klare Träume für die Untersuchung im Schlaflabor gewollt herbeizuführen.

Dafür experimentierte er mit Affirmationen, also bekräftigenden Sätzen wie 'Heute Nacht werde ich einen Klartraum haben'. Diese Methode hatte schon einen deutlichen Einfluss auf seine Klartraumfrequenz: Sie stieg von einem auf fünf Klarträume pro Monat.
Eine Art von Affirmation machte einen deutlichen Unterschied: Wenn man seine Absicht, sich daran zu erinnern, den Traum als solches zu erkennen, miteinbezog, hatte das nochmal einen deutlichen Einfluss auf die Erfolgsquote.
Konkret würde dann ein solcher Satz lauten:
"Das nächste mal, wenn ich träume, werde ich daran denken, zu erkennen, dass ich träume"

Prospective Memory:

Prospective Memory bezeichnet die Erinnerung an in der Zukunft liegende Ereignisse. Bitten wie: "Wenn du in der Innenstadt bist, bringe doch bitte noch Sojamilch mit!" sind so die typischen Fälle, in denen man sich an Zukünftiges erinnern muss. Es gibt Menschen, denen gelingt das gut und es gibt Menschen, denen gelingt es weniger. Diese bezeichnet man gemeinhin als verpeilt.
Aber wie gelingt es, sich besser zu erinnern?
Hierbei spielen zwei Faktoren eine Rolle:
1.: Motivation. Je wichtiger mir etwas ist, um so unwahrscheinlicher wird es vergessen.
2.: Assoziation. Geistige Verbindungen zwischen den Sachen, an die wir uns erinnern wollen und den zukünftigen Ereignissen und Umständen, in denen wir uns erinnern wollen. Hierbei hilft es, sich bildlich vorzustellen, wie man die Handlung, an die man sich erinnern will, durchführt.

Die Durchführung der Technik

Voraussetzungen:

LaBerge empfiehlt, erst einmal im Wachleben zu überprüfen, wie gut man darin ist, Zukünftiges zu erinnern. Dafür hat er das Prospective Memory Training zusammengestellt. Jeden Tag in der Woche hat man die Aufgabe, zu überprüfen, ob man träumt. Und zwar bei unterschiedlichen Gelegenheiten, beispielsweise jedes Mal, wenn man eine Blume sieht.
Hat man diesen Trainingszyklus einmal mit Erfolg durchlaufen, so kann man zum nächsten Schritt übergehen. LaBerge empfiehlt, jeden Tag am Abend darüber Buch zu führen, wie oft man am Tag die Aufgabe durchgeführt hat. So kann man Erfolge gut visualisieren.

Die eigentliche Technik:

1. Man beschließt, nach jeder Traumphase oder wann immer man es in der Nacht angenehm findet, aufzuwachen und sich an den Traum zu erinnern.

2. Nach dem Aufwachen soll man sich an den Traum erinnern und möglichst viele Details in Erinnerung rufen. Wenn man zu schnell wieder einschläft, sollte man etwas Aktivierendes machen, bis man den Traum gut rekapituliert hat.

3. Die Affirmation: Beim Wiedereinschlafen wiederholt man mantraartig den Satz "Das nächste mal wenn ich träume werde ich mich daran erinnern, zu erkennen, dass ich träume". Jedoch sollte das nicht nur eine mechanische Wiederholung bleiben, sondern wirklich mit innerer Beteiligung durchgeführt werden.
Sollte man abdriften, kann man einfach wieder von Neuem beginnen.

4. Visualisierung: Man kann sich den gerade erinnerten Traum nochmal vorstellen, jedoch mit dem Unterschied, dass man bereits klar ist oder man visualisiert den Moment des Klarwerdens und spinnt den Traum in der Vorstellung weiter.

5. Wiederholung: Man geht die Schritte 3 und 4 so oft durch bis man der Meinung ist, dass die Absicht, den Traum zu erkennen, sitzt. Mit der Intention im Geiste schläft man ein.

LaBerge empfiehlt, mehrere Tage bei dieser Technik zu bleiben. Manche Oneironauten, so schreibt er, hatten mit dieser Technik schon nach zwei Tagen einen Klartraum, andere brauchen länger.

Siehe auch:

Beschreibung der Technik im Klartraum-Wiki

Exploring the World of Lucid Dreaming bei Amazon

Samstag, 8. Oktober 2011

Binaural Beats III - Tonträger selbst erstellen

Mit ein bisschen Übung kann man sich mit dem kostenlosen Programm Audacity selbst eine Brainwave-Entrainment-Mp3 erstellen.
Hierfür kann man die Effekte der monauralen, binauralen und isochronischen Beats verwenden.

Isochronische Beats:
Der Ansatz, mit monotonen Stimulationen den geistigen Zustand zu verändern ist schon sehr alt. Viele Schamanen verwenden den Klang einer Trommel oder einer Rassel, die sie mit ca. 210 Schlägen pro Minute spielen. 210 Schläge pro Minute entspricht genau 3,5 Hz und somit einer Frequenz im tiefen Theta-Bereich.

Monaurale und binaurale Beats
Durch die Überlagerung zweier ähnlicher Töne ergibt sich eine Schwebungsfrequenz, die entweder physikalisch auftritt oder durch Verwendung von Stereokopfhörern bei den binauralen Beats erst im Gehirn entsteht.

Vorgehensweise
Ich möchte einen Tonträger erstellen, der die Frequenzen von 3,8 Hz, 9Hz und 16Hz im Gehirn verstärkt.
Warum ausgerechnet diese Frequenzen?
Sehr tiefe Theta-Frequenzen werden mit Reisen in innere Welten in Verbindung gebracht.
Die 3,8 Hz ergaben sich aus meinem persönlichen ästhetischen Empfinden, 3,5 Hz, wie sie häufig bei schamanischen Tracks verwendet werden, fand ich zu langsam, 4 Hz zu schnell.
9 Hz wird von Thomas Yuschak mit der Klarheit im Traum in Verbindung gebracht, wie er bei einigen Versuchen herausfand. Die aktuelle Forschung scheint ihm rechtzugeben
Und 16 Hz war eine erste Annahme für ein paar Experimente. Im EEG finden sich bei klaren Träumen manchmal die Beta- und Gamma-Frequenzen erhöht. Im Forum des Mind-Shops hat ein User die Erfahrung gemacht, dass er recht zuverlässig einen Klartraum bekommt, wenn er während des WBTB eine 15-Hz-Session macht.

Isochronischer Anteil:
Dieser Anteil soll die Frequenz von 9 Hz haben. Dafür wähle ich die Option 'Erzeugen' - 'Click-Track' mit den Parametern 'individual click duration' = 80 ms, 'click sound': 'noise' und 'Midi Pitch strong/weak pitch' von 100 bzw. 99. Als Frequenz gebe ich 270 bpm ein und verdoppele danach die Geschwindigkeit.
Leider hat diese Funktion ein Limit von 300 bpm, so dass ich, um die gewünschte Frequenz von 540 bpm = 9 Hz zu erzeugen, diesen Umweg gehen muss. 
An diesen Parametern kann man nach persönlichem Geschmack beliebig herumspielen und auch zum Schluss über den Equalizer Variationen einbauen, um den Effekt frischer zu halten.


Binauraler Anteil:
Hierfür erzeuge ich zwei neue Tonspuren. Auf Tonspur 1 erzeuge ich einen reinen Sinuston. Die meisten Leute finden Töne zwischen 100 und 400 Hz am angenehmsten. Auf Tonspur 2 erzeuge ich einen Ton, der um die gewünschte Frequenz höher oder tiefer liegt. 
Wichtig ist, bei den Binaurals darauf zu achten, dass tatsächlich ein Kanal komplett auf links und ein anderer komplett auf rechts gedreht ist.

Das aktuelle Audacity unter Ubuntu hat sogar die Möglichkeit über den Tongenerator 2 dynamische Töne einzugeben. D.h. ich kann einen binauralen Klang starten und nach und nach auf einen anderen wechseln.

So kann ich mein Gehirn in einer hohen Frequenz abholen und nach und nach in tiefere Bereiche führen. In dieser Mp3 werde ich jedoch diesen Effekt nicht anwenden. Aber gut zu wissen, dass ich es könnte.


Monauraler Anteil:
Der monaurale Anteil ist eine Mischung aus dem isochronischen und dem binauralen: durch die Überlagerung zweier Wellen entsteht eine Schwebung. Der Effekt ist geringer als bei den binauralen Beats, da die Schwebung nicht im Kopf entsteht und auch geringer als bei den Isochronics.
Wenn man aber über die binauralen Klänge noch einen Phaser oder ein Tremolo legt, kann man diesen Effekt noch zusätzlich verwenden.
Ich lege über die Sinusklänge jeweils das selbe Tremolo von 3,8 Hz.

Backround noises:
Jetzt kann man den Track mit verschiedenen Hintergrundgeräuschen versehen. Die Seite Soundjay.com bietet eine Vielzahl freier Sounds zum Download und sogar zur freien kommerziellen Verwendung an.
Unklar für den kommerziellen Gebrauch aber für die private Anwendung gibt es noch die Seite Mynoise.net. Dort können im Stream sehr chillige und trancige Hintergrundgeräusche erzeugt werden.
Sehr cool finde ich zum Beispiel die Tibetische Meditation und die indische Tambura.


Diesen Track kann man jetzt noch nach Belieben abmischen und danach exportieren.

Exportiert man das Ganze als Mp3, so sollte man auf eine Konvertierungsrate von mindestens 196 kbs achten. Gelegentlich wird behauptet, dass Binaural Beats als MP3 nicht wirken würden. Diese Behauptung kann ich nicht nachvollziehen, weil der Effekt der Binaural Beats ja über die niederfrequente Schwebung der beiden Trägerfrequenzen entsteht. Diese werden aber durch die Komprimierung praktisch nicht beeinträchtigt.

Diese Hinweise dienen selbstverständlich rein informativen Zwecken. Jeder experimentiert auf eigene Verantwortung. Der Autor haftet nicht für Schäden.

Siehe auch:
Binaural Beats I: Allgemeines
Binaural Beats II: Kostenlose Downloads
Binaural Beats IV: Erfahrungsbericht Mega Brain Zones von Michael Hutchison
Binaural Beats V: Kostenlose Downloads
Binaural Beats VI: Audiovisuelle Videos bei Youtube
Binaural Beats VII: Neurosoups Tipps für Binaural Beats


Binaural Beats mit Audacity und Gnaural erstellen
Sehr guter Artikel über die Studienlage zu Binaural Beats und Isochronic Beats

Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 38 bis Tag 47

Donnerstag, der 29.09.2011 bis Samstag, den 08.10.2011


Nur ein kurzes Update:
Hinsichtlich des Polyschlafes ist die letzten 9 Tage nicht viel passiert. 
Ein Durchbruch hinsichtlich Wachheit lässt noch auf sich warten, an manchen Tagen fühle ich mich richtig gut, an anderen total kaputt, allerdings auch nicht schlechter als zu den monophasischen Zeiten. 
Es passiert so ca. einmal pro Woche, dass ich mal für eine oder eineinhalb Stunden überschlafe und dann auf 4,5 Stunden Kernschlaf komme. 
Meine Traumerinnerung ist immer noch recht schlecht. Ich hatte ja gehofft, dass durch die vermehrte Zeit, die ich theoretisch für das Traumtagebuch aufwenden könnte, die Traumerinnerung auch steigen würde. Das ist im Moment nicht der Fall, was mich etwas wurmt. 

Freitag, 7. Oktober 2011

Der Ganzfeld-Effekt

 

Frau mit halben Tischtennisbällen auf den Augen und Kopfhörern auf den Ohren
[1]

Eine recht preiswerte und einfache Möglichkeit, sein Bewusstsein zu verändern und in innere Räume abzutauchen ist der Ganzfeld-Effekt. Hierbei nutzt man den Effekt des visuellen und akustischen Reizentzuges, um außergewöhnliche Bewusstseinszustände zu erzeugen.

Dafür werden die Augen  mit halbierten Tischtennisbällen abgedeckt, so dass man mit offenen Augen nur eine homogene weiße Fläche über dem gesamten Sichtfeld sieht (ein sogenanntes Ganzfeld). Über Kopfhörer hört man ein kontinuierliches weißes, pinkes oder braunes Rauschen, das alle akustischen Eindrücke von außen überlagert. Nach einiger Zeit wird es vom Gehirn einfach ausgeblendet und es entsteht der Eindruck, einfach gar nichts zu hören.
Dadurch, dass das Gehirn deutlich weniger Reize als im Normalzustand aufnimmt und verarbeitet, reagiert es der verstärkten Ausschüttung verschiedener Neurotransmitter, z.B. Noradrenalin und körpereigenen Psychedelika ( siehe: Joseph Zehentbauer - körpereigene Drogen).

Die Wirkung des Ganzfeldes unterscheidet sich zu der von chemischen Drogen dadurch, dass der Effekt besser zu steuern ist. Um das Experiment zu beenden muss man lediglich die Kopfhörer und die Brille abnehmen. Die Wirkung ist am Anfang auch deutlich milder und kann mit zunehmender Erfahrung intensiver werden. Der Reisende kann selbst entscheiden, ob er sich tiefer auf das Erlebnis einlassen möchte oder ob er an der Oberfläche bleiben will.

Der Vorgang:
Mit den Tischtennisbällen auf den Augen und den Kopfhörern auf den Ohren wendet man seinen Blick in Richtung einer roten Lampe, so dass man nur ein endlos weiß-rotes Feld sieht und das Rauschen hört. Nach einiger Zeit kann man erste Effekte bemerken, etwa innere Bilder zu sehen. Auch andere Effekte können auftreten: hinter dem Rauschen kann Musik oder ein Flüstern gehört werden oder man kann seinen Körper auf eine vollkommen neue Art erleben.
Die Angaben, bis diese Effekte auftreten, variieren dabei von fünf bis 30 Minuten. Manche brauchen auch einige Versuche Anlauf, bis sie nennenswerte Erfolge haben.

Die Ganzfeld-Brille:
Pingpongbälle bekommt man in jedem größeren Supermarkt oder Sportgeschäft (z.B. sechs Stück für 2,29€ bei Real). Mit einem scharfen Messer kann man sie gut an der Naht halbieren. Mit einer scharfen Schere (z.B. einer Nagelschere) müssen noch einige Feinanpassungen gemacht werden, damit die Bälle die Augen wirklich komplett bedecken. Scharfe Kanten rundet man mit Schleifpapier ab. Die Form ist hier sehr gut zu sehen. Als Alternative empfiehlt der Blogger Lincomatic, eine ausreichend große Schwimmbrille mit Frosting Spray zu undurchsichtig zu machen. Diese Methode ist natürlich noch komfortabler wenn auch aufwändiger.

Das weiße Rauschen:
Die Rauschformen kann man sich beispielsweise unter  www.iso-tones.com  oder Youtube herunterladen oder einfach mit Audacity erstellen oder einen Online-Noise-Generator nutzen. Andere Quellen empfehlen, bei einem Radio einfach die Frequenz zu verstellen, womit ich persönlich weniger gute Erfahrungen gemacht habe. Man bekommt hierbei einfach kein reines Rauschen sondern hat immer mal wieder Musikfetzen oder pulsierende Geräusche drin.
Geld braucht man für das Rauschen jedenfalls nicht auszugeben.
Je besser die Kopfhörer, die man zum Ganzfelden verwendet, die Umgebungsgeräusche abschirmen, um so leiser kann man das Rauschen einstellen. Zu lautes weißes Rauschen kann unangenehm für die Ohren sein.


Das rote Licht
Für das rote Licht muss man wohl etwas experimentieren. Im Baumarkt oder in den meisten Online-Versandhäusern gibt es LED-Farbverlaufslampen mit Fernsteuerung, die sich hierfür gut eignen. Oder man verwendet einen Deckenfluter, der mit etwas Transparentpapier aus dem Bastelladen angepasst wird (Achtung: eventuell Brandgefahr). Möglicherweise tut ein Bildschirm mit rotem Vollbild auch gute Dienste. Hierfür gibt es sogar genau getimte Videos inclusive Rauschen mit einem Wecksignal am Ende.  
Auf keinen Fall sollte man eine Rotlichtlampe verwenden, da die Infrarotstrahlen die Augen schädigen! [siehe Wikipedia]
Andere Anleitungen schreiben davon, die Pingpongbälle rot anzumalen. Ich bevorzuge die Variante mit dem roten Licht, da durch die Farbe auf den Bällen Streifen entstehen können und man kein wirkliches Ganzfeld mehr hat.
Erlebnisse und Erfahrungsberichte
In der Parapsychologie wird dieser Effekt angewendet, um Telepathie zu erforschen. [2],[3]
Hierauf möchte ich nicht weiter eingehen, da ich die anderen Anwendungen wie die Reise in innere Räume interessanter finde. Die Universität Freiburt führte im Jahre 2002 eine Studie zum Ganzfeld-Effekt durch. Die Berichte stammen von Versuchsteilnehmern.
It was almost like running a bob sleigh on an uneven runway right down… it was snow or maybe water, going down… I could hear music, that is, from the left side below, there was music coming. 
Es war fast wie wenn man mit einem Schlitten ein unebene Piste hinabfährt. Es war Schnee oder vielleicht Wasser, das da herablief... ich konnte Musik hören... von links unten kam Musil.
I was sitting in a closet and counting leaves. ‖ White leaves. ‖ It was like a… like a closet, a side-room to deposit things, or… something about an office room, and I had to count lots of leaves, and I was sitting on a paper box, like a packing case box. And then somebody said: ‘Turn the water off’. 
Ich saß in einem Wandschrank und zählte Blätter, weiße Blätter. Es war wie ein Wandschrank oder ein Abstellraum oder... wie ein Büroraum und ich musste viele Blätter zählen und ich saß auf einer Papierbox, wie eine Versandkiste. Und dann sagte jemand: "Dreh das Wasser ab!"
I could see a kind of pipeline, water pipeline, the pipes were half open, and there was… in place of water there was banana milk flowing out, with banana slices, many many slices on the milk surface…
Ich sah eine Art Rohr, wie ein Wasserrohr. Die Rohre waren halb offen, statt Wasser floss aber Bananenmilch heraus, mit Bananenscheiben... Viele Bananenscheiben auf der Milchoberfläche.
Mit etwas Erfahrung kann man den Ganzfeldeffekt auch mit anderen Methoden wie Meditation, Suggestionen, dem Traumschuudan oder Binaural Beats verbinden. 
 
Anwendungen
Allein die bewusstseinsverändernde Wirkung kann schon Grund genug sein, das Ganzfeld-Experiment durchzuführen.
Von Leonardo Da Vinci ist überliefert, dass er eine sehr ähnliche Methode verwendet hat, um seine Kreativität anzukurbeln: Er blickte auf eine unebene Wand und erreichte dadurch sehr ähnliche Effekte wie sie auch bei den Ganzfeld-Versuchen auftreten.
Siehe auch:

Zum Ganzfeldeffekt allgemein:

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Binaural Beats II - Kostenlose Tonträger im Netz

Es gibt einige kostenlose Mp3s mit Binaural Beats im Netz, so dass man für erste Experimente kein Geld ausgeben braucht.

Youtube

Mittlerweile ermöglicht Youtube eine Stereotonspur, so dass man zu ziemlich jedem Thema ein Brainwave-Entrainment-Video findet: Vom Klarträumen über Konzentrationssteigerung bis hin zu Außersinnlichen Fähigkeiten und Brustvergrößerung ist alles dabei. Eine gesunde Portion Skepsis ist natürlich angebracht. :)

REM and Lucid Dream enhancement
Lucid Dream Induction
Zur Konzentrationssteigerung
Orgasmus
Multiple Orgasmen

Mind-Shop

Im Mind-Shop.de können 10 Dateien mit NeuroBeats zu unterschiedlichen Themen wie Entspannung, Hypnagogie, Tiefschaf oder kreatives Visualisieren heruntergeladen werden.

Boxed Nirvana
Diese Mp3 hat einen ein wenig esoterischen Hintergrund -  der Energiekörper soll stimuliert werden und eine außerkörperliche Erfahrung angeregt werden. Astralreisen und außerkörperliche Erfahrungen sind zwar persönliche Glaubenssachen, aber unter den Klarträumern hat sich so etwas wie ein Minimalkonsens gebildet:
Was für eine OOBE gut ist, kann ja für einen WILD nicht schlecht sein.
So kann man jede fruchtlose Diskussion gut umschiffen und die Ergebnisse wertfrei beschreiben.
Im Astralpulse-Forum hat diese Mp3 gute Bewertungen bekommen. 

Lucidquest
Lucidquest ist eigentlich ein Anbieter kommerzieller Soundfiles, bietet aber zwei Mp3s zum Download an, den 8-Minute-Brain-Stretch und die Mind-Meditation-Balance-Exercise vI.
 
Zu Isochronic Tones habe ich fast keine Studien gefunden, angeblich sollen sie sogar besser wirken als die binauralen Klänge. 
Vom Prinzip her wirken die Iso-Tones wie eine Schamanentrommel: die kontinuierliche Stimulation mit einer gewissen Frequenz soll das Gehirn dazu anregen, genau in diesen Frequenzbereich zu schalten. 

Isochronic Tones - Third Eye
Einzelne User berichten, dass sie mit dieser Datei Erfolge beim Klarträumen hatten.

Klartraumwissen hat einige der kostenlosen und kostenpflichtigen Entrainment-Dateien getestet und kam zu folgendem Ergebnis:
Überraschenderweise schneiden die kostenlosen Töne von Iso-Tones.com am besten ab. Klar den anderen (kostenpflichtigen) Tönen überlegen zeigt sich wieder mal das man fürs Klarträumen kein Geld investieren sollte,[...] Wer sich Binaural Beats / Isochronic Tones zulegen möchte, sollte die kostenlose Auswahl von Iso Tones bevorzugen!
MyNoise.net bietet die Möglichkeit, online binaurale, isochronische und Ambientstücke zu generieren.

Der Onlinetongenerator kann reine binaurale Sinustöne erzeugen. Interessanter sind aber die Tipps in den Kommentaren.

Die MetaMind Mindmachine
Die MetaMind Mindmachine hat einige voreingestellte Settings, aber man kann sich unheimlich einfach Tracks nach eigenen Vorstellungen und Vorlieben erstellen.
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, den Bildschirm in der gewünschten Stimulationsfrequenz blinken zu lassen oder LED-Brillen anzuschließen.

Healingbeats.com
Healingbeats bietet auf oben verlinkter Seite 9 Tracks mit binauralen Beats zum Stream an.

Der Gnaural Binaural Beat Generator
Gnaural verfügt ebenfalls über einige Voreinstellungen, jedoch liegt der Hauptvorteil ebenfalls darin, dass man Binaural Beats nach eigenen Vorstellungen erzeugen kann.

Squareeater - Audiovisuelle Videos
Die Videos von Squareeater bestehen aus Binaural Beats und pulsierenden Quadraten.


Siehe auch:

Binaural Beats I: Allgemeines
Binaural Beats III: Binaural Beats selbst erstellen
Binaural Beats IV: Erfahrungsbericht Mega Brain Zones von Michael Hutchison
Binaural Beats V: Kostenlose Downloads
Binaural Beats VI: Audiovisuelle Videos bei Youtube
Binaural Beats VII: Neurosoups Tipps für Binaural Beats

Sonntag, 2. Oktober 2011

Der Alphasphere Entspannungsraum

 Beim Suchen bin ich zufällig auf eine sehr interessante Erfindung gestoßen, den Alphasphere Entspannungsraum [1], [3], [4]


Der Alphasphere wurde von 2004 bis 2006 von dem Wiener Künstler sha entwickelt. Hierbei handelt es sich um einen Raum, der mit einer Stoffhülle abgehängt wurde und einer sehr futuristisch aussehenden Liege.
Passend zu entspannender Musik vibriert die Liege und durch die Verbindung von Klängen, Vibrationen, Wärme, Licht und einem von der Atmung angeregtem Schaukeln wird man in einen Zustand tiefer Entspannung versetzt.
Anwender berichten von einem Aufgehen im jetzt und einem Schwelgen in angenehmen Gefühlen der Einheit. Manche Anwender gehen im Geiste zurück in die Empfindungen der Geborgenheit der ganz frühen Kindheit.

Andere wiederum berichten von fast spirituellen Ekstasen, von einem Gefühl der Verbundenheit mit der gesamten Menschheit oder von einer Auflösung des Ich.


Nach der Sitzung fühlen sich die meisten Teilnehmer frisch, wach und bereit, Bäume auszureißen.


In seltenen Fällen führt die tiefen Entspannung dazu, dass man auf frühere Traumata und ungelöste Probleme zurückgeworfen wird, was den jeweiligen Teilnehmer überfordern kann. In diesen Fällen kann man entweder aufstehen, fluchtschlafen oder den Grad der Entspannung über das bewusste Atmen die Kontrolle über die schaukelnden Bewegungen und somit die Tiefe des Erlebens behält. Durch die Gefühle des Gehaltenwerdens treten angstvolle Situationen jedoch sehr selten auf und die unterstützenden Gefühle der Wärme machen es leichter, sich diesen Bildern zu stellen und sie letztendlich zu integrieren.

Das ist zumindest die Zusammenfassung der von Prof. Thomas Slunecko verfassten Studie [4].
Das Liegen im  AlphaSphere kostet zwischen 10 und 25€ für ein etwa 20minütiges Programm in verschiedenen Wellnesshotels. 

Mittwoch, 28. September 2011

Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 34 bis Tag 37

Sonntag, der 25.09.2011 bis Mittwoch, den 28.09.2011
Zwischen dem Abendnap und dem Kernschlaf bin ich immer noch ziemlich im Eimer, aber Sport hat sich als ausgesprochen gut erwiesen, kurze Phasen der Müdigkeit zu überbrücken. Wenn ich so um 21:00 Uhr noch Boxen auf der Wii spiele, dann bleibe ich problemlos bis 0:00 Uhr wach.
Sonntag und heute habe ich leider überschlafen, aber zum Glück jeweils nur eine Schlafphase, so dass ich trotz Überschlafen nie über 6 Stunden Schlaf täglich kam. Das Überschlafen heute kann auch daran gelegen haben, dass ich gestern für meine Verhältnisse exzessiv Sport gemacht habe.
Aber am Sonntag hatte ich einen Klartraum. Juhu! Er fand im Morgennap auf der Couch statt.
Im Gesicht schaue ich 15 jetzt Jahre jünger aus. Ich blühe richtig auf und sehe aus wie damals mit 15 Jahren. Ob die unreine Haut jetzt vom Polyschlaf kommt oder von meinem in letzter Zeit exzessiven Konsum von fettigsten  Käsesandwichs wird wohl die Zeit zeigen.
Heute bin ich beim Suchen auf folgenden Artikel gestoßen, in dem der Autor der Lernsoftware ‚Supermemo’, Dr. Piotr Wozniak, sich exzessiv über den Polyschlaf auslässt, vor allem am Uberman-Zyklus lässt er kein gutes Haar. Dr. Wozniak ist diplomierter Molekularbiologe und Informatiker.
Kurz zusammengefasst sagt er, dass Polyschlaf nicht funktionieren kann und er bis auf Steve Pavlina von keinem anderen gehört hat, der den Uberman-Zyklus erfolgreich umgesetzt hätte. Er selbst tritt für ein freies Schlafen ohne Wecker ein, was ich auch soweit interessant finde, nur noch viel weniger umsetzbar. 
Allerdings scheint sein Programm recht interessant zu sein, eine Art digitales Karteikartensystem, mit dem man sein gesamtes Wissen gleichzeitig verwalten kann und das zum Monitoring der Gedächtnisleistung verwendet werden kann. Mit einem kostenlosen Programm verbunden gibt es beispielsweise die Erinnerungsleistung in Abhängigkeit der Uhrzeit oder die Erinnerungsleistung in Abhängigkeit von den bereits wach gewesenen Stunden an.
Die älteren Versionen gibt es als Freeware zum Download unter http://www.freewarefiles.com/SuperMemo_program_13849.html

Binaural Beats

Binaural Beats bestehen aus zwei Tönen mit unterschiedlichen Frequenzen, die getrennt in jeweils das linke und das rechte Ohr gespielt werden. Im Gehirn überlagern sich diese Wellen, wodurch subjektiv eine Schwebung aus beiden Frequenzen wahrgenommen wird. Das funktioniert, wenn sich die Töne um nicht mehr als ca. 30 Hz unterscheiden und die Frequenz der einzelnen Töne unter 1000 Hz liegt. Spielt man  beispielsweise in das rechte Ohr einen Ton von 200 Hz und in das linke Ohr einen Ton von 220 Hz wird ein Wummern mit einer Frequenz von 20 Hz im Gehirn wahrgenommen.
Das Gehirn versucht, sich daran anzupassen und produziert mehr Gehirnwellen dieser Frequenz.


Ganz so einfach ist es in der Praxis leider nicht ganz, sonst könnte man ganz einfach mit Audacity mit fünf Minuten Aufwand sämtliche Zustände im Gehirn erzeugen. Professionelle Anbieter von Brainwave-Entrainment-Programmen, die auf Binaural Beats beruhen wie Kelley Howell oder Robert Monroe von Hemi-Sync stecken in ihre Produkte deutlich mehr Entwicklungsarbeit rein. In 'Far Journeys' schreibt Monroe von mehr als 60 000 Sitzungen (Versuchen), die er durchgeführt hat, um letztendlich den optimalen Klang zu finden.
Die Tonträger von Kelley Howell bestehen sogar aus Musik, in die die stimulierenden Klänge eingearbeitet sind.

Voraussetzungen


Die Wirksamkeit Binauraler Beats ist von weiteren Parametern abhängig: Dem Willen und der Bereitschaft, sich auf das Erlebnis einzulassen, dem Glauben an die Wirksamkeit, der Einstellung hinsichtlich der Binaural Beats und der momentanen Stimmung [1], [7]. Zur Unterstützung des Prozesses werden Entspannungstechniken, Visualisierungen und Affirmationen verwendet. 
Reizreduzierung wie ein dunkler Raum kann den Effekt noch weiter verstärken.

Forschungen und Ergebnisse


Die Forschungslage ist ein wenig unklar und die Wirksamkeit ist umstritten.
Während einige Studien sehr positive Ergebnisse berichten, haben andere Studien keine Wirkung feststellen können.
Das Hören binauraler Klänge im Beta-Bereich führt zu verbesserter Konzentration und Aufmerksamkeit und wird mit verbesserter Stimmung in Verbindung gebracht [3], [11], [12], [13] wie auch einer Steigerung der Gedächtnisleistung [6], [7].
Beats im Alpha-Bereich wie auch im Gamma-Bereich konnten bei einigen Studienteilnehmer das kreative Denken verbessern [10].
Binaural Beats von 40 Hz (Gamma-Bereich) konnten die Aufmerksamkeit während eines Konzentrationstests erhöhen [9].
Unter Narkose halten binaural Beats den Zustand stabil, so dass signifikant weniger Fentanyl benötigt wird, um die Narkose stabil zu halten [4]. Interessant finde ich hier, dass dieser Effekt auftritt, obwohl die Klänge erst gestartet wurden, nachdem der Patient schon das Bewusstsein verloren hatte.
Hinsichtlich Angststörungen kam eine Studie [5] auf Ergebnisse, die auf eine Verbesserung hindeuten, aber statistisch nicht relevant sind. Genaue Ergebnisse sollten zukünftige Forschungen zeigen.

Eine polnische Studie [8] wies statistisch signifikante Änderungen im menschlichen EEG durch die Verwendung von Binaural Beats nach.
Eine spanische Studie [14] konnte nachweisen, dass Probanden, die beim Lernen von Wörtern mit eine Stimulation mit 5 Hz erhielten, sich danach an signifikant mehr Wörter erinnern konnten als die Kontrollgruppen. Diese bekamen entweder eine Scheinstimulation von 13 Hz oder hörten nur ein weißes Rauschen.
Der Effekt von Binaural Beats auf die Performance bei einem Test des räumlich- visuellen Arbeitsgedächtnisses [15] wurde von amerikanischen Forschern im Jahr 2016 untersucht. Eine Stimulation mit einer Frequenz von 15 Hz führte zu einer Verbesserung der Performance und der beteiligten Netzwerke im Gehirn. Eine Stimulation mit Frequenzen von 5 und 10 Hz führten jedoch zu einer Verschlechterung der Leistung.

Meine eigenen Erlebnisse:


Jetzt ist  natürlich die große Frage: Funktioniert das alles auch in der Praxis?
Also, irgendwas passiert schon, aber was, das kann ich nicht sagen.
Ich habe jetzt glaube ich schon über 300€ für Binaurals ausgegeben (wobei da die Gateway-Experience-Serie von Robert Monroe mit 180€ oder so zu Buche schlägt).
Mein Problem war allerdings immer der Schlafentzug während der monophasischen Zeit. Sofort als ein Grad der Entspannung erreicht war, war ich auch schon am Ratzen und bin recht zuverlässig zum Ende der CD wieder aufgewacht. Während dessen hatte ich einige interessante hypnagoge Episoden bis hin zu klaren Traumfetzen, wobei ich nicht weiß, ob ich die nicht auch so bekommen hätte.
Nur in den Zeiten, in denen ich ausreichend Schlaf in der Nacht hatte und die CDs auch nicht im Liegen, sondern im Sitzen gehört habe, zeigte sich eine eindeutige Wirkung.
Und dann erst nach einer Übungszeit von ca. 20 Sitzungen konnte ich die Klänge reiten, also mich von den Klängen wegtragen lassen. Für mich war auf jeden Fall das Zulassen die Herausforderung und die Lernaufgabe.

Aber einen Klartraum oder eine OOBE, die sich direkt auf das Hören einer der CDs zurückführen ließe, hatte ich noch nicht.

Literatur:


[1]  Inducing Altered States of Consciousness with Binaural Beat Technology
[2] Binaural-Beat Induced Theta EEG Activity and Hypnotic Susceptibility
[3] Binaural Auditory Beats Affect Vigilance Performance and Mood
[4] Hemispheric-synchronisation during anaesthesia: a double-blind randomised trial using audiotapes for intra-operative nociception control
[5] Use of binaural beat tapes for treatment of anxiety: a pilot study of tape preference and outcomes.
[6] An Empirical Investigation Into the Effect of Beta Frequency Binaural-beat Audio Signals on Four Measures of Human Memory
[7] Accessing Anomalous States of Consciousness with a Binaural Beat Technology
Dave Siever über Binaural und Isochronic Beats
[8] Influence of Binaural Beats on EEG Signal
[9]More attentional focusing through binaural beats: evidence from the global-local task.
[10] The impact of binaural beats on creativity.
[11] The effect of binaural beats on verbal working memory and cortical connectivity.
[12] More attentional focusing through binaural beats: evidence from the global–local Task
[13] Analysis of EEG activity in response to binaural beats with different frequencies.
[14] Impact of auditory stimulation at a frequency of 5 Hz in verbal Memory.
[15] The Effect of Binaural Beats on Visuospatial Working Memory and Cortical Connectivity.





Interessante Bücher zum Thema:


Nur in deinem Kopf - Das Update für Geist und Gehirn von Arvid Leigh
Far Journeys von Robert Monroe

Siehe auch:

Binaural Beats II: Kostenlose Downloads
Binaural Beats III: Binaural Beats selbst erstellen
Binaural Beats IV: Erfahrungsbericht Mega Brain Zones von Michael Hutchison
Binaural Beats V: Kostenlose Downloads
Binaural Beats VI: Audiovisuelle Videos bei Youtube
Binaural Beats VII: Neurosoups Tipps für Binaural Beats

Samstag, 24. September 2011

Meditation Teil I

Jane Gackenbach hat in einer Studie von 1992 herausgefunden, dass das Ausüben von Meditation das Auftreten von Klarträumen begünstigt.

Interhemispheric EEG coherence in REM sleep and meditation: The lucid dreaming connection.

[...]The emergence of consciousness in sleep (lucidity) is enhanced by the practice of meditation and is most likely to occur during the stage of sleep that shows interhemispheric balance in the alpha/theta range, REM
 Ich kann das soweit bestätigen, dass in Phasen intensiver Meditation häufiger Klarträume auftreten. Meine drei spontanen Klarträume traten ebenfalls in intensiven Meditationsphasen auf.

Leider kenne ich keine Untersuchung, welche Meditationsform die meisten Klarträume hervorruft und welche Wirkmechanismen zum Tragen kommen.
IchIch habe folgende Erfahrung gemacht: Wenn ich in einem energetischen Gefühl, wie aufgeladen oder unter einem hochfrequenten Strom, schlafen gehe, gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit auf einen Klartraum.

Zum Lernen der Meditation fand ich Osho recht gut. Er selbst ist nicht unumstritten und ist dem einen oder anderen noch als der Sektenfuzzi Baghwan in Erinnerung.
Ich trenne hier mal von Person und Lehre, vor allem, weil er die Techniken, die er vorstellt, hauptsächlich nicht selbst erfunden hat. Das Vigyan Bhairav Tantra gibt es schon seit 5000 Jahren und er stellt diesen Text lediglich in seinen Diskursen zum Vigyan Bhairav Tantra vor und gibt hilfreiche Anmerkungen.

Auszüge der interessantesten Passagen aus oben verlinktem Werk und einige eigene Meditationen findet man in seinem Buch Meditation - die erste und letzte Freiheit. 


In der Studie Meta-Awareness During Day and Night The Relationship Between Mindfulness and Lucid Dreaming stellen Tadas Stumbrys, Daniel Erlacher und Peter Malinowski folgendes fest:
 The reported frequency of lucid dreams was found to be positively related to higher dispositional mindfulness in wakefulness. This relationship was only present in those participants who reported acquaintance with meditation. [...] The findings support the notion of an existing relationship between lucidity in dreams and mindfulness during wakefulness, yet it remains unclear whether the relationship is influenced by actual meditation practice or whether it reflects some natural predispositions. 


Exkurs: Polyphasing - Polyphasischer Schlaf Tag 27 bis Tag 33

Sonntag, der 18.09.2011 bis Samstag, den 24.09.2011

Die letzte Woche hing ich ganz schön in den Seilen. Ich habe ein Nap aus dem Plan gestrichen und habe jetzt nicht mehr vier Naps bei zwei Kernschlafphasen sondern nur noch drei.
Erschwerend kam möglicherweise noch hinzu, dass ich morgens immer mal wieder die Snooze-Taste gedrückt habe. Wenn ich das mache, dann bin ich bis zum nächsten Nap total müde und schläfrig. Also: Mehr Disziplin in der nächsten Woche!

So lange ich etwas zu tun hatte und mich bewegen und aufstehen konnte, konnte ich mich bis zum nächsten Nap wach halten, wenn ich aber gezwungen war, in einem zu warmen Raum still zu sitzen, hatte ich richtig zu kämpfen.

Meine Traumerinnerung ist immer noch schlecht, hin und wieder kann ich mal drei Zeilen in mein Traumbuch eintragen, aber ich arbeite dran.
Zu guter Letzt habe ich heute wieder unbeabsichtigt überschlafen, wurde aber nach fünfeinhalb statt drei Stunden wieder wach. Offensichtlich hat sich wirklich eine Veränderung im Schlafverhalten eingestellt.

Fremde Betten

Scheinbar hat das Schlafen in fremden Betten bei mir einen Einfluss auf das Träumen und vor allem auf die Klarheit im Traum.
Wenn ich so zurückblicke, dann sind ca. 40 - 50% meiner Klarträume in einem fremden Bett passiert.
Bei einer einwöchigen Schulung außer Haus oder einem einwöchigen Urlaub habe ich meistens an den ersten zwei Tagen je einen Klartraum. Meinen ersten Klartraum hatte ich, als ich bei einem Kollegen übernachtet habe.
Warum das passiert, darüber kann ich im Moment nur mutmaßen. Vielleicht, weil fremde Betten immer auch mit fremder Umgebung zu tun haben und hier dann immens viele neue Eindrücke auf einen einstürzen. Diese muss man erst einmal verarbeiten, was sich in längeren und intensiveren REM-Phasen auswirkt.

Wobei es nicht erklärt, dass allein beim Schlafen auf der Couch anstelle des Bettes vermehrt Klarträume auftreten. Wie man sieht gibt es hier allerhand Raum für Experimente.

Mittwoch, 21. September 2011

Personal Growth - The Wealth Wizzard Challenge: Day 4 - 7

Tag 4 - 7:
Ich habe fleißig die MP3 angehört und blieb jeden Tag mit einem Gefühl der Zuversicht und Zufriedeneit zurück. Natürlich wurden mir am Ende der Challenge weitere kostenpflichtige Programme angeboten, die noch toller sein sollen.

Nun ja, die Woche ist vorbei und nun werde ich neugierig beobachten, was sich an meinem Kontostand ändert und ob sich einige unbewusste Glaubenssätze geändert haben und den Weg zu Reichtum und Wohlstand freimachen. :)

Ich gebe in einem Monat ein erstes Feedback.

Interessante Personen: Robert Bruce

Schreibt man über manche Themen, muss man aufpassen, um nicht vorschnell als Esoteriktroll abgestempelt zu werden. Vor allem, wenn diese um 'Energie' und 'Astralprojektion' oder ähnlich schwer fassbare Sachverhalte gehen.
Über die Existenz dieser Phänomene werden immer wieder erbitterte Debatten geführt. 
Ich persönlich sehe das ganz pragmatisch: Mir geht es hier nur um den Hedonismus. Ich habe gar nicht vor, mit der 'Energie' mich oder andere zu heilen oder auf nichtirdischen Sphären Geistwesen zu treffen, sondern möchte einfach nur die Erlebnisse genießen. Und dabei ist es egal, ob das ganze außerhalb meines Gehirns existiert, oder ob es 'nur in meinem Kopf passiert'.
Und so möchte ich übergehen zu:


Robert Bruce:

Robert ist ein Pionier der außerkörperlichen Erfahrung mit mehr als dreißig Jahren Erfahrung auf seinem Gebiet. In den neunziger Jahren begann er, in einer Internet-Community über seine Erfahrungen und Forschungen zum Thema OOBEs zu schreiben. 1999 veröffentlichte er sein erstes Buch 'Astral Dynamics'.

Als er auf der Suche nach einer Technik war, OOBEs auch für Blinde möglich zu machen, stieß er auf die Technik der taktilen inneren Bilder und entwickelte daraus das New Energy Work.

New Energy Work (NEW): 

Die Technik des 'Tactile Imaging' stellt ein sehr vielseitiges und effektives System dar. Viele Leute haben mit der klassischen Visualisierung so ihre Probleme, er schreibt, dass er nur einen  geringen Prozentsatz an Leuten kennengelernt hat, die tatsächlich innere Bilder 'sehen' konnte. (Eine sehr effektive Methode, um tatsächlich bei Meditationen innere Bilder zu sehen, ist die Image Streaming Technique)
Ganz anders verhält es sich seiner Erfahrung nach jedoch mit der taktilen Vorstellungskraft. Diese ist in jedem Menschen recht gut ausgeprägt und so fußt sein ganzes System auf diesem Sinn.

Robert bietet auf seiner Homepage ein kostenloses Tutorial an, mit dem man erst mal eine Zeit lang üben kann, um zu sehen, wie einem die Technik behagt. Leider ist es nicht mehr in der PDF-Version ohne weiteres zu finden, der Link führt zu einer HTML-Version. 

Vor dem Einschlafen mit dieser Methode zu meditieren soll die Traumerinnerung verbessern, vor allem wenn man sie benutzt, um in eine tiefe Entspannung und Trance abzutauchen.
Vor dem Essen kann man seinen Geschmackssinn ziemlich verstärken, so dass das Essen deutlich intensiver empfunden wird. Einmal, als ich noch geraucht habe, kam ich auf die Idee nach dieser Meditation eine zu rauchen. Böser Fehler, ich hätte fast das Klo umarmt.

Mit ein wenig Übung und Erfahrung findet man noch alle möglichen und unmöglichen Anwendungsgebiete für diese Technik. Zwar wird im kostenlosen Tutorial empfohlen, bei sexuellen Empfindungen mit der Übung aufzuhören, aber in einem seiner Podcasts berichtet Robert von einem Paar, die diese Übung an gewissen Stellen mit großem Erfolg vor dem Sex angewandt haben.

Nicht zuletzt eignet sich diese Technik für WILD-Versuche, vor allem wenn man sie mit den Austrittstechniken aus Astral Dynamics verbindet. Und die Entscheidung,  ob eine Astralreise jetzt ein besonderer WILD ist oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen.

Veröffentlichte Bücher:

Astral Dynamics
Dieses Buch geht hauptsächlich auf den Aspekt der Astralreise / Außerkörperlichen Erfahrung ein, an die man glauben kann oder sie als besonderen Klartraum betrachten kann. 

Mastering Astral Projection
Habe ich persönlich noch nicht gelesen. Der Untertitel lautet '90 Day Guide to Out-Of-Body Experience'. Vermutlich hält dieses Ziel der 90 Tage und der ausgefeiltere Trainingsplan die Motivation für den Übungszeitraum hoch.

Energy Work
Vertieft die Übungen aus dem kostenlosen Tutorial nochmals und fügt weitere hinzu.
Wobei man mit dem freien Tutorial auch schon sehr weit kommt. Ich arbeite seit ca. drei Jahren immer mal wieder mit diesem Buch.

Practical Psychic Self Defence Handbook
Das Buch habe ich ebenfalls noch nicht gelesen. Das Thema hat mich jetzt auch nicht so interessiert muss ich sagen.
 

Montag, 19. September 2011

Schritt 1 - Traumerinnerung verbessern - Teil 2

Folgende drei Techniken sollten die Traumerinnerung nochmals steigern können, jedoch sind diese Techniken im Moment noch im experimentellen Stadium.

Powergähnen 
 
Dieser Artikel von Dan Brule legt nahe, dass man das Gähnen gut für das Klarträumen nutzen kann: Es führt fast augenblicklich in einen Zustand der konzentrierten Entspannung und wirkt ausgleichend auf das Gehirn.
Der Punkt, der mich am meisten beeindruckt hat, liegt darin, dass der Precuneus stimuliert wird. Der Precuneus ist beteiligt an Bewusstsein, Selbstreflektion und der Abfrage von Erinnerungen wie auch visuellem Vorstellungsvermögen.
Das Gähnen aktiviert diesen Bereich des Gehirns ähnlich stark wie yogisches Atmen.
Für eigene Experimente bietet sich fünf Minuten ununterbrochenes Gähnen entweder im WBTB oder vor dem Einschlafen am Abend an. Das Gähnen am Abend hat den Vorteil, dass durch die erreichte Entspannung der Tiefschlaf verlängert wird, was zu intensiveren REM-Phasen am Morgen führt. Im WBTB profitiert man von der gesteigerten Selbstreflexion.
Nun bleibt noch die Frage: wie kann man fünf Minuten am Stück gähnen? Dan Brule empfiehlt, einfach anzufangen. Nach dem fünften oder sechsten vorgetäuschten Gähner automatisiert sich dieser Vorgang und man kann immer weitergähnen.
Was bei mir sehr gut wirkt ist, einen Ton zu summen und dabei kauende Bewegungen mit geschlossenem Mund zu machen. Diese Übung kommt eigentlich aus der Stimmbildung.
Nach einiger Übungszeit braucht man nur noch daran zu denken, dass man jetzt gerne Gähne möchte und schon geht es los.


Kopfmeditation

Diese Übung ist stammt aus dem mittlerweile leider vergriffenen Buch Bewusstseinserweiterung über Körper und Geist  von Robert Masters und Jane Houston. Hierbei stellt man sich eine kleine Kugel vor, die sich auf einer Kreisbahn auf Höhe der Augen im Kopf bewegt. Die Kugel bewegt kann sich im Uhrzeigersinn und dagegen bewegen und der Durchmesser der Kreisbahn kann variieren von einigen Millimetern bis einigen Metern.

Dr. Josef Zehentbauer liefert in  Körpereigene Drogen  eine Erklärung dazu:

Beobachtende Achtsamkeit
Schmerzhafte und ermüdete Körperregionen (z.B. die Beine) werden konzentriert beobachtet, die ganze Aufmerksamkeit wird auf die spürbaren somatischen Erscheinungen gerichtet;
autosuggestive Momente spielen dabei eine Rolle. Die Freisetzung von Endorphinen oder - bei Konzentrierung auf den cerebralen Bereich - die Mobilisierung von Acetylcholin und Noradrenalin kann erreicht werden.
 Durch die vermehrte Ausschüttung von Acetylcholin und Noradrenalin ist diese Übung für das WBTB wie gemacht.

Die Streaming-Technik


Die Streaming-Technik wurde schon an anderer Stelle beschrieben und soll hier nur der Vollständigkeit halber aufgezählt werden.

Weiter geht's mit Teil 3